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40 von 52
Sexismus
Geschichte einer Unterdrückung
VerfasserIn: Arndt, Susan
Verfasserangabe: Susan Arndt
Jahr: 2020
Verlag: München, C.H.Beck
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
(I-20/19-C3) (GM ZWs / SC)
Zwar ist Sexismus spätestens seit #Aufschrei und #MeToo wieder in aller Munde. Doch meist wird bloß hitzig aneinander vorbei diskutiert. Susan Arndt legt mit ihrem umfassenden Buch die Grundlage für eine fundierte und kritische Debatte jenseits von Verharmlosung und Ziellosigkeit.
Nicht wenige übersehen alltäglichen Sexismus oder leugnen ihn; andere wiederum gelten als zu moralisch oder politisch hyperaktiv. Und viele ziehen es inzwischen vor, sich gar nicht mehr zu äußern. Es gibt aber keine neutrale Position gegenüber Sexismus. Denn Sexismus ist ein umfassendes Denk- und Herrschaftssystem, das sich in die DNA unserer Gesellschaft eingeschrieben hat. Susan Arndt identifiziert als seinen Kern das Postulat der binären Zweigeschlechtlichkeit. Es erm öglicht patriarchalische Herrschaft und legt die Grundlagen für die Diskriminierung von Frauen* sowie von homosexuellen, inter*sexuellen und trans*geschlechtlichen Personen. Doch auch Männer* werden vom Sexismus als Individuen normiert und können gebrochen werden. Das Buch zeigt die systemischen Zusammenhänge von Sexismus als Herrschafts- und Machtsystem auf, beschreibt seine Geschichte(n) sowie auch, wie er sich heute äußert. Denn nur, wenn verstanden wird, was Sexismus eigentlich ist, kann er erkannt, verlernt und strukturell nachhaltig unterwandert werden - und koste es auch, Gewohntes oder gar Privilegien, Macht und Herrschaft aufzugeben.
 
Inhalt
 
Wie ein Vorwort
Mein Leben hat mich auf dieses Buch vorbereitet . . . . . . . . . . 11
Zum Anliegen und Aufbau des Buches . . . . . . . . . . . . . . . . 18
1. Von Sexismus und anderen Begriffen 23
1.1. Sexismus als Ideologie von heterosexueller Zweigeschlechtlichkeit . . . .. . . . . 27
1.2. Sexismus, Macht und die Herrschaft des Patriarchats . . . . 33
1.2.1. Über die Wechselwirkung von Macht, Herrschaft und Gewalt . . . . . . . . . . . . . 33
1.2.2. Patriarchalische Herrschaft: Mythos und Politik . . . 39
1.3. Sexismus: Diskriminierung und Privilegien . . . . . . . . . 43
1.4. Sexismus: Eine Definition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
1.5. Chauvinismus, Machoismus, Marianismo . . . . . . . . . . 51
1.6. «Strategischer Essentialismus» (Spivak) und warum von Frauen* und Männern* die Rede ist . . . . . . . . . . . 53
2. Das Drei-Säulen-Fundament des Sexismus: FrauistnichtMann. Erfindungen des biologischen und sozialen Geschlechts und deren juristische Verankerung 57
2.1. Biologische und soziale Erzählungen über Geschlecht . . . 58
2.2. MannundFrau ist FrauistnichtMann ¿ meint was genau? . . 74
2.3. Frau* und Recht(losigkeit) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
2.3.1. Moral, Ethik und Recht . . . . . . . . . . . . . . . . . 81
2.3.2. Männliche Vormundschaft und Frauen* ohne Rechte 83
2.3.3. RechtsGeschichte in Zeiten männlicher Vormundschaft . . . . . . . . . . . 88
 
3. Manifestationen des Sexismus 114
3.1. Sexistische, sexuelle Gewalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . 115
3.1.1. Femizid und gezielte Tötungen von
Frauen*/Mädchen* . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 116
3.1.2. Vergewaltigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 119
3.1.2.1. Vergewaltigung als sexistische Macht und Gewalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
3.1.2.2. Gesellschaftlicher und rechtlicher Umgang mit Vergewaltigung . . . . . . . . . 123
3.1.3. Sexuelle Belästigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138
3.2. Frau*, Bildung(slosigkeit) und Erwerbsarbeit . . . . . . . . 142
3.2.1. Bildung und Arbeit für Frauen* in historischer Perspektive . . . . . . . . . . . . 144
3.2.2. Gleicher, doch nicht gleich . . . . . . . . . . . . . . . 159
3.2.3. Mutterschaftsarbeit im gesellschaftlichen Kontext . . 167
3.2.4. Prostitution: «Sexarbeit» oder sexuelle Gewalt? . . . . 176
3.3. Repräsentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184
3.3.1. Sprachliche Repräsentation und Kommunikation . . 193
3.3.1.1. Das generische Maskulinum . . . . . . . . . . 193
3.3.1.2. Sexistische Begriffe und Redewendungen . . . 198
3.3.1.3. «Herr und Frau». Tücken einer alltäglichen Anrede . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 201
3.3.1.4. AusSprechen und Unterbrechen, Reagieren oder Ignorieren? . . . . . .. . . . . 203
3.4. Schönheit und Kleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 206
3.4.1. Schönheit kann nicht dick sein . . . . . . . . . . . . . 206
3.4.2. Kleidung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218
3.4.2.1. Hose und Hosentasche versus Rock, Korsett, Dekolleté und Handtasche . . 219
3.4.2.2. Vom Badeanzug zur Microkini-Entkleidung . 225
3.4.2.3. Die «Wer fürchtet den Hijab»-Frage . . . . . . 227
3.5. Diskriminierung von Homosexualität, Inter*sexualität und Trans*geschlechtlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . 232
3.5.1. Homosexualität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234
3.5.1.1. Begriffe und Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . 235
3.5.1.2. Historische Entwicklungen . . . . . . . . . . . 239
 
3.5.2. Inter*sexualität und Trans*geschlechtlichkeit . . . . . 248
3.5.2.1. Begriffe und Zahlen . . . . . . . . . . . . . . . 250
3.5.2.2. Historische Entwicklungen . . . . . . . . . . . 254
4. Bewegungen und Strategien gegen Sexismus 264
4.1. Macht, Widerstand und Emotion . . . . . . . . . . . . . . . 264
4.2. Feminismen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 268
4.2.1. Nicht Feminismus, aber kein Feminismus ist es auch nicht. Sich widersetzende Frauen* zwischen Antike und Renaissance . . . . . . . . . . . . . . . . . 271
4.2.2. Aufklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 276
4.2.3. Frauenbewegung und Feminismus zwischen 1848 und Nationalsozialismus 278
4.2.4. Feministische Strukturen und Forderungen im geteilten Deutschland . . . . . . 286
4.2.5. Feminismen ab 1990 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293
4.2.5.1. Feministische Kritik am Feminismus . . . . . 296
4.2.5.1.1. Feminismus und Arbeiter*innen . . . 297
4.2.5.1.2. Feminismus zwischen Heteronormativität und Queer Studies . . . 300
4.2.5.1.3. Feminismus zwischen Rassismus und Intersektionalität . . . . . . . . . 302
4.2.6. Die Zukunft des Feminismus . . . . . . . . . . . . . . 311
4.3. Strategien gegen Sexismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 317
4.3.1. Internationale Konventionen und Antidiskriminierungsgesetze im deutschsprachigen Raum . . . . . . 317
4.3.2. Empowerment, Awareness, Gender-Mainstreaming, Affirmative Action, Frauenbeauftragte und geschützter Raum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 322
4.3.3. Widerständige Sprache . . . . . . . . . . . . . . . . . 332
5. Kann es eine Welt ohne Sexismus geben. Kein Resümee 340
5.1. Sind Frauen* die besseren Menschen? . . . . . . . . . . . . 340
5.2. Ist Sexismus vorüber? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 342
5.3. «Die Geschichte war eben so» ¿ und wie weiter? . . . . . . 344
 
Danksagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 354
Anmerkungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 357
Auswahlbibliographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 406
Personenregister . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 412
Details
VerfasserIn: Arndt, Susan
VerfasserInnenangabe: Susan Arndt
Jahr: 2020
Verlag: München, C.H.Beck
Systematik: GS.OF, I-20/19
ISBN: 9783406757976
2. ISBN: 3406757979
Beschreibung: 416 Seiten
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite [406]-411
Mediengruppe: Buch