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4 von 10
Schwundgeld, Freiwirtschaft und Rassenwahn
Kapitalismuskritk von rechts: der Fall Silvio Gesell
VerfasserIn: Bierl, Peter
Verfasserangabe: Peter Bierl. Hrsg. von Friedrich Burschel
Jahr: 2012
Verlag: Hamburg, KVV konkret
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
 
Verlagstext:
 
Dieses Buch kommt im richtigen Moment, denn auch unter Linken, Globalisierungskritikern und Kapitalismusgegnern machen sich seit Jahren, in letzter Zeit verstärkt durch die irritierenden Umstände der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, die falschen Vorstellungen des Freiwirtschaftstheoretikers Silvio Gesell (1862–1930) wieder breit. Und auch wenn Gesell selber dem allgegenwärtigen Antisemitismus seiner Zeit weitgehend abhold war, bieten seine über weite Strecken rassistische Lehre, seine um die Produktionssphäre verkürzte Kapitalismuskritik, seine horriblen Visionen von einem neuen Manchesterkapitalismus, sein Sozialdarwinismus und seine Frauenfeindlichkeit noch heute vielen Verschwörungstheoretikern, rechten und antisemitischen Gegnern eines anonymen »Finanzkapitalismus«, aber eben auch wohlmeinenden und naiven Kritikern von »Geld und Zins« eine ideologische Heimstatt.
Bis heute fehlte eine kritische Gesamtdarstellung der Gesellianer bzw. der Freiwirtschaftsbewegung, ihrer Theorie und Entwicklung, ihrer Vorläufer und ihres aktuellen Einflusses in Deutschland. Sie endlich zu liefern ist das Anliegen dieses Buches, das sich an politisch und historisch Interessierte und Aktivisten in Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, antifaschistischen und globalisierungskritischen Gruppen wendet.
 
 
Stimmen zum Buch:
 
"Wenn die Wirtschaft nicht rund läuft und die Menschen in ihrer Existenz bedroht, dann bekommen wir die absonderlichsten Vorstellungen darüber zu Gehör, wer denn Schuld sein soll an dieser Situation. Mal sind es die „Arbeitsscheuen“ oder die „faulen Griechen“, mal sind es zockende Spekulanten von der US-amerikanischen Ostküste. Diese Vorstellungen haben ihren Entstehungsort zu wesentlichen Teilen im Bauch der betreffenden Redner- oder SchreiberInnen. Und sie verdichten sich nicht selten zu rassistischen, antisemitischen, sexistischen und anderen herrschaftsförmigen Ideologien. Silvio Gesell (1862 – 1930) kann als prototypischer Vertreter dieses Ad-Hoc-Antikapitalismus gelten.
Peter Bierl kommt das Verdienst zu eine 250-seitige Untersuchung über Gesell, seine Theorie, seine theoretischen Vorläufer, seine politischen Mitstreiter und seine EpigonInnen vorgelegt zu haben. Gesells theoretische Überlegungen zielen, so der Autor, auf einen sozialdarwinistischen Manchester-Kapitalismus ab, in dem Frauen in erster Linie die Rolle von Gebärmaschinen in einem rassifizierten Zuchtprogramm zukommt, in dem Arbeit und Plackerei zur höchsten menschlichen Tugend geadelt und Müßiggang verdammt wird.
Bierl handelt sowohl die praktischen Widersprüche und Probleme ab, in die sich historische wie aktuelle Versuche einer Umsetzung der Gesell’schen Lehre verstricken, als auch die bereits in seinen theoretischen Überlegungen verborgenen Widersprüche und kontrafaktischen Annahmen über die kapitalistische Realität."
 
Quelle: Julian Bierwirth, streifzuege.org
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Vorwort
Von Friedrich Burschel
Einleitung
Regionalgeld & Tauschringe
Marotten, Modelle und Moneten
"Die Welt ist keine Ware"
Zur Geschichte der verkürzten Kapitalismuskritik:
Frühsozialisten, Sozial-, Boden- und Geldreformer
Schwundgeld gegen Zinsknechtschaft
oder Wie werde ich meine Petroleumkocher los?
"Der Teufel soll die Kranken holen"
Sozialdarwinismus, Eugenik und Frauenfeindlichkeit
Von Proudhon zu Ludwig Erhard
Geschichte der Freiwirtschaft
Links blinken, rechts abbiegen
Mit der Natürlichen Wirtschaftsordnung
zum Green New Deal
 
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Bierl, Peter
VerfasserInnenangabe: Peter Bierl. Hrsg. von Friedrich Burschel
Jahr: 2012
Verlag: Hamburg, KVV konkret
Systematik: GW.VS
ISBN: 978-3-930786-64-0
2. ISBN: 3-930786-64-8
Beschreibung: 252 S.
Beteiligte Personen: Burschel, Friedrich
Fußnote: Literaturverz. S. 222 - 244
Mediengruppe: Buch