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Die Erfindung der Wolken
wie ein unbekannter Meteorologe die Sprache des Himmels erforschte
VerfasserIn: Hamblyn, Richard
Verfasserangabe: Richard Hamblyn. Aus dem Engl. von Ilse Strasmann
Jahr: 2001
Verlag: Frankfurt am Main [u.a.], Insel-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Eine Biografie über Luke Howard, einen der ersten wissenschaftlich arbeitenden Meteorologen.
An einem Dezemberabend des Jahres 1802 hält ein bis dahin völlig unbekannter Mann in einem dunklen Londoner Laboratorium einen Vortrag über das Wetter und die Wolken - nicht ahnend, daß er damit zu einer europäischen Berühmtheit werden und eine wissenschaftliche Disziplin begründen sollte. Der junge Mann hieß Luke Howard (1772-1864).Daß seine Vorlesung gut besucht war, ist kaum verwunderlich. Öffentliche Vorträge dieser Art waren keine Seltenheit am Ende der Aufklärung; sogenannte "Theater des Wissens" wurden zu festen Institutionen, von Intellektuellen, Künstlern und vom einfachen Publikum gleichermaßen besucht. Und das Wetter war ein Thema, über das jeder gern mitreden wollte.Bereits früh hatte sich Howard mit meteorologischen Fragen befaßt, beeindruckt - wie viele seiner Zeitgenossen - durch das sogenannte Vulkanjahr 1783, mit seinem plötzlichen Klimawechsel, mit Hurricans und Erdbeben, mit Ereignissen, die halb Europa in Panik versetzten - und die auch ein Defizit der Wettervorh ersage offenbarten, dem man mit Messungen und mit Ballonflügen zu begegnen versuchte.Richard Hamblyn erzählt die Biographie jenes Mannes, der - erstaunlich genug - aus den kleinen Verhältnissen einer Londoner Quäkerfamilie in die höchsten Ränge der Wissenschaft seiner Zeit aufstieg, und dies mit der Beobachtung von Wolkenformationen. Anschaulich schildert Hamblyn auch die gesellschaftlichen Verhältnisse und die wissenschaftlichen Entdeckungen des frühen 19. Jahrhunderts sowie die Geschichte und die Kulturgeschichte der Meteorologie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.Wettervorhersagen sind keine Erfindung der Neuzeit; schon im Alten Testament und in der griechischen Mythologie spielen Wolken eine wesentliche Rolle; und auch die Philosophen, von den Vorsokratikern bis Descartes, sahen zu ihnen auf. Aber erst im 18. Jahrhundert wurde das Wetter Gegenstand wissenschaftlicher Erforschung. Und erst Howard gelang in seiner Studie 'On the modifications of clouds' die Benennung der dr ei grundlegenden Wolkentypen Cirrus, Cumulus und Stratus sowie ihrer Mischformen.Mit dieser - noch immer gültigen - Klassifikation wurde Howard rasch international bekannt. Auch Goethe wurde auf ihn aufmerksam, 1820 schrieb er sogar einen eigenen Hymnus auf den englischen Forscher. Die Wandelbarkeit der Wolken war ihm ein besonders anschauliches Beispiel für seine Theorie der Metamorphose und Steigerung; noch 1830 läßt er Faust durch die Regionen von Stratus, Cumulus und Cirrus zum Himmel aufsteigen.Howards Wolkensystem ist noch immer, nach 200 Jahren, ein wesentlicher Bestandteil der modernen Meteorologie, der Wetterkunde, deren Bedeutung gerade in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen hat: insbesondere in der Beobachtung und Bewältigung der bedrängenden Umweltprobleme. (Quelle: amazon.de)
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
Prolog: Die unnütze Jagd auf Gespenster 9
 
1. Die Bühne der Wissenschaft 13
2. Eine kurze Geschichte der Wolken 25
3. Der Wolkenbote 45
4. Aus Kindheit und Jugend 51
5. Die Gesellschaft der Askesianer 74
6. Andere Klassifikationen 104
7. Die Veröffentlichung 127
8. Wachsender Einfluß 159
9. Ruhm 184
10. Die Beaufortskala 202
11. Goethe und Constable 227
12. Das Internationale Jahr der Wolken 255
 
Epilog: Ein Leben in der Zukunft 274
Anhang
Arten und Unterarten der Wolkengattungen 283
Anmerkungen 286
Danksagung 307
Personenregister 308
Details
VerfasserIn: Hamblyn, Richard
VerfasserInnenangabe: Richard Hamblyn. Aus dem Engl. von Ilse Strasmann
Jahr: 2001
Verlag: Frankfurt am Main [u.a.], Insel-Verl.
Systematik: NN.EN
ISBN: 3-458-17084-7
Beschreibung: 1. Aufl., 311 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Strasmann, Ilse [Übers.]
Originaltitel: The invention of clouds <dt.>
Mediengruppe: Buch