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"Freiwilligendienste" für alle
von der ehrenamtlichen Tätigkeit zur Prekarisierung der "freiwilligen" Arbeit
VerfasserIn: Notz, Gisela
Verfasserangabe: Gisela Notz
Jahr: 2012
Verlag: Neu-Ulm, Verein zur Förderung der sozialpolitischen Arbeit
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.SA Notz / College 3a - Gesellschaft, Politik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
InhaltsverzeichnisEinleitung _______ 7
I. Was ist „freiwillige Arbeit“? ______ 14
II. Zur Geschichte der „freiwilligen“ Arbeit______ 27
III. Die Krise des Sozialstaats ______ 57
IV. Die neuen „Freiwilligen“ ______ 79
V. „Freiwilligendienste“ für alle ______ 88
VI. Perspektiven _____ 107
Anmerkungen _____ 112
LangtextEhrenamtliche Arbeit hat eine lange Tradition. Viele
sozia le Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Kulturbereich bestünden nicht mehr, wenn freiwillige MitarbeiterInnen nicht für ihr Fortbestehen sorgen würden. Freiwilligendienste sollen heute in Zeiten zunehmender Armut und Ausgrenzung wie immer in der Geschichte dazu beitragen, die Not der durch das kapitalistisch-patriarchale System Arm-Gemachten zu lindern und die Resozialisierung derjenigen zu unterstützen, die darin zu Fall gekommen sind. Das geht auch immer einher mit einer Kontrolle der Armen und Hilfsbedürftigen.
Damit sollen Protestpotenziale gezügelt und gleichzeitig soll der soziale Frieden hergestellt werden.
Schließlich werden nicht nur immer neue Begriffe für die Gratisarbeit erfunden, sondern auch immer neue Programme durch Bundesregierung und Wohlfahrtsverbände aufgelegt, die oft nichts weiter sind, als alter Wein in neuen Schläuchen.
Was werden sich Politik und Gesellschaft in der Zukunft noch einfallen lassen, um die Löcher im sozialen Netz billig zu stopfen, wenn auch die mit Taschengeld versehenen Freiwilligendienste nicht mehr ausreichen, um die Löcher im sozialen Netz zu stopfen?
Biografische Anmerkung zu den VerfassernGisela Notz geb. 1942, Dr. phil., ist Sozialwissenschaftlerin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Referentin in der Abteilung Sozial- und Zeitgeschichte der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn.
HauptbeschreibungEhrenamtliche Arbeit hat eine lange Tradition. Viele
sozia le Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Kulturbereich
bestünden nicht mehr, wenn „freiwillige“ MitarbeiterInnen
nicht für ihr Fortbestehen sorgen würden.
„Freiwilligendienste“ sollen heute in Zeiten zunehmender
Armut und Ausgrenzung – wie immer in der
Geschichte – dazu beitragen, die Not der durch das
kapitalistisch-patriarchale System Arm-Gemachten zu
lindern und die Resozialisierung derjenigen zu unterstützen,
die darin zu Fall gekommen sind. Das geht auch
immer einher mit einer Kontrolle der Armen und Hilfsbedürftigen.
Damit sollen Protestpotenziale gezügelt und
gleichzeitig soll der soziale Frieden hergestellt werden.
Schließlich werden nicht nur immer neue Begri e für
die „Gratisarbeit“ erfunden, sondern auch immer neue
Programme durch Bundesregierung und Wohlfahrtsverbände
aufgelegt, die oft nichts weiter sind, als alter
Wein in neuen Schläuchen.
Was werden sich Politik und Gesellschaft in der Zukunft
noch einfallen lassen, um die Löcher im sozialen Netz
billig zu stopfen, wenn auch die mit Taschengeld versehenen
„Freiwilligendienste“ nicht mehr ausreichen,
um die Löcher im sozialen Netz zu stopfen?
 
Details
VerfasserIn: Notz, Gisela
VerfasserInnenangabe: Gisela Notz
Jahr: 2012
Verlag: Neu-Ulm, Verein zur Förderung der sozialpolitischen Arbeit
Systematik: GS.SA
ISBN: 978-3-940865-28-1
Beschreibung: 1. Aufl., 122 S.
Mediengruppe: Buch