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Auf den fremden Meeren des Denkens

das Leben des genialen Mathematikers John Nash
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Nasar, Sylvia
Verfasser*innenangabe: Sylvia Nasar. Aus dem Amerikan. von Cäcilie Plieninger und Anja Hansen-Schmidt
Jahr: 1999
Verlag: München [u.a.], Piper
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Vor ein paar Jahren vergab der Direktor des renommierten Institute for Advanced Study in Princeton eines seiner vielumworbenen Jahresstipendien an eine Journalistin namens Sylvia Nasar, die zwar seriöse Beiträge zum Wirtschaftsteil der «New York Times» geschrieben hatte, aber weiter keine akademischen Leistungen vorweisen konnte. Ihre Aufgabe: das Leben des «Phantoms von Princeton» zu recherchieren – eines verschlossenen, grossgewachsenen Mannes von unbestimmtem Alter, Generationen von Studenten als ein Sonderling bekannt, der sich ziellos im Mathematikgebäude herumtrieb und auf den Tafeln der Hörsäle bizarre Botschaften hinterliess. Nasars Buch wurde ein Bestseller, der seit kurzem auch in deutscher Übersetzung vorliegt.
Der Held ihrer Biographie ist John Forbes Nash jr., der 1994, nach seiner Genesung von einer verheerenden Geisteskrankheit, den Nobelpreis der Wirtschaftswissenschaften entgegennehmen konnte, und zwar für eine anderthalb Seiten lange Arbeit, die er bereits 1950 als noch nicht Zwanzigjähriger geschrieben hatte. Er führte darin einen Begriff ein, der inzwischen als sogenanntes Nash-Gleichgewicht zum grundlegenden Begriff der mathematischen Spieltheorie und vielleicht der Sozialwissenschaften überhaupt avanciert ist. In einem derartigen Gleichgewicht kann keiner der Beteiligten einen Vorteil daraus ziehen, einseitig davon abzuweichen. [...]
Als Nash 28 Jahre alt war, galt er als sicherer Kandidat für eine Fields-Medaille, den Nobelpreis der Mathematiker. Sogar das «Fortune»-Magazin wurde aufmerksam und beschrieb Nash in einer Bildreportage als «einen der strahlendsten Sterne der neuen Mathematik». Er war in jeder Beziehung ein höchst ungewöhnlicher junger Mann, gebaut wie ein griechischer Athlet, von blendendem Aussehen und verheiratet mit einer schönen, cleveren Frau; gewissermassen ein Liebling der Götter. Dann setzten die Wahnvorstellungen ein. «Ich begann zu glauben, ein Mann von grosser religiöser Bedeutung zu sein. Ich hörte so etwas wie Telefonanrufe in meinem Kopf, von Leuten, die meine Ideen ablehnten. Das Delirium war wie ein Traum, von dem ich niemals zu erwachen schien.» Sein Verhalten, das immer schon höchst arrogant und eigenwillig gewesen war, begann zu beunruhigen. Bald liess es sich nicht mehr als exzentrisches Gehabe eines Genies abtun oder als vorübergehende Folge intensivster Konzentration entschuldigen. Nash fühlte sich von einer ausserirdischen Verschwörung bedroht, gab seine Stellung am Massachusetts Institute of Technology auf und suchte in der Schweiz um politisches Asyl an. Er wurde deportiert, festgenommen, entmündigt, mehrmals gegen seinen Willen in Anstalten eingeliefert und Schockbehandlungen unterworfen. Mit Ausnahme einer kurzen Besserung litt Nash mehr als ein Vierteljahrhundert lang an paranoider Schizophrenie. [...]
Sylvia Nasar hat es verstanden, diese Lebensgeschichte zwischen Genie und Wahnsinn, die wie eine moderne Version der Hiobs-Legende wirkt, zugleich nüchtern und ergreifend nachzuzeichnen. Ihr Buch liest sich wie ein Roman und bietet – etwa in den Hintergrundinformationen über die vertrauliche Sitzung vor der Nobelpreisverleihung oder in der Beschreibung der Welt von Spitzenmathematikern – ein Meisterwerk der wissenschaftlichen Reportage.
Eine aufwühlende Geschichte von Genie und Wahnsinn. – Mit Oscar-Preisträger Russell Crowe verfilmt: »A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn«. Für acht Oscars nominiert! (www.amazon.de)
 
 
Aus dem Inhalt:
Vorwort 11 / / TEIL EINS: Ein großer Geist / 1 Bluefield (1928-1945) 31 / 2 Carnegie Institute of Technology (Juni 1945-Juni 1948) 47 / 3 Die Mitte des Universums (Princeton, Herbst 1948) 57 / 4 Schule der Genies (Princeton, Herbst 1948) 64 / 5 Genie (Princeton, 1948-1949) 70 / 6 Spiele (Princeton, Frühling 1949) 79 / 7 John von Neumann (Princeton, 1948-1949) 84 / 8 Die Spieltheorie 87 / 9 Das Verhandlungsproblem (Princeton, Frühjahr 1949) 94 / 10 Nashs Idee der Rivalität (Princeton, 1949-1950) 99 / 11 Lloyd (Princeton, 1950) 109 / 12 Der Krieg der Köpfe (RAND, Sommer 1950) 116 / 13 Die Spieltheorie bei RAND 132 / 14 Die Einberufung zur Armee (Princeton, 1950-1951) 143 / 15 Ein wunderschönes Theorem (Princeton, 1950-1951) 150 / 16 MIT 158 / 17 Böse Jungs 165 / 18 Experimente (RAND, Sommer 1952) 173 / 19 Die Roten (Frühjahr 1953) 180 / 20 Geometrie 184 / / TEIL ZWEI: Getrennte Lebenswelten / 21 Singularität 199 / 22 Eine besondere Freundschaft (Santa Monica, Sommer 1952) 201 / 23 Eleanor 204 / 24 Jack 214 / 25 Die Verhaftung (RAND, Sommer 1954) 218 / 26 Alicia 225 / 27 Die Liebeswerbung 235 / 28 Seattle (Sommer 1956) 240 / 29 Todund Hochzeit (1956-1957) 245 / / TEIL DREI: Ein langsames, schwelendes Feuer / 30 Olden Lane und Washington Square (1956-1957) 253 / 31 Herbe Enttäuschung 261 / 32 Geheimnisse 269 / 33 Pläne (Herbst 1958) 278 / 34 Der Kaiser der Antarktis 283 / 35 Im Zentrum des Sturms (Frühjahr 1959) 294 / 36 Tagesanbruch in Bowditch Hall (McLean Hospital, April- Mai 1959) 300 / 37 Tee beim Verrückten (Mai - Juni 1959) 311 / / TEIL VIER: Die verlorenen Jahre / 38 Citoyen du Monde (Paris und Genf, 1959-1960) 319 / 39 Der absolute Nullpunkt (Princeton, 1960) 337 / 40 Der Turm der Stille (Trenton State Hospital, 1961) 344 / 41 Ein Intermezzo erzwungener Geistesklarheit (Juli 1961-ApriI1963) 353 / 42 Das Problem der Aufblasung (Princeton und die Carrier Clinic, 1963-1965) 366 / 43 Einsamkeit (Boston, 1965-1967) 378 / 44 Ein Mann ganz allein in einer fremden Welt (Roanoke, 1967-1970) 389 / 45 Das Phantom der Fine Hall (Princeton, 1970-1979) 400 / 46 Ein ruhiges Leben (Princeton, 1970-1990) 410 / / / TEIL FÜNF: Die größte Würde / 47 Remission / 48 Der Preis / 49 Die größte Auktion aller Zeiten (Washington, D. C., Dezember 1994) / 50 Das Wiedererwachen (Princeton, 1995-1997) / / Anhang / Anmerkungen / Ausgewählte Literatur / Danksagung / Personenregister / Bildnachweis

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Nasar, Sylvia
Verfasser*innenangabe: Sylvia Nasar. Aus dem Amerikan. von Cäcilie Plieninger und Anja Hansen-Schmidt
Jahr: 1999
Verlag: München [u.a.], Piper
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Systematik: Suche nach dieser Systematik NN.ET
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ISBN: 3-492-03800-X
Beschreibung: 574 S. : Ill.
Schlagwörter: Mathematiker, Nash, John F., Diplommathematiker, Forbes Nash, John, Nash, John, Nash, John F. <jun.>, Nash, John Forbes
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Plieninger, Cäcilie [Übers.]; Hansen-Schmidt, Anja
Originaltitel: A beautiful mind <dt.>
Fußnote: Späterer Titel: Genie und Wahnsinn
Mediengruppe: Buch