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Die Aufgabe der Gestaltpsychologie
VerfasserIn: Köhler, Wolfgang
Verfasserangabe: Wolfgang Köhler. Mit einer Einführung von Carroll C. Pratt. [Übers. aus d. Engl. von Hertha Kopfermann und Lili Köhler]
Jahr: 1971
Verlag: Berlin [u.a.], de Gruyter
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Die Gestaltpsychologie, Gestalttheorie, Ganzheits-, Denk- oder Strukturpsychologie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Max Wertheimer (1880-1943) begründet, wobei er sich auf eine Begriffsbildung von Christian von Ehrenfels (1859-1932) bezog, der 1890 den Aufsatz »Über Gestaltqualitäten« veröffentlicht hatte (siehe Stichwort Gestaltqualitäten).
Die für die Gestalttherapie wichtigsten Vertreter der Gestaltpsychologie sind Wolfgang Köhler (1887-1969), Kurt Lewin (1890-1947) und Kurt Goldstein (1878-1965), alles Vertreter der sog. »(Frankfurt-)Berliner Schule« der Gestaltpsychologie, die in den 1930er Jahren aus Deutschland vor dem Faschismus in die USA fliehen mussten.
Im Gegensatz zu der damals vorherrschenden Assoziationspychologie widmete sich die Gestaltpsychologie der Erforschung, wie der Mensch »Figuren«, »Ganzheiten«, »Felder« und »Sinneinheiten« wahrnimmt. Die Grundannahme lautete, dass der Wahrnehmungsapparat nicht mechanisch die Objekte der Umgebung abbildet und dem Gehirn zur Begutachtung vorlegt, sondern bereits strukuriert. Ein einfaches Beispiel sind Punkte, die auf einer imaginären Kreislinie angeordnet sind: Das Auge nimmt sie, wenn sie in hinreichender Dichte vorliegen, bereits als Kreis wahr.
Die ersten Anstrengungen der Gestaltpsychologen gingen dahin, diese Grundannahme experimentell nachzuweisen. Kurt Goldstein hat sich als Neurologe auch um den gehirnphysiologischen Nachweis für die Richtigkeit der gestaltpsychologischen Hypothesen bemüht. Die Gestaltpsychologie war dabei so erfolgreich, dass sie in ihrer wahrnehmungstheoretischen Dimension ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als allgemeingültig in der Psychologie anerkannt wurde.
Die am Beispiel der Wahrnehmung gewonnenen Grundlagen wurden von den Gestaltpsychologen jedoch auch auf alle anderen Bereiche der Psychologie übertragen. Kurt Lewin etwa hat sie mit der Feldtheorie zu einer Sozialpsychologie ausgebaut. Trotz einer heute weit verbreiteten positiven Bezugnahme auf den begriff »Ganzheit« hat sich diese Dimension der Gestaltpsychologie weit weniger durchgesetzt.
 
INHALTSVERZEICHNIS
 
WOLFGANG KÖHLER, 1887-1967 - Einführung
von Carroll C. Pratt
 
D I E AUFGABE DER GESTALTPSYCHOLOGIE
 
I Die Anfänge der Gestaltpsychologie
II Gestaltpsychologie und Naturwissenschaft
III Der gegenwärtige Stand der Gestaltpsychologie
IV Was ist das Denken?
Quellennachweis zu den Abbildungen der Vorlesung
 
Details
VerfasserIn: Köhler, Wolfgang
VerfasserInnenangabe: Wolfgang Köhler. Mit einer Einführung von Carroll C. Pratt. [Übers. aus d. Engl. von Hertha Kopfermann und Lili Köhler]
Jahr: 1971
Verlag: Berlin [u.a.], de Gruyter
Systematik: PI.HPH
ISBN: 3-11-001867-5
2. ISBN: 978-3-11-001867-7
Beschreibung: 122 S. : Ill., graph. Darst.
Schlagwörter: Gestaltpsychologie
Sprache: ger
Originaltitel: The task of gestalt psychology <dt.>
Fußnote: Literaturangaben
Mediengruppe: Buch