X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


59 von 806
Kunst der Möbelmalerei
ein ungeschriebenes Kapitel zur Schweizer Kunstgeschichte
VerfasserIn: Kirchgraber, Jost
Verfasserangabe: Jost Kirchgraber
Jahr: 2011
Verlag: Baden, Hier + Jetzt
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KB.HH Kuns / College 5c - Kunst Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
In Kunstmuseen suchen wir vergeblich nach Möbelmalereien. Sie gelten nicht als Kunst im eigentlichen Sinn, sondern als Kunsthandwerk. In den Landschaften Toggenburg und Appenzell finden wir jedoch Malereien auf Truhen, Schränken und Betten aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert, die von hohem künstlerischem Niveau zeugen. Die Maler haben sich offensichtlich an grafischen Vorlagen orientiert, vor allem an Kupferstichen, die damals via Guckkasten und Bilddrucke in ganz Europa Verbreitung fanden. Zahlreiche Abbildungen veranschaulichen die grosse Ähnlichkeit zwischen Vorlage und Möbelmalerei und die vielfältige Motivwelt: Löwen, Pflüger, Jahreszeiten, Liebespaare, Reiter und viele andere Motive bevölkern die gemalten Szenerien. An ihrem Wandel ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lassen sich gesellschaftliche Veränderungen ablesen: Nicht mehr Engel, sondern Menschengesichter, nicht mehr Roben, sondern bürgerliche und bäuerliche Kleidung, nicht mehr Jerusalem, sondern das eigene Dorf verzieren nun die Schränke und Betten. Diese allmähliche Zuwendung zu irdischen und zeitgenössischen Sujets spiegelt den Säkularisierungsprozess.
Details
VerfasserIn: Kirchgraber, Jost
VerfasserInnenangabe: Jost Kirchgraber
Jahr: 2011
Verlag: Baden, Hier + Jetzt
Systematik: KB.HH
ISBN: 978-3-03-919154-3
2. ISBN: 3-03-919154-3
Beschreibung: 216 S. : zahlr. Ill.
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch