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Politische Subjekte der Ökonomie
Nomos, Volk, Nation
Verfasserangabe: Hermann Rauchenschwandtner
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Lit-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
 
Verlagstext:
Die ökonomishe Theorie befindet sich in der Krise.
Aktuelle gesellschaftliche Relevanz wird ihr zunehmend abgesprochen. Somit steht sie am Scheideweg Soll ihre Formalisierung und der ökonomische Imperialismus weiter vorangetrieben werden oder besitzen historische und kulturelle Dimensionen für die methodologischen Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften gleichwie für die wirtschaftliche Praxis entscheidende Bedeutung? Die Reihe "Kulturelle Ökonomik" will diesen Fragen nachgehen, orthodoxe Lösungsansätze kritisch prüfen und heterodoxe Vorschläge vorstellen. Dabei wird der Bogen von theoriegeschichtlichen Untersuchungen über wirtschaftspolitische und betriebswirtschaftliche Themen bis hin zu kulturwissenschaftlichen Analysen gespannt immer auf der Suche - analog zur Zielsetzung Max Webers - nach Sozialwissenschaft als Wirklichkeitswissenschaft.
Die Begriffe Volkswirtschaft und Nationalökonomie bringen politische Subjekte in den Klick (Volk, Nation, Nomos), deren "Existenzen" im vorliegenden Buch erkenntniskritisch, diskursanalytisch und historisch epistemologisch erörtert werden. Zwei Brennpunkte strukturieren die Untersuchung: zum einen der aktuelle Diskurs bezüglich politischer Subjekte gerade auch im Horizont der Globalisierung; zum anderen der Bruch in der Ordnung des Wissens um 1800, wo ein Nomos oder eine Kultur der Ökonomie möglich wurden. Kultur wird demnach von Hermann Rauchenschwandtner nicht als übergreifender Horizont dogmatisch gesetzt, sondern diese wird im Zusammenhang mit der Ökonomik erkenntniskritisch erörtert.
 
/ AUS DEM INHALT: / / / Politische Subjekte im Spannungsverhältnis von Globus, Oikos, Nomos, Volk, Nation und Erde
.Die reflexive Moderne als Abbau verbindlicher sozialer Strukturen und Aufbau einer Gemeinschaft gemeinsamer ontologischer Bedeutungen
Politische Fluchtlinien: Soziale Agglomerationen fern staatlicher, nationaler Repräsentationen
Weltökonomie und Privatpolitik
Globaler Enthusiasmus und der Anspruch der Erde
Welt als den individuellen "Herzen" unzumutbare Abstraktion
"Volk" als existentiell bestimmter "demos"
Die Erscheinungsweisen des "Volkes" zwischen Existenz und Fiktion
Die nomische Ek-sistenz: Der Anspruch der Erde und des Seins als Anschlag auf die wirtschaftlichen Kräfte
Der Schein eines Weltbürgers
Die Zerrüttung des Gemeinwesens zwischen universalen Normen und einem Rückfall in eine "Ethnisierung" des Gemeinwesens / "Erfundene" Gemeinschaften im Zwischenraum von Welt und reflexiver Individualität / Konkretisierung einer der Ökonomie unterstellten Zusammengehörigkeit zwischen einem barbarischen Abstieg (Rasse) und einer weltbürgerlichen Erweiterung / Nomische Bedrängnis: Die Häuslichkeit als gleichsam anthropologische Konstante im Andrang der "Welt" / Das Territorium
.Die Nation als Vorstellung, Einbildung und "Geistererscheinung"
Von Freunden, Schmarotzern und Parasiten
Eingebildete Gemeinschaften als Resultate von Zwangsvorstellungen
Exkurs: Die nationes in der Spannung von Exklusion und Inklusion
"Inkorporierte Strukturen" als Voraussetzung eines nationalen Bodens
Die Nationen als "ausgemünzte" Vorstellungen, die wenig gelten
Die Natur der Nation und die Geschichte ihrer Entwicklung
Eine Nation, die sich "selbst" will und begehrt
.Zweifelhafte Vermittlungen des Geistes: Die Nationalbildung als "Paradies der Phantasten" (Kant)
.Kunst als "Gebilde" des Lebens in der Darstellung eines "Universalsinns" als Ausdruck gemeinsamer Vorstellungen
.Organisation und Produktion im Spannungsverhältnis zwischen präformierten Keimen und der Epigenesis: Der nisus formativus als strukturelle Vermittlung des Lebendigen im Gegensatz zur Dissémination des Organischen
.Organisation und Produktion: Der Bildungstrieb als Ausdruck staatlichen Lebens
Entwicklung und Organisation
Bildungskräfte und Bildungstriebe
Zur Krisis der Zweckmäßigkeit zwischen Amphibolie und Metabolie
Der innere Aufbau organisierter Wesen: Das Prinzip der Reflexion
Disjunktive Synthesen der Natur: Technik und Kunst
.Vis plastica und die Bildung des Zusammengehörigen
.Geschichte zwischen "communis totius historiae lex" und einem "Kunsttrieb": Wilhelm Roschers zweifacher Anlauf einer hinreichenden Begründung von Geschichte
.Von der Genesis zum Genie
.Volksbewaffnung: Von der Übersetzung der Bewegung in Bildung
.Der Staat zwischen Ruhe und Bewegung: Die Reterritorialisierung der Individuen auf eine physisch-geographische Schicht im Horizont nomischer Gebräuche
.Exkurs: Der Lärm der Waffen und der Streit der Wörter als Vermittlung am Ort der Mitte (agora)
Lebendige Vermittlungen: Das Allgemeine der Parteien
Die Empfänglichkeit der Subjekte für den Geist
Die öffentliche Meinung als Ausdruck einer prekären "Volks-stimme" .
.Der Nomos der Ökonomie: Krieg und Frieden als Entfaltung einer "Nationalkraft"
.Die nationale Existenz als "wahrer Reichtum" und "Ideen-Capital" der Nation
Das innere "Bedürfnis" nach Krieg
Die Gemütlichkeit als Ausdruck einer Partizipation an der "Volkskraft"
Exkurs: Der Gegensatz
Das "Mit-sprechen" des Volks im Aufbau einer Volkswirtschaft .
.Sprache als Grundlage einer Nationalbildung
."Omnes et singuli" (Kant)/"omnes et singulatim" (Foucault) - Die Artikulation der Volks-stimme: Verfassung, Revolution, Herde
Die Verfassung als Vereinigung der Vielen {Omnes et singuli)
Omnes et singulatim: Die Verfassung der Vielen unter der Obhut des Einen
.Der Nomos des Volks und das "Recht auf Revolution"
.Volkswirtschaft als Ausdruck organischer Zusammengehörigkeit ..
Zur "Geschichte" der "Volksbedürfnisse" und der "Nationalkraft"
Der erkenntnistheoretische Ausgang der Volkswirtschaft
Die Theorie der produktiven Kräfte: "Volksökonomie"
Verkehrswirtschaft als Potenz eines Übergangs der "Nationalität" zu einer "Universalunion": Die nationale Ökonomie in der Klemme zwischen einer natürlichen Nation und einer weltbürgerlichen "Universalunion" / ."Cultur" als synthesis von Wirtschaft und Gesellschaft
Volksinn und Gemeinsinn als konstituierende Elemente einer Volkswirtschaft im "Zusammenklang" mit den "Productivkräften"
Kulturelle synthesis als "Function" und "Combination" von Ökonomie und Natur
Exkurs: Der "hiatus irrationalis" als Spaltung des Organischen in die Antinomie von Freiheit und Natur (Notwendigkeit)
.Von der Freiheit des Organs: Selbstsucht und Eigensinn als krankhafte Störungen der Volkswirtschaft
 
Details
VerfasserInnenangabe: Hermann Rauchenschwandtner
Jahr: 2007
Verlag: Wien, Lit-Verl.
Systematik: GW.AP
ISBN: 978-3-8258-8564-9
2. ISBN: 3-8258-8564-X
Beschreibung: 1. Aufl., 351 S.
Fußnote: Teilw. zugl.: Wien, Wirtschaftsuniv., Diss., 2000
Mediengruppe: Buch