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1232 von 1249
Wien, Niederösterreich, Burgenland
Verfasserangabe: Thomas Hofmann (Hrsg.). Mit Beitr. von W. Antl-Weiser ...
Jahr: 2007
Verlag: München, Verlag Dr. Friedrich Pfeil
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: NN.G Wien / College 6a - Naturwissenschaften Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
 Vorbestellen Zweigstelle: 23., Breitenfurter Str. 358 Standorte: NN.G Wien Status: Entliehen Frist: 18.10.2021 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Vorwort:
Geologische Exkursionen sind Begegnungen im umfassendsten Sinn. In erster Linie sind es Begegnungen mit und in der Natur. Obwohl es sich um geologische Exkursionspunkte handelt, also um die Welt der Gesteine, Mineralien und Fossilien, soll hier nicht nur von der »toten« Natur, sondern von der Natur in ihrer Gesamtheit gesprochen werden. Wer offenen Auges durch die Natur geht, merkt, dass die polarisierende Sicht einer »belebten« und einer »unbelebten« Natur falsch und nicht länger zu halten ist. So ist dieser geologische Führer auch ein Naturführer im weitesten Sinne, wenngleich der Ansatzpunkt ein geologischer ist. Wie kaum eine andere Wissenschaft umfassen die vielen Fachdisziplinen der Geowissenschaften ein Spektrum, das nicht nur drei, sondern unter Einbeziehung der Zeit auch die vierte Dimension erfasst. Damit wird die Geologie, als Synonym für die Gesamtheit der Geowissenschaften, die Grundlage für alle und alles. Stichwort: Evolution des Lebens. Ähnlich wie es den allseits bekannten Satz »Das ganze Leben ist Chemie« gibt, kann man diesen auch für die Geowissenschaften anwenden.Das ganze Leben ist Geologie!
[...] Vollständigkeit wurde bei der Auswahl der Exkursionspunkte angestrebt – 99 Punkte sind aber nicht 100, und so muss hier manches offen bleiben. Das Ziel dieses Buches ist es, einen Einblick und auch einen Überblick über die Geologie der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland zu geben. Es geht um einen Querschnitt von der Böhmischen Masse, deren ältester Zirkon mit 3,4 Milliarden Jahren datiert wurde, über die jüngsten Ablagerungen der Flugsande im Marchfeld bis hin zu den periodisch austrocknenden Salzlacken im Seewinkel des Neusiedler Sees. Die Bandbreite erstreckt sich von den Gipfeln der Kalkalpen bis zu den tiefsten Einheiten des Alpenkörpers. Es mag paradox klingen, dass ausgerechnet in den Niederungen des Burgenlandes die Gesteine des Alpenkörpers, wie sie die Westalpen (Penninikum) aufbauen und die Tauern bilden (Stichwort: Tauernfenster), wieder unter dem Stapel alpiner Decken auftauchen. Dass sie rund um den Ort Bernstein auftauchen, hat nichts mit dem fossilen Harz zu tun, wohl werden hier aus den Gesteinen des einstigen Penninischen Ozeans auch Schmuck- und Ziergegenstände gefertigt.
Es geht um Vielfalt. Dass unter den 99 Punkten auch Gräber sind, hat weniger mit der in Wien besonders verbreiteten Liebe zum Tod zu tun, sondern ist vielmehr eine Verneigung vor den großen Gelehrten. Sie hatten vielfach schon im 19. Jahrhundert die Grundlagen richtig erkannt. So kommt eine Reihe namhafter Geologen, EDUARD SUESS wäre einer, im Originalzitat zu Wort. Dass in diesem Buch die Reihe der Autorinnen und Autoren lang ist, hat viele Gründe: Geologie ist Teamwork und immer mehr auch die Arbeit von Spezialist(inn)en. Grundlage dieses Werkes sind (Original-)Arbeiten der Experten. Manche der Arbeiten wurden bereits veröffentlicht. Manche waren, bzw. sind als »graue Literatur« nur schwer zugänglich. Aufgabe des Herausgebers war es, alle(s) auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, die Exkursionspunkte selbst zu besuchen, sie zu fotografieren und sie untereinander zu vernetzen. Mancher der 99 Punkte mag (etwas) wissenschaftlich anmuten, es finden sich stellenweise Details, die man in der Genauigkeit nicht erwarten würde. Aber ein Mosaik rechtfertigt dieses »Eigenleben«. So erfordert dieses Buch auch Vorkenntnisse und Voraussetzungen; Begriffe wie »Metamorphose« werden hier nicht erklärt.Gut gemeinte Tipps für 99 und noch mehr Punkte
Alle 99 Punkte sind einzigartig, sie stellen unwiederbringliche Zeugnisse der Erdgeschichte dar. Einige sind auch als Naturdenkmale geschützt. Für fast alle trifft jedoch die Bezeichnung »Geotop« zu, wie sie heute allgemein anerkannt und verbreitet ist.
»Geotope sind erdgeschichtliche Bildungen der unbelebten Natur, die Erkenntnisse über die Entwicklung der Erde oder des Lebens vermitteln. Sie umfassen Aufschlüsse von Gesteinen, Böden, Mineralien und Fossilien, sowie einzelne Naturschöpfungen und natürliche Landschaftsteile.
Schutzwürdig sind diejenigen Geotope, die sich durch ihre besondere erdgeschichtliche Bedeutung, Seltenheit, Eigenart oder Schönheit auszeichnen. Für Wissenschaft, Forschung und Lehre, sowie für Natur- und Heimatkunde sind sie Dokumente von besonderem Wert. Sie können insbesondere dann, wenn sie gefährdet sind und vergleichbare Geotope zum Ausgleich nicht zur Verfügung stehen, eines rechtlichen Schutzes bedürfen.«
LOOK, E.-R. [Red.] (1996): Arbeitsanleitung Geotopschutz in DeutschlandLeitfaden der Geologischen Dienste der Länder der Bundesrepublik Deutschland– Angew. Landschaftsökol. 9, Bonn-Bad Godesberg
Dass man sich diesen Punkten mit Ehrfurcht nähert, ist selbstverständlich. Dass man Tropfsteine, Fossilien etc. nicht mit einem Hammerschlag für immer vernichtet, sollte nicht näher erläutert werden müssen. Hingewiesen sei jedoch auf die jeweiligen Eigentumsverhältnisse, denn Aufschlüsse, Steinbrüche, Kies- oder Tongruben, sind kein öffentliches Gut. Es gilt in jedem Fall die Interessen der Besitzer und Betreiber zu respektieren. Daher sind vielfach auch Adressen und Telefonnummern angegeben. Im Allgemeinen ist der Zutritt zu den Aufschlüssen nach vorheriger Anmeldung (fast) immer möglich. Schließlich geht es nicht nur um Privatgrund und Privatbesitz, sondern auch um Gefahren und Haftungen. Dazu ein klares Wort: Weder Verleger noch Herausgeber, Autoren und Besitzer bzw. Betreiber von Steinbrüchen, etc. können hier die Haftung für eventuelle Unfälle und Verletzungen etc. übernehmen. Dementsprechend sind auch Gefahrenhinweise und Verbotsschilder zu beachten.Thomas HOFMANN, HerausgeberWien, im Mai 2007 (Quelle: buchhandel.de)
Details
VerfasserInnenangabe: Thomas Hofmann (Hrsg.). Mit Beitr. von W. Antl-Weiser ...
Jahr: 2007
Verlag: München, Verlag Dr. Friedrich Pfeil
Systematik: NN.G, EH.WX
ISBN: 978-3-89937-074-4
2. ISBN: 3-89937-074-0
Beschreibung: 208 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
Schlagwörter: Exkursion, Führer, Geologie, Geologische Bundesanstalt <Wien>, Niederösterreich, Wien, Österreich, Niederösterreicher, Verzeichnis, Österreicher, Allgemeine Geologie, Austria (eng), Bienne, Bundeshauptstadt Wien, Bundesland Wien, Cisleithanien, Die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder <Österreich>, Dynamische Geologie, Gemeinde Wien, Geognosie, Habsburgermonarchie, Habsburgerreich, K.K. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Kaiserlich-Königliche Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Land Wien, Ostmark, Reichsgau Wien, Reichshaupt- und Residenzstadt Wien, Reiseführer, Stadt Wien, Stadtführer, Vena, Viena, Vienna, Vienna (Austriae), Vienne, Vin, Vindobona, Vinna, Wenia, Wien <Land>, Zisleithanien, Österreich <unter der Enns>, Angewandte Geologie, Geochemie, Geowissenschaften, Gänsehäufel, Historische Geologie, Hydrogeologie, Kunstführer, Regionale Geologie, Stratigraphie, Umweltgeologie, Weinviertel, Österreich <Ost>
Beteiligte Personen: Hofmann, Thomas; Antl-Weiser, Walpurga
Sprache: Deutsch
Mediengruppe: Buch