Frühe (kumulative) und Entwicklungstraumata sind im therapeutischen und pädagogischen Kontext für Betroffene und Helfersysteme eine große Herausforderung. Sie zeigen sich im Kindes- und Jugendalter, aber auch bei jungen Erwachsenen durch herausfordernde Verhaltensweisen und zeitweise auch in belastenden Köperwahrnehmungen. Kognitive Ansätze wie die Gesprächstherapie oder die kognitive Verhaltenstherapie führen oft nicht zum gewünschten Erfolg. Die Integrative Bindungsorientierte Traumatherapie verbindet u. a. Ansätze der Körpertherapie, der Ego-State-Arbeit und der Traumatherapie, besonders des EMDR und ermöglicht die stabilisierende und traumaintegrative Arbeit früher vorsprachlicher Traumata auch über das Säuglingsalter hinaus.
Inhalt
Abkürzungsverzeichnis............................................................................ 7
Vorwort....................................................................................................... 9
1 Grundlagen der I.B.T.-Methode ................................................... 11
1.1 Formen früherTraumata inkl. Bindungstraumata................... 11
1.2 Bedeutung von Bindung............................................................ 16
1.3 Auswirkungen früher unverarbeiteter Traumata auf das
weitere Leben.................................................................. 21
1.4 Welche Traumafolgesymptome sind häufig im Alltag
erkennbar? ....................................................................... 24
1.5 Gehirn- und Neurophysiologie bei traumatischen
Ereignissen....................................................................... 28
1.6 Stabilisierung als Voraussetzung für das traumaintegrative
Arbeiten............................................................................ 29
1.6.1 Grundvoraussetzung: Die Stabilität der
Behandler*innen............................................................. 30
1.6.2 Erkennen von Reinszenierungen und der
professionelle Umgang damit....................................... 31
1.6.3 Besondere Bedeutung von Feinfühligkeit im
therapeutischen Prozess................................................. 35
1.7 Stressregulationsstrategien.......................................................... 36
1.8 Klassische Stabilisierungsübungen............................................. 40
1.8.1 Sicherer Ort.................................................................... 40
1.8.2 Tresorübung.................................................................. 42
1.8.3 Lichtstromtechnik ......................................................... 43
1.9 Ressourcen-Anteile entwickeln und inneres Trösten im
therapeutischen Prozess............................................................. 44
2 Praktische Arbeit mit der I.B.T.-Methode................................. 52
2.1 Die drei Phasen von I.B.T. bei Kindern, Jugendlichen und
jungen Erwachsenen mit und ohne Einbeziehung der
Bezugspersonen.......................................................................... 57
2.2 Phase 1: Befunderhebung und Diagnostik ............................. 57
2.2.1 Phase 1: Erhebung der Anamnese................................ 59
2.2.2 Phase 1: Miteinbezug von Eltern.................................. 62
2.2.3 Phase 1: Miteinbezug von Pflegeeltern und
Bezugsbetreuer*innen........................................ 65
2.3 Phase 2: Innerer Ressourcenaufbau ........................................ 67
2.3.1 Phase 2: Installieren von inneren Ressourcen............ 68
2.3.2 Phase 2: Arbeit an der Bindung zwischen
Bezugspersonen und Kind (bei Einbeziehung von
Bezugspersonen) ................................................. 70
2.4 Phase 3: Traumaintegrative Arbeit mit und ohne
Einbeziehung der Bezugspersonen .............................. 72
2.4.1 Phase 3a: Kumulative Traumata mit Einbeziehung
der Bezugspersonen....................................................... 72
2.4.2 Fallbeispiel Patrick, 9 Jahre, mit Bezugsbetreuerin -
Bindungstraumatisierung ............................................. 76
2.4.3 Fallbeispiel Max, 11 Jahre, mit Mutter -
Geburtstrauma................................................................ 83
2.4.4 Phase 3b: Kumulative Traumata ohne Einbeziehung
der Bezugspersonen............................................ 88
2.4.5 Fallbeispiel Antonia, 17 Jahre........................................ 90
2.4.6 Phase 3c: Frühe Traumata bei rein körperlichen
Symptomen ohne bewussteTraumaerinnerungen .... 95
2.4.7 Fallbeispiel Marie, 20 Jahre ......................................... 99
Literatur ..................................................................................................... 106
Stichwortverzeichnis................................................................................ 109