X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


10 von 291
Heilpädagogik
heilpädagogische Handlungskonzepte in der Praxis
Verfasserangabe: Heidi Fischer ; Michael Renner
Jahr: 2011
Verlag: Freiburg, Br., Lambertus
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.L Fisch / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Dieses Buch ist Pflichtlektüre für alle, die sich in Theorie und Praxis mit Fragestellungen der Heilpädagogik befassen. Anhand von konkreten Fallbeispielen erstellen die Autoren eine wissenschaftlich fundierte heilpädagogische Diagnose und begründen einen spezifischen Handlungsansatz. Die Praxisbeispiele beziehen sich vorwiegend auf die Arbeit mit Familien, mit Kindern und Jugendlichen, die unter Risikobedingungen aufwachsen und mit Verhaltensstörungen, Schulschwierigkeiten u.a. reagieren. Das Buch richtet sich an Heilpädagog(inn)en in Studium und Ausbildung aber auch an alle pädagogischen Fachkräfte, die im Alltag mit herausforderndem Verhalten von Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind wie Erzieher(innen), Sozialpädagog(inn)en, Lehrer(innen).
 
"Heilpädagogik. Heilpädagogische Handlungskonzepte in der Praxis" ist ein Literaturhinweis in eigener Sache.
 
An der Fachschule für Heilpädagogik in Ravensburg ist die Praxisausbildung an eine Heilpädagogische Ambulanz gebunden, die von uns Lehrenden und Studierenden für Eltern und Kinder angeboten wird. Nach über zwanzig Jahren gemeinsamer Arbeit - in der Ausbildung von HeilpädagogInnen einerseits und in der konkreten heilpädagogischen Praxis andererseits - hielten Michael Renner und ich es für angebracht unsere Erfahrungen zu dokumentieren. Unser besonderes Anliegen ist , heilpädagogisches Handeln nicht über die Anwendung therapeutischer oder rein funktionsorientierter Konzepte zu legitimieren, sondern die pädagogische Basis in den Vordergrund zu stellen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Positionen der Heilpädagogik bildet die Perspektive der Lebensweltorientierung den Ausgangspunkt für die Entwicklung personzentrierter Handlungskonzepte. Dabei ist uns wichtig, personalistisches und systemisches Denken zu integrieren und in diesem Kontext an den Wirklichkeitskonstruktionen bzw. Deutungsmustern aller Handlungspartner anzuknüpfen. Wir sehen darin die Möglichkeit, einen Schritt in Richtung Inklusion vorzubereiten, welcher weder die Inklusionsbemühungen Einzelner noch die der Gesellschaft und ihrer Institutionen überfordert. Der Weg von der Theorie zu den Konzepten, von hier zu den Methoden und konkreten Handlungen wird an den Medien Spiel, Bewegung und Werken beispielhaft aufgezeigt. Diese Medien entfalten nicht nur kathartische sondern auch bildende Wirkungen – diese werden exemplarisch beschrieben. Die Arbeit mit Eltern, im Sinne von Elternbildung, wird abschließend - auch im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Relevanz - dargestellt. In dieser Veröffentlichung war uns wichtig, die Vielfalt der heilpädagogischen Handlungsmöglichkeiten zu beschreiben, die Faszination an der Begegnung mit den Menschen in Handlungsfeldern der Heilpädagogik darzustellen und die fachlichen Anforderungen an Menschen in diesem Beruf deutlich zu machen. Das Buch bietet Studierenden an Fachschulen und Hochschulen eine Orientierungshilfe im Fachgebiet des heilpädagogischen Denkens und Handelns und regt auch Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die bereits im 'Beruf stehen wie auch Lehrende dazu an, sich mit Fragen heilpädagogischer Handlungskonzepte auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt soll das Buch Fachkräfte, wie z.B. ErzieherInnen oder HeilerziehungspflegerInnen, die ihre Kompetenz und ihre Arbeitsmöglichkeiten erweitern wollen, ermutigen, diese Ausbildung zu wagen.
 
AUS DEM INHALT
 
Vorwort 11
Einleitung 13
1 Konzeptionelle Grundausrichtung heilpädagogischen
Handelns 15
1.1 Zum Begriff Heilpädagogik 17
1.2 Aktuelle Positionierung der Heilpädagogik 20
1.3 Wissenschaftliche Konzeptionen als Orientierung
für das heilpädagogische Handeln 21
1.3.1 Personalistischer Ansatz 21
1.3.2 Systemisches Denken 24
1.3.3 Konstruktivistische Perspektive 30
1.3.3.1 Konstruktivismus aus neurobiologischer Sicht 33
1.3.3.2 Der soziale Konstruktivismus 34
1.3.3.3 Die Frage nach dem "richtigen" Handeln 37
1.4 Lebensweltorientierung in der heilpädagogischen
Arbeit 38
1.4.1 Die Lebenswelt, eine phänomenologische Annäherung
bei Edmund Husserl 42
1.4.2 Der Lebensweltbegriff bei Alfred Schütz,
eine sozialphänomenologische Sicht 46
1.4.3 Jürgen Habermas: Lebenswelt und kommunikatives
Handeln 50
1.4.4 Lebenswelt und System bei Otto Speck 54
1.4.5 Lebenswelt bei Emil E. Kobi 55
2 Heilpädagogische Handlungskonzepte - Verbindung von
Theorie und Praxis 57
2.1 Heilpädagogisches Handeln im Spannungsfeld
von Haltung und Handlung 59
Inhalt
2.1.1 Menschenbild und Handlungskonzept 62
2.1.2 Ein Menschenbild für die Heilpädagogik 63
2.1.3 Der Zusammenhang von Menschenbild und
Zielvorstellungen 64
2.2 Praxisbeispiel: Heilpädagogische Arbeit mit Felix,
wirksam und zugleich moralisch gut? 70
2.3 Konzeptbausteine für heilpädagogisches Handeln 79
2.3.1 Die Heilpädagogische Diagnose 79
2.3.2 Anforderungen an die heilpädagogische Diagnostik . . . . 79
2.3.3 Zusammenhang von Situations-, Beziehungs- und
Selbstdefinitionen und kindlichem Handeln 84
2.3.4 Diagnose und Verantwortung 87
2.3.5 Beispiel für eine Heilpädagogische Diagnose -
oder Aylins beredtes Schweigen 89
2.3.6 Die heilpädagogische Beziehungsgestaltung 107
2.3.6.1 Das heilpädagogische Beziehungsangebot als Korrektiv
bisheriger Beziehungserfahrungen 107
2.3.6.2 In Beziehung bleiben - Basis heilpädagogischer
Handlungskompetenz 109
2.3.6.3 Variablen heilpädagogischer Beziehungsgestaltung 111
2.4 Arbeiten im systemischen Kontext 112
2.5 Der Kontrakt 117
2.6 Zeit der Begegnung 122
2.7 Räume der Begegnung 123
2.8 Evaluation heilpädagogischen Handelns 127
2.8.1 Praxisbeispiel: Von der globalen Zielbeschreibung zu
überprüfbaren Indikatoren 129
2.8.2 Die Schwierigkeit von Evaluation im
heilpädagogischen Kontext 135
3 Der Einsatz von Medien und deren Wirkungen
in heilpädagogischen Handlungssituationen 137
3.1 Das Medium Spiel, theoretische Grundlagen und
heilpädagogische Praxis 160
Inhalt
3.2 Entwicklungsfördernde Wirkungen des Spiels und
Anforderungen an heilpädagogisches Handeln 163
3.2.1 Wirkungen des Spiels aus psychoanalytischer Sicht 164
3.2.2 Wirkungen des Spiels im Kontext kognitiver
Entwicklung 167
3.2.3 Wirkungen des Spiels im Kontext von Sozialisationsprozessen
169
3.2.4 Wirkungen des Spiels aus handlungstheoretischer Sicht.. 173
3.2.5 Praxisbeispiel: Wirkungen des Spiels im Kontext der
Entwicklung von Mia 191
3.3 Das Medium Bewegung, theoretische Grundlagen und
heilpädagogische Praxis 197
3.3.1 Das Phänomen Leiblichkeit - das Eigenste,
über das ich verfüge 198
3.3.2 Bewegung ist mehr als Motorik 199
3.3.2.1 Bewegung und Training exekutiver Funktionen 200
3.3.2.2 Bewegung und Emotion 203
3.3.3 Einfluss der Bewegung auf die Entwicklung 207
3.3.3.1 Entwicklungspsychologische Grundlagen 207
3.3.3.2 Das Erleben von Kontrolle und Selbstwirksamkeit
als Resilienzfaktor 210
3.3.3.3 Bewegung als Medium zur Bewältigung von
Lebenserschwernissen 212
3.3.4 Der Einsatz des Großtrampolins 215
3.3.5 Erfahrungsbereiche und praktische Übungen mit dem
Medium Bewegung 217
3.3.5.1 Übungen zur Wahrnehmung 217
3.3.5.2 Übungen zum Erleben von Selbstwirksamkeit und
Kontrolle 219
3.3.5.3 Übungen zum Erleben von Zielorientierung und
Leistungsfähigkeit 220
3.3.5.4 Erfahrungen zum Erleben und Gestalten von sozialem
Miteinander, Kooperation und Kommunikation 221
3.3.6 Bewegung als Medium im Rahmen eines heilpädagogischen
Handlungskonzepts am Beispiel Aylin... 222
3.4 Das Medium Werken, theoretische Grundlagen und
heilpädagogische Praxis 228
Inhalt
3.4.1 Handlungszonen der heilpädagogischen Beschäftigung
mit dem Medium Werken im außerschulischen Bereich.. 231
3.4.2 Modelle der Entwicklung von Werktätigkeiten 235
3.4.3 Einflüsse handwerklich-technischer Tätigkeiten auf die
Entwicklung und Anforderungen an das heilpädagogische
Handeln 239
3.4.4 Handlungstheoretische Implikationen der
heilpädagogischen Begleitung von Werktätigkeiten 250
3.4.5 Bildungsbereiche bei der Konstruktion und Herstellung
handwerklich-technischer Objekte 255
3.4.6 Praxisbeispiel: Zusammenfassende Beschreibung der
Entwicklung eines Jugendlichen mit Trisomie 21
im Rahmen der heilpädagogischen Begleitung von
Werktätigkeiten sowie seiner Eltern im Rahmen
heilpädagogischer Elternarbeit 259
4 Bildungsprozesse im Kontext heilpädagogischer
Elternarbeit 277
4.1 Erziehung in unserer Gesellschaft 280
4.1.1 Herausforderungen einer modernen Gesellschaft 280
4.1.2 Wandel der Vorstellungen von Elternschaft 280
4.1.3 Erwartungen an Familien und Elternschaft 281
4.2 Geschichtliche Entwicklung von Elternarbeit im
heilpädagogischen Kontext 283
4.3 Praxis der heilpädagogischen Elternarbeit 285
4.3.1 Beschreibung der Rahmenbedingungen 285
4.3.2 Erziehungskrisen sind Sinnkrisen 286
4.3.3 Ziele und Inhalte heilpädagogischer Elternarbeit 288
4.3.3.1 Erkennen und Erweitern von Deutungsmustern 289
4.3.3.2 Übernahme von verantworteter Schuld 291
4.3.3.3 Wiederentdeckung der Freude am Kind 292
4.4 Didaktische Aspekte der heilpädagogischen
Elternbildung 293
4.4.1 Der Bildungsbegriff in der Erwachsenenbildung 293
4.4.2 Grundlagen einer Ermöglichungsdidaktik 295
4.4.3 Das Prinzip der Teilnehmerorientierung 296
Inhalt
4.4.4 Die Notwendigkeit des reflexiven Lernens 297
Abbildungsverzeichnis 301
Literaturverzeichnis 303
Webliographie 315
Die Autoren 317
Details
VerfasserInnenangabe: Heidi Fischer ; Michael Renner
Jahr: 2011
Verlag: Freiburg, Br., Lambertus
Systematik: PN.L
ISBN: 978-3-7841-1979-3
2. ISBN: 3-7841-1979-4
Beschreibung: 317 S.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch