X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


26 von 72
Macht und Entscheidung
die Herausbildung der Weltbilder und die Wertfrage
VerfasserIn: Kondylis, Panajotis
Verfasserangabe: Panajotis Kondylis
Jahr: 1984
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.AT Kon / College 3x - Magazin: bitte wenden Sie sich an die Infotheke Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Panajotis Kondylis (* 17. August 1943 in Olympia; † 11. Juli 1998 in Athen) war ein griechischer Philosoph und Schriftsteller, der vor allem im deutschsprachigen Bereich Wirkung erzielte. Kondylis strebte keine akademische Karriere an; er war vielmehr der Auffassung, dass "die akademische Philosophie tot und begraben ist", und zog es vor, als „Privatgelehrter“ zu wirken. Die umfassende Beherrschung der relevanten Primär- und Sekundärliteratur, verbunden mit wohlkalkulierten Verstößen gegen einige akademische Gepflogenheiten, machte das Aufklärungsbuch zu einem Geheimtipp unter Intellektuellen, unter anderem auch unter Rechtsintellektuellen in der Nachfolge Carl Schmitts (Armin Mohler u.a.). Inzwischen gilt das Buch, das wohl meist ohne Kenntnis der philosophischen Standortbestimmung Kondylis' benutzt wird, als Standard- und Nachschlagewerk. Insbesondere Kondylis' Differenzierung zwischen dem sensualistischen Rationalismus der Aufklärung und dem intellektualistischen Rationalismus der Descartes-Ära hat sich weithin durchgesetzt. Wie stark die Anregungen durch den in den früheren Arbeiten nur selten zitierten, aber trotzdem stets präsenten Carl Schmitt waren, geht aus dem dritten Buch hervor, Macht und Entscheidung. Die Herausbildung der Weltbilder und die Wertfrage (1983), in dem Kondylis die allgemeine theoretische Grundlage seiner früheren Veröffentlichungen darlegt. Weltbilder gehen demnach aus bestimmten, von Kondylis nur formal charakterisierten Grundentscheidungen hervor, mit denen zugleich die Grundlinien auf der Karte der semantischen Welt gezogen werden. Kondylis schreibt mit einem weberianischen Pathos der Wertfreiheit und argumentiert zudem dezidiert - und mit Lust an der Provokation - nihilistisch und anti-universalistisch. Das Buch endet mit einigen Sätzen, die als persönliches Bekenntnis des Verfassers verstanden werden müssen: Es gebe zwar keinen Grund, sich nicht umzubringen, aber es sei immerhin interessant, die geistigen Auseinandersetzungen der Vergangenheit und Gegenwart zu verfolgen. Diese Selbstverortung des Autors, der die philosophische Polemik nicht nur zum Gegenstand seiner Untersuchungen macht, sondern sie auch als Form seines eigenen Denkens und Schreibens praktiziert, unterscheidet ihn von jedem anderen deutschsprachigen Philosophiehistoriker der Nachkriegszeit, mit Ausnahme von Hans Blumenberg.
Details
VerfasserIn: Kondylis, Panajotis
VerfasserInnenangabe: Panajotis Kondylis
Jahr: 1984
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Systematik: GS.AT
ISBN: 3-608-91113-8
Beschreibung: 129 S.
Mediengruppe: Buch