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Perfect body
Körperkult, Schlankheitswahn und Fitnessrummel
VerfasserIn: Waldrich, Hans-Peter
Verfasserangabe: Hans-Peter Waldrich. Unter Mitarb. von Esra Bozkurt und Anne Landhäußer
Jahr: 2004
Verlag: Köln, PapyRossa-Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.OS Wald / College 3h - Gender Status: Entliehen Frist: 10.01.2022 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Körperkult ist "in". Ganze Geschäftszweige leben davon. Gleichzeitig wurde der Körper aber auch noch nie so sehr gehaßt. Er ist ein zentrales Symbol allgemeiner Selbstdarstellung und zugleich für viele ein Feind, den man unbewußt vernichten möchte. In der Eßstörung - Magersucht und Bulimie - zeigt sich dieses Paradoxon in deutlicher Zuspitzung. Körperkult und Körperhaß entsprechen einer Lebensweise, in welcher der Markt die Regie über das Verhalten der Menschen übernommen hat. Die Körper sind Produkte dieser Totalisierung des Marktprinzips und repräsentieren durch ihre Zurichtung dessen Imperative. Schlank-sein um jeden Preis ist nicht nur ein betriebswirtschaftliches Konzept, sondern auch eine den Individuen aufgenötigte Devise. Wer nicht mitstrampelt im Diätrummel und der Trimm-Dich-Tretmühle, mindert seine Marktchancen, entgeht aber auch der Gefahr, seinen Körper in eine Ware zu verwandeln und damit letztlich in ein Artefakt. „Warum dieser Unsinn? Waldrich kommt zu bemerkenswerten Erkenntnissen. (...) Der Schein der Warenwelt produziert den Schein von Schönheit und Leistungsfähigkeit. Körperkult und Schlankheitswahn passen (...) deshalb so gut ins Bedingungsgefüge der kapitalistischen Warenproduktion, weil das Individuum in einer Gesellschaft mit sich zunehmend auflösenden sozialen und lokalen Bindungen nicht nur einer ‚Sinn’-Leere unterworfen ist, die es durch Körperkult auszufüllen sucht, sondern sich auch rein ökonomisch genötigt sieht, ‚Leistungsfähigkeit’ zu demonstrieren – und sei es nur durch Schlanksein. ‚Anerkennung und damit Antwort erhält das Individuum nur, wenn es sich auf das Theater der Warengesellschaft einlässt. Für die wechselnden Auftritte benötigt man den Körper als Maske sowie ein kostümierendes Outfit.’ Hinter dem Mythos der Schönheit steckt die ‚Verwertungsgesetzlichkeit kommerzieller Märkte’“. Junge Welt
Details
VerfasserIn: Waldrich, Hans-Peter
VerfasserInnenangabe: Hans-Peter Waldrich. Unter Mitarb. von Esra Bozkurt und Anne Landhäußer
Jahr: 2004
Verlag: Köln, PapyRossa-Verl.
Systematik: GS.OS
ISBN: 3-89438-276-7
Beschreibung: 182 S.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. s. 177 - 182
Mediengruppe: Buch