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Die Kinderkrankmacher
zwischen Leistungsdruck und Perfektion - Das Geschäft mit unseren Kindern
Verfasserangabe: Beate Frenkel ; Astrid Randerath. In Zsarb. mit Nina Brodbeck
Jahr: 2015
Verlag: Freiburg im Breisgau, Herder
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
(I-15/04-C3) (GM ZWs / PL)
 
Kinder müssen funktionieren und perfekt sein - so will es die Gesellschaft!
Früher wurden Kinder mit dem Rohrstock gedrillt, heute sollen Psychopharmaka helfen, dass auch die Kleinsten funktionieren. Eltern fühlen sich unter Druck gesetzt. Fürchten um die Zukunftsperspektiven ihres Nachwuchses. Das hat die Pharmaindustrie erkannt und macht sich diese Ängste zunutze, um daraus Kapital zu schlagen. Sie hat ihre neue Zielgruppe, die Kinder und Jugendlichen, fest im Griff. Die sind heute angeblich schon krank, wenn sie zappelig, laut oder auch still sind. Gegen all das gibt es Pillen. Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Kinder.
 
Nach dem Boom der ADHS-Medikamente, werden jetzt neue Diagnosen gestellt; neue Pillen verschrieben. Schwermütig, ängstliche, traurige Kinder bekommen starke Neuroleptika oder Antidepressiva verordnet, die für Kinder nicht entwickelt wurden. Was machen diese Medikamente langfristig mit unseren Kindern? Die möglichen Nebenwirkungen und Folgen sollten alarmieren: Fettleibigkeit, Diabetes oder schwere Hormonstörungen gehören dazu.
 
Aus dem Druck zu funktionieren und dem Wunsch sich zu perfektionieren entsteht für Kinder eine gefährliche Mischung: Sie wollen nicht nur ein brilliantes Abitur machen, sondern auch makellos aussehen. Immer öfter äußern sogar schon Kinder den Wunsch nach einer Schönheits-OP.
 
»Wie kann das alles sein? Wir haben uns auf die Suche gemacht. Mit Wissenschaftlern gesprochen, die seit Jahren ein Krankmachen von Kindern beobachten und davor eindringlich warnen. Mit Eltern, die unter Druck gesetzt werden und keinen anderen Ausweg sehen als die Pillen. Mit Lehrern, die Angst vor dem Unterricht haben, völlig ausgelaugt sind, weil Kinder nicht mehr beschulbar sind. Mit Ärzten, die von der Pharmaindustrie umworben werden, damit sie Psychopillen verschreiben. Mit Pharmainsidern, die ihre Tricks verraten, um Medikamente auch an die jüngsten Patienten zu bringen. Und mit Kindern, die schwerste Nebenwirkungen erlitten haben: Jungen, denen Brüste wuchsen. Junge Erwachsene, die sagen ihr Leben sei durch die Psychopillen zerstört worden. Mit Eltern, deren Kinder den Tablettenkonsum nicht überlebten. Und mit Eltern, Lehrern und Ärzten, die bei all dem nicht mehr mitmachen wollen und uns zeigen, dass es auch anders geht - ohne Medikamente.
 
Verhaltensauffällige Kinder sind ein großer Markt. Denn sie sind ja angeblich krank, und damit sie (wieder) so werden, wie sie sein sollen, müssen sie zuerst gesundgemacht werden. Sagen zumindest die, die daran verdienen. Denn die neuen Krankheiten sind ein Milliarden-Geschäft. Milliardenbeträge, die in die Taschen der Pharmaindustrie wandern.«
 
Aus dem Vorwort
 
Was macht der Optimierungswahn mit dem Nachwuchs in unserem Landes? Was sagt das über uns als Gesellschaft aus? Und was können wir tun?
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Vorwort
"Lassen Sie sich durch mich nicht stören" 11
Kapitel I
Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein
1Kindheit als Symptom 17
"Es hilft ihr, sich in der Schule zu konzentrieren" - warum
Angelina Medikamente bekommt o Pillen für die Kinderpsyche
° Wenn aus verhaltensauffalligen Kindern kranke
Kinder werden o "Hallo Opa, ich bin auch noch da!" -
Aufmerksamkeit braucht Zeit o Kein Raum für Entwicklung
- kein Raum für Anderssein o Wo die wilden Kerle
wohnten - Pathologisierung eines Geschlechts ° Wir Spielverderber!
2Eltern unter Druck 35
Optimierte Kindheit o Kampfplatz Klassenzimmer o "Für
den Unterricht gefugig gemacht" - Grundschulkinder in
Zeiten von ADHS ° Das Leid der Kinder o "Dann landest du
bei den Pennern unter der Brücke" - ein Gespräch über die
Nöte von Schülern
3Lehrer unter Druck 61
Sozialarbeiter, Psychotherapeut, Hausmeister - warum
Lehrer überfordert sind o Mit dem Rechtsanwalt in die
Schule - Eltern haben und machen Stress o "Das ist Krieg" -
Respekt muss man vorleben o Pillen statt Pestalozzi
4Eine überforderte Gesellschaft schafft überforderte
Kinder 73
Was wir Kindern vorleben o Die Pille, die liebenswert macht
o Zum Wohl der Kinder?
Kapitel II
Pillen für den Zappelphilipp, Kohle für die
Pharmaindustrie - die unglaubliche Karriere einer
Verhaltensstörung
1Ein Pharmainsider packt aus 89
Wie man die Ärzte gewinnt o Wie man sich mit den Universitäten
vernetzt und Einfluss auf die Forschung nimmt o
Warum es sich lohnt, in den Nachwuchs zu investieren o
Warum Studien gerne gefördert werden o Warum sich
Kongresse rechnen o Über langfristige "Kundenbindung"
2"Geben und Nehmen" - der tiefreichende Einfluss
der Pharmaindustrie 95
"Es wurde sofort medikamentiert" - ein Vater verliert das
Vertrauen o Korruption in der Medizin o Ein selbstverständliches
Miteinander o Die Pharmaindustrie als Geldgeber o
"ADHS, ja oder nein?" - wie Lehrer in den Dienst der
Pharmaindustrie geraten
3Die Rolle der Wissenschaft 109
Wissenschaft im Zeichen der Pharmaindustrie? o Anwendungsbeobachtungen
- Forschung oder Werbung?
4Legal, illegal..- kann die Pharmaindustrie
eigentlich machen, was sie will? 114
Ich war's nicht - die Sache mit den Interessenkonflikten o
Kontrolle? Fehlanzeige! o Unter den Fittichen der Pharmaindustrie?
Die Rolle der Politik
6
5Fluch oder Segen? - Pillen für den Zappelphilipp 123
Dem Mittel sei Dank! - Werbung im Zeichen der Pharmaindustrie
o Zu Risiken und Nebenwirkungen ..o ADHS bei
Erwachsenen o "Das schafft doch kein Mensch einfach so" -
warum ein Erwachsener Ritalin nimmt o Schöne Aussichten?
Kapitel III
Nur fiir Erwachsene!? - alte Pillen, neue Kinderkrankheiten
1Neuroleptika: "Gehirnweichmacher" fiir Trotzköpfe
und Angsthasen 134
Erst ADHS und nun noch Asperger - Sven kann einfach
nicht "normal" sein o "Darf man das?" - Neuroleptika
gegen Autismus, Asperger & Coo "Sie haben ihm seine
Kindheit geraubt" - Warum einem Jungen Brüste wuchsen
o Bipolare Störungen - oder Wie Risperdal zum Milliardengeschäft
in den USA wurde ° "Sagten Sie Gott?" - wie ein
Kinderpsychiater eine Krankheit erschuf o Milliarden-
Strafen o "Hopplahopp eine Fehldiagnose" - der Fall
Bastian So Der schwierige Kampf fiir die Rechte junger
Patienten
2Depressionen: Wenn Kinder schwermütig werden158
Nebenwirkung - Suizid o "Was soll schon passieren?" - der
Fall Candace ° Schneller Griff zum Rezeptblock
3Neue Krankheiten: Traurigkeit, Wut und Prüfungsangst
167
Die passende Krankheit zur Pille o Bist du noch normal oder
spinnst du schon? o Normierung der Gefühle
7
Kapitel IV
Spieglein, Spieglein an der Wand - Schönheitswahn und
Perfektion
1Schönheitsoperationen: Der Kindertraum vom
Katalogkörper 181
Kinderkörper als Problemzonen o Pink, sexy, kaufkräftig -
Mädchen in der Schönheitsfalle o Makellos schön - spielend
den Körper optimieren o "Man hat ja überall diese Vorbilder
" - warum sich Liesa Marie Silikon einsetzen lässt
2Antibabypillen: Das gefährliche Versprechen von der
makellosen Haut 191
Kauf zwei, zahl eins! " "Von diesen Nebenwirkungen habe
ich nichts gewusst" o "Die reden sich raus" - eine junge
Frau kämpft gegen einen Pharmariesen o Kritik an Ärzten
3Hormontherapie: Ist Ihr Kind auch zu klein für sein
Alter? 202
"Nur ein kleiner Pieks" - größer werden, normaler werden?
o Zu laut, zu leise, zu dick, zu klein - die große Angst ums
Kind
Kapitel V
Die Kinderstarkmacher
1Alle in einem Boot 212
In Schwedt gibt es eine Tagesgruppe, in der ausschließlich
Kinder mit Verhaltensstörungen betreut werden o Hinaus in
den Wald - zur Schnitzeljagd o Alle in einem Boot " Warten
können o Goldklumpen finden - kleine Schritte, große
Erfolge
2Sein Leben selbst in die Hand nehmen - mit
Neurofeedback gegen ADHS 222
8
3"Da war plötzlich Konzentration!" 227
Interview mit Rechtsanwalt Jürgen PetersEr macht mit
Schülern Improvisationstheater - und hat großen Erfolg
damit
4"Warum französische Kinder kein ADHS haben" 233
US-Familientherapeutin Marilyn Wedge - Familientherapie
statt Psychopharmaka
5Gemeinsam zum Wohl des Kindes - Eltern und
Lehrer ziehen an einem Strang 238
"Lehrer, die ihn mit Liebe und Herz auf den richtigen Weg
bringen" - Bettina V., Tims Mutter, erzählt o "Wir
versuchen, eng mit den Eltern zusammenzuarbeiten" -
Gudrun Hadrian, Tims Lehrerin, erzählt
6Bestechung, mangelnde Transparenz und was man
dagegen tun kann 243
Interview mit DrChristiane Fischer von der Initiative
unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte (MEZIS)
7Verantwortung als Schulfach 249
An der Evangelischen Schule Berlin Zentrum ist vieles
andersAber ist es auch besser? Ein Schulbesuch o Aus
Erfahrung wird man klug o Sinnvolles tun, Verantwortung
übernehmen o Im Gehen lernt sich's besser o Du kannst
statt du musst o "Simply beautifiil" - starke Mädchen
machen mobil ° junge, zeig, was in dir steckt Eigeninitiative
fördern
Dank 261
Anmerkungen 263
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Beate Frenkel ; Astrid Randerath. In Zsarb. mit Nina Brodbeck
Jahr: 2015
Verlag: Freiburg im Breisgau, Herder
Systematik: PN.E, I-15/04
ISBN: 978-3-451-31198-7
2. ISBN: 3-451-31198-4
Beschreibung: 1. Aufl., 256 S.
Schlagwörter: Arzneimittel, Arzneiverordnung, Kind, Leistungsdruck, Machtmissbrauch, Perfektionismus, Pharmazeutische Industrie, Droge, Stress, Arznei, Arzneidroge, Arzneimittel / Chemische Industrie, Arzneimittelindustrie, Arzneimittelwirkstoff, Arzneistoff, Child (eng), Childhood (eng), Children (eng), Fertigarzneimittel, Kinder, Kindesalter, Kindheit, Kindschaft, Macht / Missbrauch, Medikament, Pharma-Industrie , Pharmaindustrie, Pharmakon, Pharmakonzern, Pharmazeutikum, Pharmazeutischer Wirkstoff, Pharmazieindustrie, Adoptivkind, Antibiotikum, Arzneimittelwirtschaft, Ausländisches Kind, Chemische Industrie, Erwachsenes Kind, Findelkind, Heilmittel, Homöopathisches Arzneimittel, Junge, Kind <4-10 Jahre>, Lebensalter , Missbrauch, Mädchen, Naturheilmittel, Verdingkind, Wildes Kind, Zweitgeborenes
Beteiligte Personen: Brodbeck, Nina
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Buch