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Die deutsche Mutter und ihr letztes Kind
die Autobiografien der erfolgreichsten NS-Erziehungsexpertin und ihrer jüngsten Tochter
Verfasserangabe: Johanna Haarer/Gertrud Haarer. Hrsg. und eingel. von Rose Ahlheim
Jahr: 2012
Verlag: Hannover, Offizin
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.AQ Haarer / College 3e - Pädagogik Status: Vorbestellt Frist: Vorbestellungen: 1
Inhalt
"Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind", so hieß Haarers seit 1934 in Massenauflagen verbreiteter Ratgeber, der noch lange in die Nachkriegszeit hineinwirkte. Verpackt in Ratschlägezur "richtigen" Babypflege wurde hier unerfahrenen Müttern ein Erziehungsstil nahegebracht,der sich nahtlos in die NS-Ideologie einfügte. Haarers Kinderbuch "Mutter, erzähl'von Adolf Hitler!" und ihre Tätigkeit als "Sachbearbeiterinfür Rassenpolitische Fragen" lassen erkennen, wie tief sie sich auf die NS-Ideologie eingelassen hatte. Im ersten Teil erscheinen ihre in hohem Alter verfassten Lebenserinnerungen bis 1933 und der Internierungszeit. Sie zeigen die Unbelehrbarkeit einer Frau, die ihre Verfehlungen verdrängt und den Anschein von "Normalität" erweckt. Andererseits begegnet uns ein starkes junges Mädchen, das sich seinen Weg erkämpft. Welche Dynamik ließ diesen Lebensweg einmünden in die Massenbewegung der überzeugten Nationalsozialisten? Zwischen Gertrud, dem fünften und letzten Kind, und ihrer Mutter hat nie ein wirklicher Dialog stattgefunden.
 
Im zweiten Teil versucht die Tochter in ihrer Autobiografie den Dialog mit der "inneren" Mutter aufzunehmen, beschreibt den langen, leidvollen Weg ihrer Suche: Wer war sie, diese Mutter? Kann sie identisch sein mit jener Frau, die derart drakonische Erziehungsmethoden vertrat? Von einer Art "Denkverbot" in ihren früheren Jahren kämpft sie sich durch zu einer intensiven inneren Auseinandersetzung mit dem mörderischen Charakter des Nationalsozialismus.
 
Die Einleitung liefert eine kritische zeitgeschichtliche Einordnung der NS-Ideologin sowie der schwierigen Tochter-Mutter-Beziehung und analysiert den mit Trauer beladenen Prozess der Entidealisierung der Mutter, der den Weg emotional freimacht für neue Bewertungen.
 
Dr. Johanna Haarer, 1900-1987, Lungenfachärztin, ab 1933 schriftstellerisch tätig mit zahlreichen Publikationen im Sinne der NS-Ideologie; 1945-46 mit Unterbrechung in US-Internierung; dann wieder als Lungenärztin bei Gesundheitsämtern tätig; erneut rege schriftstellerische Tätigkeit.
 
 
Gertrud Haarer, geb. 1942, letzte und jüngste Tochter der insgesamt 5 Geschwister, Buchhändlerin und Altenpflegerin; sie pflegte ihre Mutter bis zu deren Tod; lebt heute in Italien.
 
Rose Ahlheim, Dr. phil., geb. 1943, Analytische Kinder- und Jugendlichen- Psychotherapeutin, langjährige Tätigkeit als Dozentin und Supervisorin am Institut für analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet in Berlin.
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Rose Ahlheim, Einleitung 7
Johanna Haarer
Kein besonderes Schicksal
Oder: Vom Hundertsten ins Tausendste 49
1 Das unvermeidliche Vorwort 51
2 Bodenbach und meine Familie 52
3 Schule und Weg zum Abitur 89
4 Heidelberg und Göttingen, meine erste Liebe 110
5 München, klinische Semester und vieles andere 123
6 Semesterferien Krankenhaus Tetschen 139
7 Nicht mehr allein: Hellmut Weese 147
8 Ende des Studiums 159
9 Wieder in Harlaching, wieder in München 194
10 Verhaftet und gefangen 218
Gertrud Haarer
Erinnerungen 269
1 Kindheit 271
2 Haushälterinnen 282
3 Prisoner 286
4 Jugendzeit, Schule und Musikunterricht 288
5 Fasching 297
6 Die Lehre 300
7 London / Hochzeit 302
8 Einzug 311
9 Der Schreibtisch 312
10 Auszug 315
11 Obrigkeiten 319
12 Alkohol 321
13 Angst 323
14 Männer 325
15 Pflege 329
16 Die Supermutter 337
17 Aktenschrank 339
18 Therapie 345
19 Depression 352
20 Italien 357
21 Aus dem Aktenschrank: Mutter und Vater 363
22 Schreiben und Reisen 371
23 Lesen: Chamberlain 378
24 Mein Schlusswort zu Chamberlain 386
25 "Das Fremde in uns" 391
26 Fundstücke 393
Anmerkungen 397
Quellen und Literatur 398
Anhang 401
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Johanna Haarer/Gertrud Haarer. Hrsg. und eingel. von Rose Ahlheim
Jahr: 2012
Verlag: Hannover, Offizin
Systematik: PN.AQ
ISBN: 978-3-930345-95-3
2. ISBN: 3-930345-95-1
Beschreibung: 417 S. : Ill.
Schlagwörter: Autobiografie, Geschichte 1900 - 1946, Geschichte 1942 - 2011, Haarer, Johanna, Haarer, Gertrud, Bewältigung, Geschichte 1942 - 1987, Nationalsozialismus, Tochter, Ärztin, Tagebuch, Arzt, Drittes Reich, Nationalsozialist, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Autobiografik, Autobiografisches Erzählen, Autobiographik, Autobiographisches Erzählen, Erinnerungen <Formschlagwort>, Lebenserinnerungen, Memoiren, Selbstbiografie, Selbstbiographie, Bewältigungsstrategie, Bewältigungsverhalten, Coping, Daughter (eng), Deutschland / Faschismus, Deutschland / Nationalsozialismus, Faschismus / Deutschland, NS, Problembewältigung, Psychische Bewältigung, Edelweisspiraten, Erwachsene Tochter, Jahn, Lilli, Konfliktbewältigung, Lebensbewältigung, Stieftochter, Stressbewältigung, Vergangenheitsbewältigung
Beteiligte Personen: Ahlheim, Rose
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch