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Angehörige sind Erfahrene
ein Ermutigungsbuch
Verfasserangabe: Fritz Bremer ; Hartwig Hansen (Hg.)
Jahr: 2015
Verlag: Neumünster, Paranus-Verl.
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: NK.HM Ange / College 3d - Gesundheit, Medizin Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Angehörige psychisch erkrankter Menschen kennen diese Gefühle:
 
Schock, Ratlosigkeit, Ohnmacht, Schuld und Angst.
 
Was hilft, ist, sich der eigenen, besonderen Erfahrungen bewusst zu werden und den Austausch mit anderen zu suchen. Dann kann es auch gelingen, sich von Schuldgefühlen und von dem Empfinden zu lösen, ständig zum Tragen schwerer Verantwortung verpflichtet zu sein.
 
Über all dies berichten Eltern und Partnern in diesem Buch und machen anderen Angehörigen damit Mut, ihren eigenen Weg zu finden. In den Erfahrungsberichten wird nichts beschönigt. Ausführlich wird aber auch davon erzählt, was in Phasen großer Verwirrung wichtig wurde und geholfen hat. Es ist möglich, dem erkrankten Familienmitglied die Verantwortung für sein Leben zu lassen und wieder zurück "zu sich selbst" zu finden.
 
In den Berichten wird eine selbstbewusste Haltung spürbar, ein verändertes Rollenverständnis, das sowohl in der Familie als auch in der Selbsthilfe und Öffentlichkeit neue Handlungsspielräume eröffnet.
 
 
 
"Dem vorliegenden Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen: Ein „Ermutigungsbuch“ ist das vorliegende Buch in dem Sinne, dass Angehörige psychisch kranker Menschen (insbesondere Eltern) sich in ihrer Not nicht allein fühlen und vielfältige ermutigende Anregungen erhalten, um ihren eigenen Weg zu finden. Darüber hinaus kann das Buch allen empfohlen werden, die beruflich oder mit psychisch kranken Menschen und ihren Angehörigen zu tun haben. Auch für Studierende der Psychologie und der Sozialen Arbeit bietet das Buch reichhaltiges Material, z.B. für Fallbesprechungen und Diskussionen in Lehrveranstaltungen. Nicht zuletzt ist das Buch für Ärzte und Ärztinnen in der psychiatrischen Facharztausbildung eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Perspektive der Angehörigen besser kennenzulernen."
© socialnet.de  
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Inhaltsverzeichnis
(mit den jeweils ersten Sätzen der Beiträge)
9 Fritz Bremer
Vorwort
Angehörige psychisch erkrankter Menschen haben so viel zu erzählen
Sie haben etwas zu sagen
17 Elisabeth Richter
Achterbahnfahrt: Kein Ausstieg auf der Strecke!
Es war wohl nach meinem ersten Besuch des Psychoseseminars, als
mich eine Frau fragte, wie viele Psychosen mein Sohn schon gehabt
habeAuf meine Antwort "Eine" guckte sie mich etwas geringschätzig
anDa kannst du gar nicht mitreden, hieß der Blick
27 Michaela Reeger
Die Last, die wir tragen
"Heute habe ich sie gesehen, Mum ..in der Straßenbahn habe ich sie
erkanntUnd sie sind überall, diese Seelenfänger, wir müssen jetzt ganz
genau aufpassen!" Mit diesen Worten meiner 16-jährigen Tochter
begann eine für mich und meine Familie leidvolle Entwicklung
35 Bettina Ehrlich
Einem gesunden Sohn würde ich ja auch nicht
hinterhertelefonieren
SchizophrenieAls der Neurologe dieses Wort zum ersten Mal als
mögliche Diagnose für meinen Sohn erwähnte, war es für mich keine
Überraschung mehrIch war schon von selbst draufgekommen
44 Azra Bilgin
Für Kemal
Mein Sohn schaut mich aus seinen grünen und zutiefst traurigen Augen
anDann spricht er ihn tatsächlich aus, diesen Satz, den ich so fürchte,
wie damals die Menschen wohl die Pest gefürchtet haben"Mama, ich
will nicht mehr, ich will nicht mehr leben, ich habe keine Kraft mehr." ..
53 Angelika Bardelle
Mein langer Weg der Neuorientierung
Vor zehn Jahren erkrankte meine Tochter - es war ein schleichender
ProzessIch erlebte ihre Erkrankung traumatisch - als ob mir der Boden
unter den Füßen weggezogen würde..
57 Maja Thomsen
Kehrtwende
Seit etwa vier Jahren ging es unserer jüngeren Tochter nicht gutSo viel
war mir klar..
67 Barbara Mechelke
Mitgefühl ist in Ordnung, Mitleid brauche ich nicht
Inzwischen bin ich RentnerinMein Leben verläuft heute in ruhigen
BahnenDas war nicht immer soEreignisreiche Jahre liegen hinter mir
Ich habe meinen Weg gefunden, mich kann so schnell nichts mehr
erschüttern..
75 Solina S
Was nach unseren Erfahrungen im Gesundheitssystem
fehlt, ist aufsuchende Hilfe
Die Psychose meines Sohnes brach am ersten Prüfungstag seines Abiturs
ausFelix war damals achtzehn Jahre alt
86 Damir Buljan
So lange durchhalten, wie es irgendwie geht?
Vor die Aufgabe gestellt, unser Leben mit dieser rätselhaften Krankheit
7
"Psychose" unseres Sohnes angemessen zu beschreiben, stellt sich mir
zuerst die Frage: Wie anfangen? ..
95 Angelika und Andreas Krömer
In uns sind Trauer, Liebe und Hoffnung
Die Geschichte einer tragischen Verwechslung
An einem sonnigen Tag im Juni 1986 sitzt ein kleiner Junge auf dem
Fußboden unserer großen Wohnküche und spielt versunken mit Plastikformen,
die er immer und immer wieder auf einen Holzstab steckt
108 Hans Jochim Meyer
Nur wer sich zu Wort meldet, wird wahrgenommen
Warum wir uns in der Selbsthilfe engagieren
"Suchst du eine helfende Hand, suche sie am Ende deines rechten A rmes."
(persisches Sprichwort) ..
119 Janine Berg-Peer
Von der aufgeregten zur gelassenen Mutter
Die Diagnose traf mich wie ein SchockDurch meinen Kopf wirbelten
die schrecklichen Bilder über Schizophrenie, die uns Medien und
Literatur anbieten
129 Sandra Bischoff
Tausche Psychose gegen Drogen, kann nicht der Plan sein
Mein Sohn Adam berichtete das erste Mal ausführlich vor fremden
Menschen in einem trialogischen Psychoseseminar über die Giraffe..
141 Doris Lehr
Ich bin stärker geworden, weil ich mit ihm getragen und
ertragen habe
Als ein niedergelassener Psychiater bei meinem Mann die Depression
stellte, hat uns das nicht überrascht, weil mehrere Symptome auf diese
Erkrankung hingewiesen hatten
8
150 Christina Hanus
Autonomie anerkennen ..wagen ..gewinnen
Man sollte meinen, ich wäre durch die geschwisterliche und eigene
Vorerfahrung besser gewappnet gewesen, als Tochter Laura schwer
psychisch erkrankte..
160 Charlotte und Udo S
Wir können zumindest da sein, zur Verfügung stehen, auf
ihn eingehen
Als unser Sohn Henning an einer Psychose erkrankte, war er noch nicht
volljährig und wohnte noch zu Hause
170 Hartwig Hansen
Das Verbindende zum Schluss
Vielleicht umschreiben diese Sätze treffend die Gefühlslage vieler
Angehöriger - nach jahrelangem Kampf und vielen Höhen und Tiefen:
Die Hoffnung nicht aufgeben und doch akzeptieren, wo die Grenzen
des Machbaren liegen (werden)
179 Herzlichen Dank an die Autorinnen und Autoren
dieses Buches
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Fritz Bremer ; Hartwig Hansen (Hg.)
Jahr: 2015
Verlag: Neumünster, Paranus-Verl.
Systematik: NK.HM
ISBN: 978-3-940636-32-4
2. ISBN: 3-940636-32-0
Beschreibung: 184 S.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch