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1 von 891
Das Gehirn - ein Beziehungsorgan
eine phänomenologisch-ökologische Konzeption
VerfasserIn: Fuchs, Thomas
Verfasserangabe: Thomas Fuchs
Jahr: 2008
Verlag: Stuttgart, Kohlhammer
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HLG Fuchs / College 3f - Psychologie / Psychologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Denkt das Gehirn? Ist es der Schöpfer der erlebten Welt, der Konstrukteur des Subjekts? - Dieser verbreiteten Deutung der Neurowissenschaften stellt das Buch eine ökologische Konzeption gegenüber: Das Gehirn ist vor allem ein Vermittlungsorgan für die Beziehungen des lebendigen Organismus zur Umwelt und für unsere Beziehungen zu anderen Menschen. Diese vielfältigen Interaktionen verändern das Gehirn fortlaufend und machen es zu einem biographisch, sozial und kulturell geprägten Organ. Fazit: Es ist nicht das Gehirn für sich, sondern der lebendige Mensch, der fühlt, denkt und handelt. Diese Konzeption wird auf philosophischer, neurobiologischer und entwicklungspsychologischer Basis entwickelt. Ein gesonderter Abschnitt gilt ihren Konsequenzen für unser Verständnis psychischer Krankheit und für die psychologische Medizin.
 
"Thomas Fuchs schreibt eine Kritik der neuronalen Vernunft, eine fesselnde Studie. Die
Funktionsanalyse des Gehirns, die Fuchs entwirft, unterscheidet sich diametral von dem Bild, das die Protagonisten eines reduktionistischen Naturalismus von ihm zeichnen. Nicht nur entpuppt sich das Gehirn bei Fuchs als ein sozial, kulturell und geschichtlich geprägtes Organ. Vor allem erweist es sich als "das Organ der Freiheit". Fuchs hat das befreiende Wort gesprochen, auf das die neurowissenschaftliche Debatte hierzulande lange hat warten müssen." FAZ
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Vorwort 9
Prolog 13
Einleitung 16
Umsturz der Lebenswelt 16
Kampf um die Zitadelle 18
Vom Kopf auf die Füße 20
Teil A: Kritik des neurobiologischen Reduktionismus 25
1 Kosmos im Kopf? 25
1.1 Das idealistische Erbe der Hirnforschung 27
1.2 Erste Kritik: Verkörperte Wahrnehmung 30
1.2.1 Wahrnehmung und Bewegung 30
1.2.2 Koextension von Leib und Körper 33
1.3 Zweite Kritik: Die Objektivität der phänomenalen Welt 41
1.3.1 Der Raum der Wahrnehmung 41
1.3.2 Die objektivierende Leistung der Wahrnehmung 42
1.4 Dritte Kritik: Die Realität der Farben 45
1.5 Zusammenfassung 47
2 Das Gehirn als Erbe des Subjekts? 51
2.1 Erste Kritik: Die Irreduzibilität von Subjektivität 53
2.1.1 Phänomenales Bewusstsein 53
2.1.2 Intentionalität 56
2.1.2.1 Intentionalität und phänomenales Bewusstsein 57
2.1.2.2 Intentionalität und Repräsentation 59
2.2 Zweite Kritik: Kategorienfehler 65
2.2.1 Mereologischer Fehlschluss 65
2.2.2 Lokalisatorischer Fehlschluss 68
2.3 Dritte Kritik: Ohnmächtiges Subjekt? 77
2.3.1 Die Einheit der Handlung 77
2.3.2 Die Rolle des Bewusstseins 81
2.4 Zusammenfassung: Der Primat der Lebenswelt 86
Teil B: Gehirn - Leib - Person 93
3 Grundlagen: Subjektivität und Leben 95
3.1 Verkörperte Subjektivität 95
3.1.1 Der Leib als Subjekt 96
3.1.2 Der Doppelaspekt von Leib und Körper 99
3.1.3 Biologischer und personaler Doppelaspekt 103
3.2 Ökologische Biologie 111
3.2.1 Selbstorganisation und Autonomie 111
3.2.2 Kommunikation von Organismus und Umwelt 112
3.2.3 Subjektivität 117
3.2.4 Zusammenfassung 119
3.3 Zirkuläre und integrale Kausalität von Lebewesen 121
3.3.1 Vertikale zirkuläre Kausalität 121
3.3.2 Horizontale zirkuläre Kausalität 123
3.3.3 Vermögen als Grundlage integraler Kausalität 125
3.3.4 Zusammenfassung 129
4 Das Gehirn als Organ des Lebewesens 132
4.1 Das Gehirn im Organismus 134
4.1.1 Das innere Milieu 134
4.1.2 Der Körper im Hintergrund 136
4.1.3 Körper und Gefühle 137
4.1.4 Zusammenfassung 140
4.2 Die Einheit von Gehirn, Organismus und Umwelt 141
4.2.1 Lineare versus zirkuläre Organismus-Umwelt-Beziehung. 141
4.2.2 Bewusstsein als Integral 149
4.2.3 Neuroplastizität und die Inkorporation von Erfahrung... 153
4.2.4 Transformation und Transparenz 158
4.2.5 Information, Repräsentation und Resonanz 167
4.2.5.1 Information 167
4.2.5.2 Repräsentation 169
4.2.5.3 Resonanz 175
4.2.6 Zusammenfassung: Vermittelte Unmittelbarkeit 177
Inhalt
5 Das Gehirn als Organ der Person 180
5.1 Primäre Intersubjektivität 183
5.1.1 Pränatale Entwicklung 183
5.1.2 Zwischenleiblichkeit und Interaffektivität 184
5.1.3 Interaktives Gedächtnis 188
5.2 Neurobiologische Grundlagen 190
5.2.1 Das Bindungssystem 191
5.2.2 Das System der Spiegelneurone 195
5.2.2.1 Grundlagen 195
5.2.2.2 Simulation oder Resonanz? 199
5.2.2.3 Differenzierung von Selbst und Anderem 201
5.3 Sekundäre Intersubjektivität 203
5.3.1 Die Neunmonatsrevolution 203
5.3.2 Die Entwicklung der Sprache 205
5.3.2.1 Sprache als soziale Praxis 205
5.3.2.2 Neurobiologische Grundlagen 207
5.3.3 Ausblick: Sprache, Denken und Perspektivenübernahme
210
5.4 Zusammenfassung: Gehirn und Kultur 214
6 Der Doppelaspekt der Person 218
6.1 Mentales, Physisches und Lebendiges 218
6.2 Abgrenzung von Identitätstheorien 225
6.2.1 Das Problem der Einheit des Referenten 225
6.2.2 Diachrone Einheit der Subjektivität 230
6.3 Abgrenzung von Emergenztheorien 233
6.3.1 Emergenz versus Primat der Funktion 233
6.3.2 Kausalität und Doppelaspekt 236
6.4 Schlussfolgerungen: Psychophysische Beziehungen 244
6.4.1 Intentionale und psychologische Bestimmung
von physiologischen Prozessen 245
6.4.2 "Psychosomatische" und "somatopsychische"
Zusammenhänge 249
6.5 Zusammenfassung 253
7 Konsequenzen für die psychologische Medizin 257
7.1 Welche Theorie wählen? 257
7.2 Psychisches Kranksein als zirkuläres Geschehen 263
7.3 Zirkuläre Kausalität in der Pathogenese 268
Inhalt
7.4 Therapeutische Ansätze unter dem Doppelaspekt 273
7.4.1 Somatotherapie 274
7.4.2 Psychotherapie 276
7.4.3 Vergleich der Therapieansätze 278
7.5 Zusammenfassung: Die Rolle der Subjektivität 280
Schluss 283
Gehirn und Person 283
Die Reichweite neurobiologischer Erkenntnisse 288
Naturalistisches oder personalistisches Menschenbild? 290
Literatur 299
Sachregister 321
Personenregister 324
 
 
Details
VerfasserIn: Fuchs, Thomas
VerfasserInnenangabe: Thomas Fuchs
Jahr: 2008
Verlag: Stuttgart, Kohlhammer
Systematik: PI.HLG
ISBN: 978-3-17-019291-1
2. ISBN: 3-17-019291-4
Beschreibung: 1. Aufl., 324 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. S. 299 - 319
Mediengruppe: Buch