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20 von 77
Bindungstraumatisierungen bei Kindern und Jugendlichen
ein Leitfaden für Betreuungspersonen
Verfasserangabe: Nicole Vliegen, Eileen Tang, Patrick Meurs ; aus dem Flämischen übersetzt von Corinna Poholski, Constanze Rickmeyer, Judith Lebiger-Vogel
Jahr: 2021
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbarnicht verfügbar
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.E Vlie / College 3e - Pädagogik Status: Entliehen Frist: 10.06.2022 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Kinder und Jugendliche, die von ihren frühesten Bindungspersonen traumatisiert worden sind, erleben Beziehungen als sehr bedrohlich und fragil. Wer im späteren Leben dieser Kinder für sie sorgt und ihnen neue Bindungsmöglichkeiten bietet, wird häufig mit den weitreichenden Auswirkungen des frühen Bindungstraumas konfrontiert: Regulierungsprobleme, Bindungsschwierigkeiten, negative Bilder vom Selbst und von Anderen, Symbolisierungs- und Verarbeitungsprobleme und Identitätsverwirrung. Mit Beispielen aus einer traumasensitiven Therapiepraxis gibt das Buch wertvolle Anregungen, wie man in neuen Bindungssituationen mit diesen Verletzungen umgehen kann.
 
Inhalt
 
Vorwort von Dr. phil. Marianne Rauwald ................................................. 11
 
Vorwort der Autorinnen zur deutschen Version .................................... 14
 
Vorwort von Dr. med. Peter Adriaenssens ................................................. 18
 
Danksagung der Autorinnen und Anerkennung .................................... 21
 
Einleitung .......................................................................................................... 23
 
Entwicklung im Schatten eines komplexen Traumas
 
Einleitung .......................................................................................................... 29
 
1 Außergewöhnliche Kinder, außergewöhnlicher
Versorgungsbedarf............................................................................... 31
1.1 Jedes Kind ist anders............................................................... 32
1.2 Kinder mit Gebrauchsanweisung .......................................... 35
1.3 Über das frühe Trauma nachdenken können und dürfen.... 36
1.4 Definition der Traumatisierung.............................................. 38
1.5 Die komplexe Traumatisierung.............................................. 42
1.6 Von der Verletzung zur Narbe .............................................. 43
 
2 Ein kurzer Einblick in die Entwicklungspsychologie.................. 47
2.1 Ein von Fürsorge abhängiges und sozial orientiertes Kleinkind ......... 48
2.2 Von der gemeinsamen Regulierung am Anfang des Lebens
zur späteren Selbstregulierung............................................... 50
2.3 Der Aufbau von Erinnerungen und dem Gefühl
einer eigenen Lebensgeschichte.............................................. 51
2.4 Was passiert, wenn Kinder nicht beruhigt und getröstet werden?........... 52
2.5 Die Bedeutsamkeit davon, den Kontakt wieder herzustellen 53
2.6 Komplexes Trauma: Ein Rucksack voll überwältigender Erlebnisse........... 55
2.7 Wie frühe Stresserfahrungen die Gehirnentwicklung beeinflussen............ 56
2.8 Jedes Kind ist einzigartig: Die Symphonie der Entwicklung
eines Kindes ............................................................... 58
 
3 Die Relevanz der Bindungsentwicklung für den Aufbau
der Persönlichkeit ............................................................................ 61
3.1 Von der Regulierung bis zur Bindung.................................. 62
3.2 Bindungsentwicklung als ein lebenslanger Prozess
von Wachstum und Reifung.................................................. 63
3.3 Die versorgende Person: Von einer sicheren Basis
zum Hafen, der Erholung bietet............................................ 65
3.4 Eine sichere Bindungsbeziehung als Grundlage
für eine gesunde emotionale Entwicklung........................... 67
3.5 Bindung im Kontext eines komplexen Traumas:
Entwurf einer inneren Welt voller Angst und Misstrauen ... 69
3.6 Eine neue Landkarte?............................................................. 73
 
4 Notwendigkeit reflektierender und haltender Eltern
und Umgebungen................................................................................. 75
4.1 Über die eigene Innenwelt nachzudenken, wird innerhalb
einer »normalen« Familienkonstellation erlernt................... 76
4.2 Mentalisierung: ein Psy-Wort für den sorgsamen Umgang mit Kindern............ 77
4.3 Eltern wird man ohne Ausbildung oder Gebrauchs­
anweisung: Auf der Suche nach einem Kompass ................. 78
4.4 Ein Kind findet sich in den Spiegeln, die versorgende
Personen ihm vorhalten ........................................................ 79
4.5 Kinder mit einem komplexen Trauma sind schwerer zu lesen......... 81
4.6 Die elterliche Mentalisierung unter Druck........................... 83
4.7 Wie hält man als Eltern dann im Sturm noch den Kurs?.... 84
4.8 »Außergewöhnlich gute Eltern« gesucht: Verletzte Kinder
benötigen Eltern mit besonders ausgeprägten Reflexionsfähigkeiten ................ 86
4.9 It takes (more than) a village to raise a child (with complex
trauma): Ein traumasensitiver Kontext für Eltern................. 88
4.10 Traumasensible Hilfestellung................................................. 90
 
Behandlung: Von der Verletzung zur Narbe
 
Einleitung.......................................................................................................... 95
Ein Beratungsrahmen, ein dreiteiliges Angebot ............................... 96
Kinderpsychotherapie im Therapiezimmer:
spielen, malen und erzählen............................................................. 97
Was Psychotherapie bei Kindern mit einem komplexen Trauma bedeutet............ 99
 
5 Das Spielzimmer als Ort des sich Wiederfindens ......................... 101
5.1 Spielen, Malen und Erzählen bei Kindern mit einem
komplexen Trauma................................................................ 102
5.2 Narrative Entwicklung: die ersten Geschichten im Leben
sind »Co-Constructions« (gemeinsame Konstruktionen)....... 103
5.3 Wenn die bisherigen Erfahrungen zu intensiv sind und
zu früh auftreten, um in Worte gefasst zu werden............... 105
5.4 Traumatrigger: Traumaspuren als Störsender beim Spielen,
im Verhalten und in der Kommunikation............................. 109
5.5 Spielen ist wichtig, um zu wachsen und zu verarbeiten....... 110
5.6 Auf der Suche nach Wörtern und Bildern............................. 112
5.7 Eine Schublade, eine Schachtel und ein Zeichenblock
als »Container« für Erfahrungen............................................ 114
5.8 Regisseur der eigenen Geschichte werden: Das Spielen
und Erzählen als Wiederholen, Meistern und "In-den-Griff-bekommen" ..... 114
5.9 Gemeinsam Sprache und Bilder für Erfahrungen
in der Psychotherapie finden................................................. 116
5.10 Zum Abschluss dieses Kapitels .............................................. 117
 
6 Von der emotionalen Achterbahnfahrt zu neuen Erfahrungen
der Regulierung.................................................................................... 119
6.1 Das Regulationssystem von Kindern mit einem komplexen
Trauma: Eine Innenwelt, die schnell dereguliert ist.............. 120
6.2 Hypervigilanz und erhöhte Stressempfindlichkeit:
Die biopsychosoziale Falle...................................................... 122
6.3 Das Kontinuum der Erregung bei Kindern mit einem
komplexen Trauma................................................................ 124
6.4 Traumatrigger - Reize, die an das Trauma erinnern ............ 127
6.5 Erste Hilfe bei Störungen: Co-regulierende Erwachsene,
die tief durchatmen und ruhig nachdenken ......................... 128
6.6 Bilder, Worte und Sprache als Grundlage für Regulierung
und Kontrolle......................................................................... 130
6.7 Vom »Eigenbrötler« bis zum »Ausflippen«: Metaphern,
die helfen, sich selbst zu verstehen........................................ 132
6.8 Über Löwen, Rehe und Kaninchen: Die Beute
eines primitiven fight-, flight- oder freeze-Modus................. 135
6.9 Wiederherstellung des Körpervertrauens ............................... 138
6.10 »Stop and rewind«: Von fight, flight und freeze zum
gemeinsamen Spielen, Sprechen und Nachdenken................ 139
6.11 Abschließend.......................................................................... 141
 
7 Inseln des Vertrauens in einer Erfahrungswelt unzuverlässiger
Versorgung ............................................................................................ 143
7.1 Komplexes Trauma ist auch ein »Bindungstrauma«:
Eine innere Welt, die auf einem grundlegenden Gefühl
des Misstrauens beruht .......................................................... 144
7.2 Internale Arbeitsmodelle: Ein »Skript« für Beziehungen -
eine Landkarte der sozialen Welt.......................................... 145
7.3 Das Spielzimmer als Labor für soziale und emotionale
Erfahrungen/Entwicklung...................................................... 147
7.4 Brückentester: Die Kraft von und der ewige Kampf
mit einer tief verwurzelten Verlassensangst .......................... 149
7.5 Intermezzo.............................................................................. 150
7.6 The witching hour: Gelegentlich überwältigt von grausigen
»Hexen«-Gefühlen gegenüber anderen.................................. 152
7.7 »Gespensterstunde-Erfahrungen im Kleinen«........................ 154
7.8 Außen wütend, Innen zerbrechlich: Wutanfalle
als Tarnung der Angst........................................................... 157
7.9 Sich verstecken, um gefunden zu werden:
Erstes vorsichtiges Vertrauen................................................. 158
7.10 Im Spielzimmer noch mehr Wechselseitigkeit
und Vertrauen üben............................................................... 160
7.11 Zum Abschluss des 7. Kapitels .............................................. 162
 
8 Ein Selbstnarrativ aufbauen und sich in neuen sozialen
Beziehungen engagieren als Fundament der eigenen Identität.. 165
8.1 Das komplexe Trauma, der Bindungsabbruch und die
Identitätsentwicklung: In einem Labyrinth aus schwierigen
Erfahrungen kann man sich auch selbst verlieren ............... 166
8.2 Eine betäubte Innenwelt: Niemand weiß, wie lange
Sprösslinge auf Regen warten können.................................. 167
8.3 Die Quelle der Vitalität anbohren und den Keim
unter einer Kappe schützen................................................... 169
8.4 Verliert man sich selbst, verliert man den inneren Kompass 170
8.5 Kollidieren mit neuen Bezugspersonen und Konflikte
suchen, um ein Selbstgefühl neu aufzubauen und Keime
eines inneren Kompasses (wieder) zu finden........................ 172
8.6 Identitätsentwicklung: Schrittweise ein neues Narrativ
mit verschiedenen Versionen oder Kapiteln des Selbst entwickeln.............. 174
8.7 Eine Lebensgeschichte mit Lücken, Sprüngen und Inkonsistenzen.............. 175
8.8 Trauer und Verlust betrifft mehr als nur eine versorgende Person.............. 176
8.9 Die unvermeidlichen Seelennarben als Teil des Selbst akzeptieren........................ 177
8.10 Zum Abschluss....................................................................... 179
 
Als Fazit: Ein Zehn-Punkte-Programm für eine traumasensible
Gesellschaft........................................................................................................ 181
 
Literatur.............................................................................................................. 189
Details
VerfasserInnenangabe: Nicole Vliegen, Eileen Tang, Patrick Meurs ; aus dem Flämischen übersetzt von Corinna Poholski, Constanze Rickmeyer, Judith Lebiger-Vogel
Jahr: 2021
Verlag: Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer
Systematik: PN.E
ISBN: 978-3-17-037186-6
2. ISBN: 3-17-037186-X
Beschreibung: 1. Auflage, 198 Seiten : Illustrationen, Diagramme
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Van kwetsuur naar litteken
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite 189-198
Mediengruppe: Buch