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Tiefenschwindel
die endlose und die beendbare Psychoanalyse
VerfasserIn: Zimmer, Dieter E.
Verfasserangabe: Dieter E. Zimmer
Jahr: 1986
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
wikipedia: "Tiefenschwindel. Die endlose und die beendbare Psychoanalyse" ist ein Sachbuch des Wissenschaftsjournalisten Dieter Eduard Zimmer. Es erschien in erster Auflage 1986 im Rowohlt Verlag. Die zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage erschien 1990. Insgesamt erreichte das Buch eine Auflage von 19.000 Exemplaren. Das Buch ist eine Kritik der Psychoanalyse, deren Kernaussagen empirisch unhaltbar seien und nicht dem modernen Kenntnisstand entsprächen. Die Freudschen Theorien seien nicht objektivierbar und unterlägen Suggestionseffekten. Die Psychoanalyse versuche, sich gegen Kritik zu immunisieren. Ein Grund für ihren Erfolg liege in der Verwendung eines imponierenden Jargons, dem es nicht auf Korrelationen und Signifikanzen ankomme, sondern der seinen Adepten Erleuchtungserlebnisse verheiße. Sie biete einen Denkstil, "in dem sich unbekümmert um Tatsachen theoretisieren läßt" (S. 30). Zimmers Fazit ist, dass die Psychoanalyse kein realistisches Modell der menschlichen Psyche bereitstelle und auch keine vernünftige Aussicht bestehe, dass sich erhebliche Teile von ihr noch retten lassen könnten (S. 366). Bereits 1982 hatte er in der Wochenzeitung Die Zeit die Psychoanalyse als "Aberglauben des Jahrhunderts" bezeichnet. Das Buch wurde unter anderem kritisiert, weil es Primärquellen sinnentstellt zitiere und unsachlich argumentiere. Bemängelt wurde auch eine "anstandsdamenhafte Entrüstung" Zimmers über die "Pimmel-Philosophie" der Psychoanalytiker. Außerdem wurde das Buch als Beispiel für "Freud-Bashing" bezeichnet. / / Es gab jedoch auch positive Stimmen, die Zimmer bescheinigten, die psychoanalytische Literatur genau gelesen und wichtige Erkenntnisse aus Nachbarwissenschaften wie Ethnologie, Psychobiologie und Sozialpsychologie in die Diskussion eingebracht zu haben. Auch Kritiker Zimmers räumten ein, dass sich Psychoanalytiker verstärkt um die empirische Absicherung ihrer Theorien bemühen sollten.[6] Der Psychologe Hans Jürgen Eysenck bezeichnete es als ein wichtiges und sehr empfehlenswertes Buch, das einen Wendepunkt im Verhältnis der deutschen Intellektuellen zur Psychoanalyse darstellen könnte. Horst Wolfgang Boger hielt es in einer 1988 erschienenen Rezension für ein empfehlenswertes und beeindruckendes Buch, das auch wissenschaftlichen Ansprüchen vollauf genüge, und eine der besten Arbeiten, die über die Psychoanalyse verfasst worden seien. Marcel Reich-Ranicki bemerkte über das Buch, es habe ihn nicht ganz überzeugt, doch er habe es mit Gewinn und Genuss gelesen. Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften empfiehlt es als "besonders für Laien sehr informativ". / / Hinweis: Gedämpfte Zimmer-Lautstärke - Zum Buch "Tiefenschwindel" des ZEIT-Reporters Dieter E. Zimmer - Thomas Köhler: psychosozial 47 (1991), 110-117, 8 Seiten, Verlag: Psychosozial-Verlag Erschienen im März 1991: Die Kritik des Wissenschaftsjournalisten D. E. Zimmer an der Psychoanalyse wird hinsichtlich ihrer formalen Korrektheit kritisiert. Es wird gezeigt, dass Originalquellen entstellt und sinngemäß verändert wiedergegeben wurden. Dies wird an Beispielen aus Zimmers Buch "Tiefenschwindel" belegt. Auch die unsachliche und emotionsgeladene Art, mit der Zimmer sich mit seinen Kritikern auseinandersetzt, wird anhand von illustrativen Beispielen deutlich gemacht. / / 1. Die Seelenwärter: Über die Motive einer Psychoanalyse-Kritik 7 / 2. Eine ideologische Weltmacht: Über den Siegeszug der Psychoanalyse 26 / 3. Therapie als Trauma: Über Erfahrungen in der Praxis 42 / 4. HerrMeneutik und FrauSzienz: Über den antinaturwissenschaftlichen Affekt 65 / 5. Eine Art, Trugschlüsse zu vermeiden: Über die objektive Nachprüfung psychoanalytischer Annahmen 92 / 6. Die Seele als Dampfmaschine: Überpsychische Energie 118 / 7. Die uneinigen drei: Über die Instanzen Es, Ich, Über-Ich 131 / 8. Wechselnde Schleimhäute: Über die "psychosexuelle" Entwicklung 145 / 9. Der Komplex, den selbst Ödipus nicht hatte: Über Inzestwünsche 169 / 10. Der große Unterschied und seine kleinen Ursachen: Über Geschlechtsunterschiede 193 / 11. Das tückische Teufelchen: Über Fehlleistungen 207 / 12. Nachtgedanken: Über die Deutung der Träume 219 / 13. Der Blick in den Brunnen: Über Introspektion und Gedächtnis 248 / 14. Der Gefangene im Keller: Über das Unbewußte vor Freud 266 / 15. Unter der Schwelle: Über subliminale Wahrnehmung und Wahrnehmungsabwehr 273 / 16. Bewusstes und Unbewußtes: Über Gehirne, Computer und den Geist 282 / 17. Die Wunden der Kindheit: Über die Wahrscheinlichkeit der tiefenpsychologischen Traumatheorie 303 / 18. Die verliebten Patientinnen: Über die Übertragung 333 / 19. Die Redekur: Über die Effektivität der psychoanalytischen Therapie 341 / 20. Bilanz 366 / Glossar 372 / Zitatnachweise 378 / Literaturverzeichnis 385 / Leserpost 401 / Register 431 /
Details
VerfasserIn: Zimmer, Dieter E.
VerfasserInnenangabe: Dieter E. Zimmer
Jahr: 1986
Verlag: Reinbek bei Hamburg, Rowohlt
Systematik: PI.HP
ISBN: 3-498-07653-1
Beschreibung: 1. Aufl., 438 S.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. S. 385 - [399]
Mediengruppe: Buch