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7 von 81
Jenseits der Macht
Frauen, Männer und Moral
VerfasserIn: French, Marilyn
Verfasserangabe: Marilyn French. Dt. von Cornelia Holfelder- von der Tann
Jahr: 1985
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Marilyn French wurde 1929 in New York geboren und studierte Literaturwissenschaften an der Harvard University in Boston. Sie zählt zu den interessantesten und einflußreichsten Autorinnen in Sachen Frauenfragen. Ihre Romane, Essays und Abhandlungen begleiteten die Frauenbewegung und waren Weltbestseller. Dieses Buch beantwortet eine scheinbar einfache Frage: Wie kommt es eigentlich, daß es ein paar tausend Männern im Laufe der Geschichte gelungen ist, Millionen von Frauen und Geschlechtsgenossen ihrer Macht zu unterwerfen? Die Geschichte der Menschheit ist zugleich und vor allem auch eine Geschichte der männlichen Macht, die vor Jahrtausenden mit den ersten Schritten zur Beherrschung der Natur einsetzte und sich heute angesichts der apokalyptischen Aura am Horizont der abendländischen Zivilisation einem verderblichen Ende zu nähern scheint. Vor diesem Hintergrund untersucht Marilyn French in ihrem umfassenden und mit reichhaltigem Quellenmaterial versehenen Werk die Ursprünge jener Macht und den Prozeß ihrer Ausweitung. Sie fragt nach ihren Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Mann und Frau in unterschiedlichen Kulturen und Epochen und forscht nach ihrem Niederschlag in exemplarischen Gesellschaftsbereichen: Theologie, politische Theorie, Rechtswesen, Medizin, Wirtschafts- und Erziehungswesen. Die empirisch schlüssigen Befunde addieren sich nicht nur zu einer allgemeingültigen Standortbestimmung der Frau und der feministischen Bewegung, sondern liefern den Beweis dafür, daß das Patriarchat weder die natürliche noch die unvermeidliche Organisationsform der menschlichen Gesellschaft darstellt. In ihrer luziden Analyse entlarvt Marilyn French den kritischen Zustand der abendländischen Zivilisation als Folge der Zerstörung unserer moralischen Wertordnung durch die patriarchalische Machtgier. Sie weist zwingend nach, daß wir auf den Totalitarismus oder auf den Weltuntergang zusteuern, falls wir uns nicht eine Vision der menschlichen Zukunft zu eigen machen, die auf elementaren humanen Werten beruht: auf Werten, die in der Vergangenheit immer verächtlich als «weiblich» abgetan worden sind. »Jenseits der Macht« stellt mit seiner erstaunlichen Materialfülle und seiner kompetenten, fundierten Argumentationsweise eine Herausforderung an die gegenwärtig vorherrschende männliche Überheblichkeit in Gesellschaft und Politik dar.«Jenseits der Macht ist nicht mehr und nicht weniger als eine Geschichte der Welt, betrachtet durch die kritischen Augen des zeitgenössischen Feminismus. In seiner thematischen Vielfalt und seiner geistigen Tiefe erinnert das Werk an die großen metahistorischen Schriften von Rousseau bis Foucault. Es stellt all unsere vertrauten Vorstellungen von den Errungenschaften und Mängeln der westlichen Zivilisation auf den Kopf. Marilyn Frenchs Kühnheit ist erfrischend!» (THE WASHINGTON POST)
Details
VerfasserIn: French, Marilyn
VerfasserInnenangabe: Marilyn French. Dt. von Cornelia Holfelder- von der Tann
Jahr: 1985
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Systematik: GK.F
ISBN: 3-498-02047-1
Beschreibung: 1. Aufl., 991 S. : Ill.
Sprache: ger
Originaltitel: Beyond power <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 957 - [987]
Mediengruppe: Buch