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Biologie und Erkenntnis

über die Beziehungen von organischen Regulationen und kognitiven Prozessen
Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Piaget, Jean
Verfasser*innenangabe: Jean Piaget. Aus dem Franz. von Angelika Geyer
Jahr: 1992
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer-Taschenbuchverl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt

Zeitlebens hat Piaget seine beiden wissenschaftlichen Hauptinteressen - Biologie und Erkenntnistheorie - in fruchtbarer Weise aufeinander bezogen. Eine wirkliche Synthese gelang ihm aber erst mit Biologie und Erkenntnis, das darum zu Recht als eines seiner Hauptwerke gilt. Hier vermochte er erstmals zu zeigen, daß die Genese von Organismen und deren Erkenntnisvermögen in strukturell und funktionell eng verwandter Weise verläuft - auch beim Menschen. Erkenntnis folgt nicht rein 'geistigen' Gesetzen, sondern ist stets verankert in einem biologischen Organismus. Dieser lernt durch tätige Auseinandersetzung mit der Umwelt - und ebenso handlungsorientiert ist daher die Genese von Wissen und Erkenntnis, die es als bloße Abbildung der Wirklichkeit nicht geben kann. Damit setzt Piaget den in der abendländischen Denktradition begründeten Antagonismus von Körper und Geist außer Kraft. Biologie und Erkenntnis ist nicht zuletzt eine Herausforderung an die Philosophie.
 
 
Aus dem Inhalt:
/ / Vorwort. XI / / KAPITEL I / Problemstellung / / §1. Vorfragen. 1 / I. Die kognitive Assimilation 4 / II. Die Verhaltensschemata. 6 / II. Das Stimulus-Response-Schema. 8 / IV. Aquilibration und Selbstregulierung. 11 / / §2. Das epigenetische System und die Entwicklung der kognitiven Funktionen. 14 / I. Präformation und Epigenese. 15 / II. Der sequentielle Charakter der Stadien 17 / III. Die Kreoden. 19 / IV. Reifung und Umwelt. 22 / V. Homöorhese und Homöostase. 24 / / §3. Leithypothese über die Beziehungen zwischen den kognitiven Funktionen und der biologischen Organisation. 27 / I. Die Hypothese. 27 / II. Die Organe der internen Regulation. 30 / III. Kognitive Funktionen und Regulation der Austauschprozesse. 33 / IV. Der Äquilibrationsfaktor 37 / / KAPITEL II / Die Untersuchungs- und Kontrollmethoden / / §4. Die zu vermeidenden Methoden. 39 / I. Die „kombinatorische Intelligenz« von Cuenot 40 / II. Der Psychomorphismus 44 / III. Die Rückführung des Höheren auf das Niedere. 46 / / §5. Die angewandten Methoden t. 50 / I. Vergleich der Probleme. 51 / II. Die funktionellen Entsprechungen 54 / III. Die strukturellen Isomorphien 58 / IV. Die abstrakten Modelle. 61 / V. Die Epistemologie der Verhaltensstufen 62 / VI. Die Epistemologie der Biologie. 65 / VII. Die biologische Interpretation der Erkenntnisformen. 67 / / KAPITEL III / Epistemologie der biologischen Erkenntnis / / §6. Die diachronischen Begriffe 72 / I. Organische und genealogische Entwicklungen 72 / II. Die Evolution des Lebens. 75 / III. Die Evolution der Vernunft. 78 / IV. Die ontogenetische Entwicklung. 81 / V. Die psychogenetische Entwicklung. 83 / / §7. Die synchronischen Begriffe 86 / I. Der Artbegriff. 86 / II. Das „genetische System“. 91 / III. Der individuelle Organismus 94 / IV. Vergleich mit den kognitiven Problemen. 97 / / §8. Organismus und Umwelt. 100 / I. Die Beziehungen Organismus x Umwelt und Subjekt X Objekt 100 / II. Die prästabilierte Harmonie 103 / III. Lamarckismus und Empirismus 105 / IV. Der Mutationismus. 113 / V. Apriorismus und Konventionalismus 117 / VI. Das Tertium Waddingtons und der »Fortschritt« nachJ.Huxley. 121 / / §9. Schlußfolgerungen: Die biologische Kausalität 127 / I. Konvergenzen. 128 / II. Präkausalität, Zufall und Regulation. 129 / III. Der Finalismus 133 / IV. Struktur und Genese. 134 / / KAPITEL IV / Die funktionellen Korrespondenzen und die partiellen Strukturisomorphien zwischen dem Organismus und dem Erkenntnissubjekt / / §10. Funktionen und Strukturen 140 / I. Definition der Strukturen 141 / II. Funktionieren und Funktion. 143 / III. Allgemeine Funktionen und spezielle Funktionen der Erkenntnis 147 / / §11. Funktionen und Strukturen der Organisation 149 / I. Kontinuität und Erhaltung 150 / II. Kognitive Formen und Erhaltungen 154 / III. Organisation und »offenes System« 157 / IV. Die Einschachtelungen 160 / V. Ordnungsstrukturen. 167 / VI. Multiplikative Strukturen, »stark strukturierte« / Klassen und Endomorphismen. 169 / / §12. Funktionen und Strukturen der Adaptation. 174 / I. Assimilation und Akkommodation. 175 / II. Adaption und Genom. 176 / III. Phänotypische Adaption. 178 / IV. Adaption und Verhalten 180 / V. Kognitive Adaptationen 183 / VI. Adaptionen und Operationen. 186 / / §13. Die Erhaltung früher erworbener Informationen und die Antizipation. 188 / I. Das Gedächtnis. 188 / II. Elementare Formen des Lernens. 192 / III. Die kognitive Antizipation 194 / IV. Die organische Antizipation 199 / V. Ein Beispiel morphogenetischer Antizipation bei Pflanzen 201 / / §14. Die Regulationen und die Äquilihration. 205 / I. Regulation und Konstruktion. 206 / II. Organische und kognitive Regulationen 209 / III. Regulationen und Operationen. 212 / IV. Schlußfolgerungen 216 / / KAPITEL V / Epistemologie der elementaren Stufen des Verhaltens / / §15. Das Nervensystem und die Reflexe. 220 / I. Nervensystem und Assimilation. 221 / II. Reflexe und Assimilation. 224 / III. Das logische Netz von McCulloch 227 / / §16. Die Bedingungen des instinktiven „Wissens“. 229 / I. Problemstellung 230 / II. Analogien im Funktionieren. 234 / III. Die Instinktschemata 237 / IV. Die Logik des Instinkts. 239 / V. Die Koordination der Schemata 241 / VI. Instinkt und hereditäre Adaption 247 / / §17. Die Wahrnehmung. 250 / I. Die „Gestalten“ 251 / II. Die perzeptiven Regulationen. 256 / / §18. Lernen und >Intelligenz<. 257 / I. Elementare Lernprozesse 259 / II. Die Konditionierung. 261 / III. Die sensomotorischen Verhaltensweisen des Säuglings. 264 / IV. Die tierische Intelligenz. 267 / / KAPITEL VI / Die biologische Interpretation der drei Formen der Erkenntnis / / § 19. Die angeborenen Erkenntnisse und die erblichen Werkzeuge der Erkenntnis 276 / I. Die Begriffe apriori. 277 / II. Die klassischen Lösungen. 279 / III. Die Populationsgenetik. 285 / IV. Individuum und Population 290 / V. Umwelt und genetisches System. 295 / VI. Reorganisation des Genoms und erneute Adaptation. 295 / VII. Beziehungen zwischen dem obigen Modell und den Modellen der organischen Selektion< sowie der Regulation der Mutationen im Sinne von L. L. Whyte 305 / VIII. Ein Beispiel »genetischer Assimilation< im Bereich der Kinetogenese. 307 / IX. Schlußfolgerungen 312 / / § 20. Die logisch-mathematischen Strukturen und ihre biologische Bedeutung 313 / I. Mathematik und Logik. 313 / II. Mathematik und Lernen 316 / III. Logisch-mathematische Strukturen und Vererbung 320 / IV. Die Konstruktion der mathematischen Strukturen 325 / V. Die allgemeinen Formen der Organisation 328 / VI. Die weiterführenden konvergierenden Rekonstruktionen 336 / / §21. Die erworbenen Erkenntnisse und die Objekt-Erfahrung 341 / I. Auf Erfahrung beruhende Erkenntnis und logisch-mathematische Erkenntnis 341 / II. Notwendigkeit der logisch-mathematischen Rahmen 344 / III. Die Übereinstimmung zwischen Mathematik und Realität. 347 / / KAPITEL VII / Schlußfolgerungen: / Die Erkenntnisformen als differenzierte Organe zur Steuerung / des funktionellen Austauschs mit der Außenwelt / / §22. Die besonderen Funktionen der Erkenntnis 357 / I. Verhalten, Erweiterung der Umwelt und Schließung des »offenen Systems« 358 / II. Verhalten und kognitive Regulationen 361 / III. Organisches Gleichgewicht und kognitives Gleichgewicht 363 / IV. Die Trennung von Form und Inhalt und die Invarianz. 367 / V. Das soziale Leben und die allgemeinen Koordinationen des Verhaltens 369 / / §23. Organische und kognitive Regulationen. 370 / I. Leben und Wahrheit 371 / II. Die Unzulänglichkeiten des Organismus. 372 / III. Instinkt, Lernen und logisch-mathematische Strukturen. 374 / IV. Das Auseinanderbrechen des Instinkts 375 / V. Erkenntnis und Gesellschaft 378 / VI. Schlußfolgerungen 379 / / Anhang / / Literaturverzeichnis 383 / Namen- und Sachregister. 389

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Piaget, Jean
Verfasser*innenangabe: Jean Piaget. Aus dem Franz. von Angelika Geyer
Jahr: 1992
Verlag: Frankfurt am Main, Fischer-Taschenbuchverl.
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Systematik: Suche nach dieser Systematik NN.BA
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ISBN: 3-596-11200-1
Beschreibung: 416 S.
Schlagwörter: Biologie, Erkenntnis, Wissenschaftstheorie, Biologische Grundlage, Genetische Epistemologie, Allgemeine Biologie, Genetische Erkenntnistheorie
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Geyer, Angelika
Originaltitel: Biiologie et connaissance
Fußnote: Literaturverz. S. 383 - 388. - Lizenzausg. des S.-Fischer-Verl., Frankfurt am Main. - Frühere Ausg. als: Fischer-Taschenbücher ; 7333
Mediengruppe: Buch