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Regionalisierung als Abkehr vom Fortschrittsdenken
zur Unvereinbarkeit von starker Nachhaltigkeit und klassischer Modernisierung
VerfasserIn: Hanke, Gerolf
Verfasserangabe: Gerolf Hanke
Jahr: 2014
Verlag: Marburg, Metropolis-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
 
Verlagstext:
 
Dass Krisen zum Kapitalismus dazugehören, ja dass sie notwendig sind, um immer wieder neue Anpassungen des Systems zu ermöglichen, ist mittlerweile zur Binsenweisheit ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Theorie geworden. Aber gilt dies auch für die ökologische Krise, die sich unabhängig der medialen Aufmerksamkeitsschwankungen Jahr für Jahr bedrohlicher ausnimmt? Mit Klimawandel und Ressourcenverknappung stehen zusehends Probleme ins Haus, die grundsätzliche Fragen an das wirtschaftliche und kulturelle Modell westlicher Konsumgesellschaften aufwerfen. Und diese Frage bleiben nicht rhetorisch: mit dem sich abzeichnenden Ende der Ära billigen und leichtverfügbaren Erdöls ("Peak Oil") geht der sich globalisierenden Industriemoderne zusehends der Treibstoff aus. Der Steigerungslogik dieser auf Expansion ausgelegten Moderne und ihrem Verständnis von "Fortschritt", das wird immer deutlicher, sind Grenzen gesetzt, die wir entweder rechtzeitig zu akzeptieren und unseren Lebensstil entsprechend - by design - anzupassen haben; oder die wir alsbald und weitaus schmerzlicher - by desaster - aufgezeigt bekommen werden.
 
 
Als Designvorschlag bietet Gerolf Hanke die Orientierung auf eine stärker regional ausgerichtete Wirtschafts- und Lebensform an. Als deren Bausteine skizziert er Ernährungssouveränität, Energieautonomie, Währungsautonomie und die Selbstverwaltung von Allmendegütern. Plausibel zeigt er auf, dass der Umbau zu einer Regionalökonomie weniger mit technischen als mit sozialen Innovationen einhergeht; und dass solche Regionalisierungsprozesse nicht nur nötig sondern auch attraktiv genug sind, um die nicht-nachhaltigen Leitbilder von Fortschritt durch Steigerung und Expansion zu überwinden. Nicht aufgrund intellektueller Einsicht, sondern vermittels alltäglicher Praxis. Denn die gelebte weil notwendige Selbstbegrenzung in einer Regionalökonomie, die quantitative und qualitative Änderung des Konsumverhaltens, die Erfahrung gemeinschaftlicher Produktion und die neue Übersichtlichkeit ökonomischer und sozialer Strukturen ermöglichen die Lösung von den Denkstrukturen der Moderne.
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
 
Einleitung 9
 
1Entgrenzung als Ideologie und Praxis 17
 
1.1 Die Grundlagen des modernen Fortschrittsdenkens 18
 
1.2 Die falsch verstandene Evolutionstheorie 22
 
1.2.1 Darwins Erkenntnis 23
 
1.2.2 Darwinismus und Lamarckismus 25
 
1.2.3 Sozialdarwinismus 27
 
1.2.4 Philosophische Anthropologie 30
 
1.3 Die Hochmoderne, ihre Theorien, Praktiken und Grenzen 37
 
1.3.1 Soziologische Modernisierungstheorien 37
 
1.3.2 Ökonomische Entgrenzung 41
 
1.3.3 Soziale Beschleunigung 48
 
1.3.4 Radikale Modernisierungskritik - das Ende der Entgrenzung? 50
 
1.4 Zusammenfassung, Zwischenbilanz, Ausblick 55
 
2Regionalisierung als (Selbst-)Begrenzung 59
 
2.1 Ausgangslage 60
 
2.1.1 Peak Oil als Katalysator 62
 
2.1.2 Technologische vswirtschaftliche/soziokulturelle Innovationen 66
 
2.1.3 Wechselwirkungen 70
 
2.2 Regionalisierung - die neue Unabhängigkeit 73
 
2.2.1 Was heißt Regionalisierung? 74
 
2.2.2 Leitbild Resilienz 78
 
2.2.3 Ernährungsautonomie 79
 
2.2.3.1 Exkurs: Kubas Weg in die Ernährungssouveränität 82
 
2.2.4 Energieautonomie 85
 
2.2.5 Währungsautonomie 91
 
2.2.6 Selbstverwaltung der Allmende 94
 
2.2.7 Effekte einer Regionalisierung 96
 
2.2.7.1 Ökologische und soziokulturelle Effekte 96
 
2.2.7.2 Politikwechsel 100
 
2.2.7.3 Mögliche Problemfelder 103
 
2.3 Exkurs: Ein anderer Wohlstandsbegriff- is small beautiful? 105
 
2.3.1 Wohlstand als Optimierungsaufgabe 106
 
2.3.2 Eine Ergänzung: Sozialer Raumwohlstand 109
 
3Conclusio: Regionalisierung als Abkehr vom Fortschrittsdenken? 117
 
Schlussbetrachtung 125
 
Literaturverzeichnis 127
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Hanke, Gerolf
VerfasserInnenangabe: Gerolf Hanke
Jahr: 2014
Verlag: Marburg, Metropolis-Verl.
Systematik: GW.S
ISBN: 978-3-7316-1050-2
2. ISBN: 3-7316-1050-7
Beschreibung: 146 S. : Ill.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. S. [127] - 146
Mediengruppe: Buch