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71 von 119
Die Eroberung der Zeit
Grundzüge einer Philosophie verlängerter Lebensspannen
VerfasserIn: Knell, Sebastian
Verfasserangabe: Sebastian Knell
Jahr: 2015
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
(I-15/04-C3) (GM ZWs / PL)
Vita brevis, ars longa - das Leben ist kurz, lang ist die Kunst. In diesem antiken Aphorismus artikuliert sich die Ahnung, dass die Befristung unserer Lebenszeit dem Potenzial der Selbstverwirklichung entgegensteht, über das wir als kulturell geformte Wesen verfügen. Was jedoch, wenn es gelänge, diese Befristung auszuhebeln? Biologen sind den Mechanismen des Alterns längst auf der Spur, und einige von ihnen behaupten, diese Forschung könne uns in Zukunft befähigen, das Altern einzudämmen und die menschliche Lebensspanne erheblich auszuweiten, eventuell sogar bis zur biologischen Unsterblichkeit. Aber wäre ein sehr viel längeresLeben überhaupt ein Gewinn? Oder würden wir trotz dauerhafter körperlicher Fitness seelisch vergreisen? Ist biologische Unsterblichkeit ein erstrebenswerter Zustand? Und wie steht es mit den moralischen Problemen, die sich stellen, wenn das Geheimnis des Alterns gelüftet ist? Ist es zum Beispiel ungerecht, wennsich nur Wohlhabende lebensverlängernde Therapien leisten können? Sebastian Knell geht diesen elementaren Fragen in seiner großangelegten philosophischen Studie auf den Grund und kommt zu klaren Einschätzungen, die spätestens dann von hoher praktischer Relevanz sein werden, wenn »Anti-Aging« nicht mehr nur ein Zauberwort der Kosmetikindustrie ist. Das könnte in nicht allzuferner Zukunft der Fall sein.
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Vorwort 9
Allgemeine Einleitung 11
IDie eudaimonistische Bewertung verlängerter
Lebensspannen
Einleitung 61
1Verdoppelte Lebensspannen 82
2Maximale Langlebigkeit und biologische Unsterblichkeit 261
3Lebensverlängerung, prudentielle Betroffenheit und
rationale Suffizienz 336
IIDie Moral der Lebensverlängerung
Einleitung 391
4Leben-Verlängern als "Leben-Retten" 399
5Anti-Aging-Forschung als moralische Pflicht? 524
6Lebensdauer und Gerechtigkeit I: Ungleiche Lebensspannen
aus egalitaristischer Sicht 553
7Lebensdauer und Gerechtigkeit II: Ungleiche Lebensspannen
aus nichtegalitaristischer Sicht 656
Schlusswort 733
Ausführliches Inhaltsverzeichnis 739
Ausführliches Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9
Allgemeine Einleitung 11
Zur Plausibilität der technologischen Zukunftsszenarien
23
Eudaimonistische und moralphilosophische
Gesichtspunkte 36
Zum Verhältnis von moralischem Anwendungs- und normativem
Grundlagendiskurs 47
Zur praktischen Aktualität und generellen philosophischen
Relevanz der Anti-Aging-Thematik 50
IDie eudaimonistische Bewertung verlängerter
Lebensspannen
Einleitung 61
Systematische Vorüberlegungen 67
Zum weiteren Gang der Untersuchung 76
1Verdoppelte Lebensspannen 82
1.1Zwei begrifflich unterscheidbare Formen
der Steigerung des individuellen Wohls 83
1.2Verdoppelte Lebensspannen und innerlebensgeschichtlich
aggregierbare Wohlfahrt 88
1.2.1Ein einfaches, intuitiv naheliegendes Argument
91
1.2.2Kritische Diskussion des Arguments 98
1.2.2.1Eine gegenläufige Intuition 100
1.2.2.2Drei mögliche Verwechslungen 110
1.2.3Präzisierungen des Arguments
1.2.3.1Eigenverantwortung und günstige
Rahmenbedingungen 118
1.2.3.2Das vielgestaltige Spektrum intrinsisch
positiver und negativer Lebensinhalte
124
1.2.3.3Die Aufrechnung von Lebensgütern
und Übeln 134
1.2.4Ergebnis 139
1.3Verdoppelte Lebensspannen und lebensholistische
Wohlfahrt 144
1.3.1Zum begrifflichen Verhältnis von innerlebensgeschichtlich
aggregierbarer und lebensholistischer
Wohlfahrt 145
1.3.2Weitere Dimensionen eines guten Lebensganzen
158
1.3.3Das erfüllte Leben 161
1.3.3.1Ein begrifflicher Rekonstruktionsvorschlag
162
1.3.3.2Mögliche Anknüpfungen an aristotelische
Eudaimoniakonzeptionen ..166
1.3.3.3Verdoppelte Lebensspannen unter
dem Gesichtspunkt des erfüllten Lebens
180
1.3.4Das eunarrative Leben 193
1.3.4.1Deskriptive und evaluative Narrativitätsthesen
194
1.3.4.2Kriterien der Eunarrativität 200
1.3.4.3Verdoppelte Lebensspannen unter
dem Gesichtspunkt der Eunarrativität 226
1.3.5Das glückliche Leben 233
1.3.5.1Zum begrifflichen Verständnis übergreifenden
Lebensglücks 234
1.3.5.2Verdoppelte Lebensspannen unter
dem Gesichtspunkt des Lebensglücks 242
1.4Zusammenfassung 245
1.4.1Ein differenziertes, für Ergänzungen offenes
Ergebnis 245
i.4.2Das Problem der Gewichtung 250
2Maximale Langlebigkeit und biologische Unsterblichkeit 261
2.1Maximale Langlebigkeit 265
2.1.1Systematische Obergrenzen fiir lebensholistische
Wohlfahrtsgewinne 268
2.1.1.1Grenzen für ein immer erfüllteres Lebensganzes
268
2.1.1.2Grenzen des diachronen Fortbestands
personaler Identität? 274
2.1.1.3Zeidiche Grenzen für die Einheit des
Lebens? 283
2.1.1.4Mentales Altern I 290
2.1.2Mögliche negative Effekte extremer Langlebigkeit
304
2.1.2.1Mentales Altern II 306
2.1.2.2Verlorener Ernst des Lebensvollzugs 309
2.1.2.3Aushöhlung der narrativen
Kohärenz 314
2.1.3Zwischenbilanz 319
2.2Biologische Unsterblichkeit 321
2.2.1Das Roulettespiel plötzlicher Todesursachen 324
2.2.2Eudaimonistische Konsequenzen 327
2.2.3Resümee 331
3Lebensverlängerung, prudentielle Betroffenheit und rationale
Suffizienz 336
3.1Eudaimonistische Optimierungsaussicht und rationales
Eigeninteresse 338
3.2Prudentielle Betroffenheit 340
3.2.1Psychologische Verknüpfung als Maßstab
prudentieller Betroffenheit 341
3.2.2Zur differenzierten Reichweite prudentieller
Betroffenheit 354
3.2.3Konkretere Konsequenzen für den Wunsch
nach Lebensverlängerung 357
3.3Rationale Suffizienz 364
3-3-I- Eudaimonistische Suffizienz bei Frankfurt und
Slote 365
3.3.2Anwendung des Gesichtspunkts eudaimonistischer
Suffizienz auf das Exempel der Lebensverlängerung
372
3.3.3Abschließende Plausibilitätserwägungen 379
IIDie Moral der Lebensverlängerung
Einleitung 391
Zwei zentrale Problemstellungen 393
Zum weiteren Gang der Untersuchung 395
4Leben-Verlängern als "Leben-Retten" 399
4.1Allgemeine Vorüberlegungen 399
4.2Lebensverlängerung als Leben-Retten:
Das Argument 404
4.3Zur Kritik der ersten Prämisse 412
4.3.1Ein erster Einwand 413
4.3.2Ein zweiter Einwand 421
4.3.3Gibt es für "Leben-Retten" ein konzeptuell
bedingtes, temporales Limit? 424
4.4Zur Kritik der zweiten Prämisse 431
4.4.1Präzisierung der zweiten Prämisse 432
4.4.2Sind die Anwendungsbedingungen der Konklusion
des Arguments erfüllt? 440
4.4.3.Vorüberlegung zur allgemeinen Reichweite von
Wohltätigkeitspflichten 454
4.4.3.1Zur Klassifikation moralischer Pflichten
454
4.4.3.2Zwei moralphilosophische Prämissen 458
4.4.3.3Die verbindliche Pflicht zur
solidarischen Gewährleistung der
Grundbedingungen eines menschenwürdigen
Lebens 460
4.4.3.4Keine allgemeine Pflicht zu schadenabwendender
oder bereichernder
Wohltätigkeit 466
4.4.3.5Eine mögliche Ausnahme: Der Sonderkontext
egalitaristisch aufgefasster
Gerechtigkeitsnormen 470
4.4.3.6Konsequenzen für die moralphilosophische
Einordnung des Gebots, Leben
zu retten 471
4.4.4Eine mögliche Begründung der chronologischen
Limitation des Gebots, Leben zu retten 473
4.4.5Drei Gegenbeispiele 483
4.4.6Mögliche Konsequenzen 487
4.4.6.1Eine alternative Grundbedingung
menschenwürdigen Existierens? ..489
4.4.6.2Leben-Retten als moralisches Prinzip
sui generis 491
4.4.6.3Folgerungen 497
4.4.6.4Nochmals: Zur Plausibilität der Annahme
einer transzendierenden
Pflicht zur Überlebensbeihilfe 503
4.5Mögliche rationale Einschränkungen der moralischen
Pflicht zur Bereitstellung lebensverlängernder
Therapien 511
4.5.1Epistemische Unsicherheit bei langfristig zeitversetzter
Beihilfe zum Lebenserhalt 513
4.5.2Der plurale Gesamtkontext moralischer Erfordernisse
515
4.5.3ökonomisch oder technisch bedingte Knappheit
lebensverlängernder Therapien 519
5Anti-Aging-Forschung als moralische Pflicht? 524
5.1Eine mögliche Begründungsstrategie 526
5.2Zwei Faktoren, die die moralische Dringlichkeit der
Anti-Aging-Forschung abschwächen 537
5.2.1Diskontierung durch epistemische Unsicherheit
537
5.2.2Die Beeinflussung der Identität zukünftig
existierender Personen 541
6Lebensdauer und Gerechtigkeit I: Ungleiche Lebensspannen
aus egalitaristischer Sicht 553
6.1Generelle Vorüberlegung 553
6.1.1Die komparationsunabhängige Geltung der
generellen Pflicht zur Bereitstellung lebensverlängernder
Therapien 554
6.1.2Die intuitiv wahrgenommene Ungerechtigkeit
ungleicher Lebensspannen 559
6.1.3Zwei mögliche Formen der moralischen Kritik
an ungleichen Lebensspannen 562
6.1.4Zum methodischen Sinn der weiteren Vorgehensweise
568
6.2Welche Gleichheit ist moralisch relevant? 575
6.2.1Die faktische Gleichheit des Wohlergehens 577
6.2.2Egalitär verteilte Grundgüter und gleiche
Chancen zur Erreichung von Wohlergehen 580
6.2.3Pluralistische Einschränkung 585
6.3Die grundsätzliche Gerechtigkeitsrelevanz ungleicher
Lebensspannen 587
6.3.1Zusätzliche Lebenszeit als zusätzliche Wohlfahrtschance
590
6.3.2Lebenszeit als Grundgut? 597
6.4Ungleiche Lebensspannen als moralisch kritisierbare
Ungerechtigkeit? 609
6.4.1Die faktische Unausweichlichkeit ungleicher
Lebensspannen 609
6.4.2Ungerechtigkeit im engen und im weiten
Sinne 611
6.4.3Strukturell veränderte Ungleichheit 613
6.5Zur normativen Bewertung der strukturell verschärften
Ungleichheit individueller Lebensspannen 624
6.5.1Die kriteriale Komplexität der normativen Bewertung
von Ungleichheit 625
6.5.1.1Strukturholistische Gesichtspunkte 626
6.5.1.2Individuell zu ertragende Unfairness 628
6.5.2Übertragung auf die Bewertung unterschiedlicher
Szenarien divergierender Lebensspannen
632
6.6Allgemeine Konsequenzen aus egalitaristischer Perspektive
645
6.6.1Strikter versus pluralistischer Egalitarismus 646
6.6.2Konsequenzen bei technisch oder ökonomisch
bedingter Knappheit 647
6.6.3Zur Abwägung egalitaristisch verstandener
Gerechtigkeitsforderungen gegen den Schutz
des Lebens 649
6.7Zusammenfassung 652
7Lebensdauer und Gerechtigkeit II: Ungleiche Lebensspannen
aus nichtegalitaristischer Sicht 656
7.1Zur Kritik am Egalitarismus 658
7.2Der mögliche Wert von Gleichheit im Rahmen einer
humanistischen Schwellenkonzeption 662
7.2.1Der abgeleitete moralische Wert von Gleichheit
663
7.2.2Das Beispiel ökonomischer Ungleichheit 666
7.3Zur Kritik ungleicher Lebensspannen im normativen
Rahmen einer Schwellenkonzeption 669
7.3.1Drei Formen der Divergenz individueller Lebensspannen
670
7.3.2Biographische Vollständigkeit 673
7 3.2.1Die Willkürlichkeit des Kriteriums der
natürlichen Lebensspanne 676
7.3.2.2Das Kriterium der wesendichen Lebensinhalte
678
7.3.2.3Das Kriterium der Stadien des natürlichen
Lebenszyklus 679
7.3.2.4Das Kriterium des soziokulturell
etablierten biographischen Musters 680
7-3-2-5- Konsequenzen flir die moralische Kritik
an ungleichen Lebensspannen 685
7.3.3Autonomie, soziale Integration und soziale
Anerkennung 688
7.3.3.1Private und politische Autonomie .689
7.3.3.2Soziale Integration 693
7.3.3.3Soziale Anerkennung und Selbstachtung
698
7.3.4Zusammenfassung 715
7.4Zur moralischen Gewichtung der nichtegalitaristischen
Kritik divergierender Lebensspannen 717
7.5Abschließende Bemerkungen zur Kontroverse zwischen
Egalitarismus und Schwellenkonzeption 722
Schlusswort 733
Ausführliches Inhaltsverzeichnis 739
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Knell, Sebastian
VerfasserInnenangabe: Sebastian Knell
Jahr: 2015
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Systematik: PI.IB, NK.AE, I-15/04
ISBN: 978-3-518-58619-8
2. ISBN: 3-518-58619-X
Beschreibung: 1. Aufl., 736 S.
Mediengruppe: Buch