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Wege zum Plexiglas; 03
Jahr: 2019
Übergeordnetes Werk: Chemie in unserer Zeit 2019
Zählung: 03
Mediengruppe: Zeitschrift
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: Z.NN.C Chemie in unserer Zeit / College 6z - Zeitschriften Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Während es für die wirtschaftliche Herstellung von Acrolein, Acrylsäure und Acrynitril durch katalytische Oxidation bzw. Ammonoxidation ausgehend von Propylen jeweils nur eine Route gibt, existieren für die Herstellung von Methacrylsäure und dessen Methylester (Methacrylsäuremethylester, MMA) verschiedene konkurrierende Verfahren. MMA ist das Monomer für Polymethylmethacrylat, das vielfältige Anwendungen findet und unter dem Produktnamen Plexiglas® besser bekannt ist. Unverzichtbar ist MMA als Basisrohstoff für die Herstellung von Bindemitteln für Farben und Lacke. Nach wie vor wird die globale Produktionslandschaft von C3-basierten MMA-Verfahren dominiert, die von Aceton als Rohstoff ausgehen. C4-basierte Verfahren haben vor allem im asiatischen Raum Bedeutung. Wesentliche, neue Entwicklungen von MMA-Produktionsprozessen finden im Bereich der C2-basierten Verfahren mit Ethylen als Ausgangsstoff statt, allen voran das ALPHA-Verfahren der Mitsubishi Chemical Corp. ("MCC") und Evoniks neues LIMA-Verfahren.
Das Titelbild zeigt ein Teil des Dachs des Münchner Olympiastadions, dessen spektakuläre Architektur erst durch die besonderen Eigenschaften von Polymethylmethacrylat ermöglicht wird. (Bild: Von More pics than views¿, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58593762)
Aus dem Inhalt: / Treffpunkt Forschung / / Manche mögen's heiß!: Chemische Tricks der Tiere und Pflanzen / / Manche Pflanzen nutzen Feuer zur Verbreitung ihrer Samen. Dazu gehören die australischen Banksien, deren hölzerne Samenstände sich erst bei einem Buschbrand öffnen. Risse und Spalten, die sich mit der Zeit bilden, werden durch Wachse versiegelt, die an heißen Sommertagen schmelzen. Auf diese Weise können die reifen Samen über Jahre sicher aufbewahrt werden - bis zum nächsten Feuer. / / Neue Wettbewerbe für Lehrkräfte / / / Tesafilm auf der Zunge? Mechanochemie beim Beutefang des Froschs: Oberflächenchemie / / Forscher aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und Dänemark haben die Klebewirkung der Zungenoberfläche von Fröschen beim Insektenfang untersucht (Abbildung 1). Sie identifizierten im Froschspeichel auf der Zungenspitze fibrillenartige Strukturen aus Mucinen, den Hauptkomponenten im Schleim. Die Mucinfibrillen könnten die Haftung auf der Zunge verstärken, sagen die Forscher - ähnlich wie die steifen Fibrillenstrukturen bei Tesafilm, die sich beim Abziehen von einer Oberfläche bilden. / Korrigendum / This article corrects the following: / Treffpunkt Forschung / / Wie künstliche Zellen kommunizieren: Chemische Biologie / / Zellverbände, die mit ihrer Umwelt interagieren können, müssen in der Lage sein, zu kommunizieren und Informationen nicht nur innerhalb einer Zelle zu verarbeiten, sondern auch weiterzureichen. Nun wurden in einem Verband von Kompartimenten verschiedene Signalwege etabliert und untersucht. / / Urknall der Chemie: Erste Moleküle im Weltraum / / Die Physik des Urknalls, die durch die Messung der kosmischen Hintergrundstrahlung bestätigt wurde, kann uns genau sagen, welche Atome, Ionen und Moleküle schon vor den ersten Sternen existierten. Jetzt wurde das allererste Molekül sogar im Weltraum nachgewiesen. / / Wie findet ein Blitz sein Ziel?: Alltagsfragen / / Einst wurden Gewitter mit Blitz und Donner als Zeichen des Zorns der Götter angesehen; heutzutage kann man in der Schule lernen, wie all dies zustande kommt. So denken Sie nun wahrscheinlich bereits an Eiskristalle in einer großen Wolke, die aneinanderstoßen und dabei Ladungen in der Wolke erzeugen. Aber wie sucht sich dann der Blitz einen Weg von der Wolke zum Boden? Dieser Frage gehen Wissenschaftler nun schon seit einiger Zeit nach ¿ und dennoch wurden noch nicht alle Antworten zur Entstehung und Ausbreitung von Blitzen beantwortet. Hier soll es nun speziell darum gehen, wie sich ein Blitz ein Ziel sucht. / / 150 Millionen Substanzen: Chemical Abstracts Service / / Am 9. Mai war es so weit: Das Substanzregister des Chemical Abstracts Service (CAS), CAS RegistrySM, erhielt seinen 150millionsten Eintrag: 2¿[[3,3¿Difluoro¿1¿[(2R)¿2¿hydroxy¿1¿oxopropyl]¿4¿piperidinyl]oxy]¿5¿[2¿[[5¿[(2R)¿2,4¿dimethyl¿1¿piperazinyl]¿ 6¿methoxy¿2¿pyridinyl]amino]¿4¿pyrimidinyl]benzonitril heißt die Substanz und ist fortan, vielleicht etwas griffiger, auch mit der CAS¿Nummer 2306877¿20¿1 eindeutig beschrieben. // / TV-Tipps / / Viele Wege führen zum Methacrylsäuremethylester: Produkte und Verfahren / / / Gebrauchsmusterschutz für Chemieerfindungen: Das Patent und sein kleines Geschwisterchen / / Gefragt, wie man im Bereich der Chemie eine Erfindung vor Nachahmung schützt, werden die meisten Forscher wohl antworten: ein Patent anmelden. In Deutschland, wie in den meisten anderen Ländern, ist inzwischen für Chemieerfindungen ein umfassender Patentschutz möglich, sowohl für neue chemische Verbindungen und Formulierungen, als auch für Verfahren zur Herstellung solcher Verbindungen oder Erzeugnisse sowie für deren Verwendung zu diversen Zwecken. Was vielen Forschern im Bereich der Chemie/Pharmazie jedoch nicht bewusst sein dürfte, ist die Tatsache, dass in Deutschland sowie in etlichen europäischen und außereuropäischen Ländern für bestimmte Erfindungen im chemischen Bereich neben dem Patent eine weitere Möglichkeit zur Erlangung eines Monopols auf Zeit zur Verfügung steht: das Gebrauchsmuster (englisch: utility model) (Abbildung 1). Dieser Artikel möchte das "kleine Geschwisterchen des Patents" näher vorstellen und aufzeigen, wann eine Gebrauchsmusteranmeldung prinzipiell möglich und wann diese sinnvoll ist. / / Entwickelnder Transfer fachdidaktischer Outreach-Projekte: Das Rad nicht neu erfinden / / Das Lernen von Chemie leidet unter einem Imageproblem, sodass der Unterricht häufig nicht in dem Maße für eine Auseinandersetzung mit chemiebezogenen Inhalten begeistern kann, wie es sich Lehrkräfte, Industrie und Politik wünschen. Interaktive Mitmachangebote, wie sie in Form von Science Centern bestehen, versprechen Potenziale zur Förderung des Interesses an Naturwissenschaften. Doch muss es immer gleich die dreigeschossige Ausstellung mit allen Finessen sein? Geht es nicht auch eine Nummer kleiner - vielleicht sogar im eigenen Schulhaus? Muss man wirklich jede Idee und jeden Versuch selbst entwickeln? Wir meinen: Nein; auch mit geringem materiellen Aufwand lassen sich ansprechende Angebote gestalten, die zur Auseinandersetzung mit Naturwissenschaften einladen und für Aspekte der Chemie, Biologie und Physik begeistern. Wir stellen in diesem Beitrag zwei konkrete Mitmachangebote vor und laden zum Nachmachen ein. / / Spülmaschinentabs: Ein Alltagsprodukt im Unterricht / / Spülmaschinentabs sind in fast jedem Haushalt vorhanden und chemisch hochinteressant, aber im kontextorientierten experimentellen Chemieunterricht haben sie bislang noch keine ausreichende Würdigung erfahren. Der vorliegende Artikel will dazu anregen, die Komplexität dieses Alltagsproduktes mit schulüblichen Methoden zu untersuchen und mehr Verständnis für seine Funktionsweise zu schaffen. / / Die Hydrophobine der Pilze - Vielzweckproteine mit Anwendungspotential / / Die Proteinfamilie der Hydrophobine, von Pilzen in bestimmten Stadien ihres Lebenszyklus massenhaft produzierte und aus den Zellen ausgeschleuste oberflächenaktive Substanzen, faszinieren Mikrobiologen gleichermaßen wie Materialwissenschaftler. Aufsehen erregen diese kleinen globulären Proteine vor allem durch ihre bemerkenswerte Fähigkeit, sich an Grenzflächen zwischen hydrophilen und hydrophoben Medien zu geordneten Schichten zu organisieren, die nur eine einzelne Moleküllage enthalten. Geschieht dies in wässriger Lösung, verringern sie deren Oberflächenspannung und stabilisieren Gasbläschen oder emulgierte Fett¿Tröpfchen. Auf Festkörper aufgelagert bewirken sie einen Wechsel der Oberflächenbeschaffenheit von hydrophil nach hydrophob oder umgekehrt. Diese Eigenschaften der Hydrophobine erklären nicht nur das gefürchtete Überschäumen von mit Pilzen kontaminierten alkoholischen Getränken, sie beflügeln auch Visionen bezüglich ihrer biotechnologischen Anwendung. / / Wieso Ballonverkäufer bei der Arbeit keine Zitrusfrüchte essen: Versuche aus dem Küchenschrank / / / Wasser, Walkman, Weltklang: Der Hörer / / Das schwarze Schaf der Familie?: Rätsel
Details
Jahr: 2019
Übergeordnetes Werk: Chemie in unserer Zeit 2019
Systematik: Z.NN.C
ISSN: 0009-2851
Jahrgang: 53
Zählung: 03
Mediengruppe: Zeitschrift