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Ludwig Erhard
der Wegbereiter der Sozialen Marktwirtschaft ; Biografie
Verfasserangabe: Alfred C. Mierzejewski. Aus dem Engl. von Anne Emmert und Norbert Juraschitz
Jahr: 2006
Verlag: München , Pantheon
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Die Biographie ist in einem positiven Sinne mit Herzblut geschrieben. Das geschieht aber auf eine sehr argumentative Weise - zum Beispiel in der Auseinandersetzung mit Historikern, die Erhards Reformen von 1948 als eigentliche Ursache des "Wirtschaftswunders" anzweifeln. Auch sieht Mierzejewski durchaus Schwächen bei Erhard, zum Beispiel dessen Führungsschwäche oder Fehleinschätzungen in der Außenpolitik während der Kanzlerschaft. Geschildert wird auch Erhards mühsamer Kampf gegen ein politisches Umfeld, das keineswegs marktwirtschaftlichen Reformen aufgeschlossen war - wozu nicht nur die SPD, sondern auch die von sozialistischen Ideen durchdrungene CDU gehörten. Oft genug war die FDP seine einzige Stütze. Erhards Stärke, die Mierzejewski bisweilen in eine hymnische Sprache verfallen läßt, lag dabei in der Treue zu Prinzipien, die sich als zeitlos richtig erwiesen. Diese freiheitlichen Prinzipien waren in Deutschland kulturell nie sonderlich tief verwurzelt gewesen. Sie in der Politik vorzuleben machte Erhard in der Tat zu der großen Gestalt, die dieses Buch aufleben läßt. In seinen Schilderungen der Erhardschen Grundauffassung zum Konzept der Sozialen Marktwirtschaft findet Mierzejewski dann genau die richtigen Worte. In der heutigen, von den Sozialdemokraten in allen Parteien verwendeten Sprachusance ist die Soziale Marktwirtschaft so etwas wie eine Gemischtwirtschaft, die einer grundsätzlich marktskeptischen Haltung entspringt - nach dem Motto, man könne den Markt nicht ganz abschaffen (irgendwie ist er doch effizient . . .), aber er brauche die über ihm stehende Ergänzung des Wohlfahrtsstaates, der ihn bändigt und einschränkt. Das ist, grob gesagt, die dominierende Interpretation à la Heiner Geißler und Oskar Lafontaine, die freilich just das Gegenteil des eigentlich Gemeinten beschreibt. Ludwig Erhards Soziale Marktwirtschaft, so weist Mierzejewski nach, war keine marktskeptische Lehre von der Führungsrolle der Sozialpolitik. (www.faz.net)
Details
VerfasserInnenangabe: Alfred C. Mierzejewski. Aus dem Engl. von Anne Emmert und Norbert Juraschitz
Jahr: 2006
Verlag: München , Pantheon
Systematik: GW.Q
ISBN: 978-3-570-55007-6
2. ISBN: 3-570-55007-9
Beschreibung: 1. Aufl., 397 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Emmert, Anne; Juraschitz, Norbert
Originaltitel: Ludwig Erhard <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 375 - 392
Mediengruppe: Buch