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Worüber wir nicht geredet haben
Arisierung, Verdrängung, Widerstand : ein Haus und die Geschichte zweier Familien
VerfasserIn: Pumberger, Klaus
Verfasserangabe: Klaus Pumberger
Jahr: 2015
Verlag: Innsbruck ; Wien ; Bozen, StudienVerlag
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Die Arisierung von Eigentum war im Deutschen Reich ab 1933 ein zentraler Bestandteil der Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen das arisierte Haus des Widerstandskämpfers Ludwig Beer sowie die beiden Familien – die Besitzerfamilie Beer und die Pächterfamilie Eppacher – mit ihren jeweiligen Geschichten.
 
 
Persönliche Familiengeschichten und Zeitgeschichte
Im Zuge der Option in Südtirol gelangt die Familie Eppacher aus einem Gebirgsdorf im Pustertal nach Wesenufer an der Donau. Dort wird sie Pächter des Hauses von Ludwig Beer, das von den Nazis im März 1940 beschlagnahmt wurde. Die Zusammenhänge zwischen Südtiroler Umsiedlung und Arisierung werden ausführlich beleuchtet. Zugleich wird das politische Leben von Ludwig Beer nachgezeichnet: illegale Aktivitäten im Austrofaschismus, Teilnahme am Spanischen Bürgerkrieg und in der französischen Résistance, Widerstand gegen die NS-Herrschaft in Wien sowie seine Hinrichtung am 20. September 1944 im KZ Dachau.
 
Das Buch leistet einen wichtigen Beitrag zur geschichtlichen Aufarbeitung und bietet erschütternde Einblicke in die Rechtspraxis der NS-Justiz. (Verlagstext)
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Vorwort 9 / Einleitung / Auf der Kager 5 / Ein Haus in der Provinz an der DonauZwei Familien: Beer und Eppacher 11 / Wien, um 1900 / Das jüdische Bürgertum / Die Welt von Familie Beer in der HauptstadtKomplizierte Spurensuche 15 / Auf der Kager 5, Wien, Oktober 1917 bis Frühjahr 1921 / Unterschiedliche Welten finden einander / Louis Beer und Rosa EckerNeue BesitzerHerausfordernde Recherchen 43 / Südtirol, nach dem Ersten Weltkrieg / "Wir waren Zerrissene" / Die Welt von Familie Eppacher im Dorf in den BergenUmgang mit einem Mythos 64 / Wien, April 1921 bis Februar 1938 / Sportler, Tischlerlehrling und Kommunist / Gesichter des jungen Ludwig BeerUnerwarteter Fund von Unterlagen 110 / Wien, März 1938 bis März 1939 / Familie Beer nach dem "Anschluss" / Ludwig Beer und sein MutEine persönliche Annäherung 135 / Spanien, April 1938 bis Februar 1939 / "Ich möchte mir die Front, an der ich kämpfe, selbst aussuchen" / Ludwig Beer nimmt am Bürgerkrieg teil75 Jahre später an denselben Orten 146 / Südtirol, Herbst 1939 / Die Option: bleiben oder gehen? / Familie Eppacher wählt die Auswanderung nach NS-Deutschland / Scham und Schweigen 163 / Südfrankreich, Februar 1939 bis Juni 1940 / ,Nie viel ich noch lernen muss" / Ludwig Beer interniert im LagerGespräch mit einer Zeitzeugin 182 / Auf der Kager 5, Sommer 1940 / Ein Haus, verwickelt in zwei Familiengeschichten / Umsiedlung und ArisierungLegenden und Selbst-Viktimisierung 192 / Frankreich, Juni 1940 bis Februar 1943 / "Sofort und ohne Unterbrechung alles riskieren" / Ludwig Beer in der RésistanceZufall hilft der historischen Forschung 226 / Auf der Kager 5, Stalingrad, Paris, September 1941 bis Februar 1943 / Die Kriegswende: / neue Hoffnung bei Ludwig Beer, tragischer Verlust bei Familie Eppacher / Reise nach Moskau und WolgogradZwei Generationen und ihre Sicht auf die / Familiengeschichte 233 / Wien, Frühjahr bis Sommer 1943 / "Kein Opfer mehr für Hitlers verlorenen Krieg!" / Ludwig Beer kehrt zurück: aktiv im Widerstand / Zeitgenössische Aussagen als wichtige Quelle 252 / Oberes Donautal, Linz, Wien, März 1942 bis September 1943 / "Das Vermögen des Juden Ludwig Beer ist verfallen" / Nächste Phase der ArisierungEin Haus meiner Geschichte 264 / Wien, August 1943 bis Februar 1945 / "Bitte wäre es Dir nicht möglich, mir ein paar gekochte Kartoffeln zu schicken?" / Die Gestapo schlägt zuPolitische Umbrüche erleichtern historische Aufarbeitung 271 / Dachau, Wien, Barandw, Viborg, Mauthausen, April 1944 bis April 1945 / "Heute ich, in ein paar Wochen ihr!" / Das Ende des Nationalsozialismus für beide FamilienReflexionen in Dachau 285 / Auf der Kager 5, Linz, Wien, September 1945 bis Dezember 1950 / "Ich bin dafür, die Sache in die Länge zu ziehen" / Die Restitution des Hauses an Rosa BeerBegegnungen am Schauplatz heute 298 / Epilog 309 / Dank 312 / Anmerkungen 315 / Literaturverzeichnis 363 / Archive 376 /
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Pumberger, Klaus
VerfasserInnenangabe: Klaus Pumberger
Jahr: 2015
Verlag: Innsbruck ; Wien ; Bozen, StudienVerlag
Systematik: GE.HSW
ISBN: 978-3-7065-5406-0
2. ISBN: 3-7065-5406-2
Beschreibung: 1. Auflage, 376 Seiten : Illustrationen
Mediengruppe: Buch