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65 von 1847
Globalisierung versus Fragmentierung
VerfasserIn: Menzel, Ulrich
Verfasserangabe: Ulrich Menzel
Jahr: 1998
Verlag: Frankfurt am Main, Suhrkamp
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GP.W Menz / College 3a - Gesellschaft, Politik / Sammlung Duffek Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
VERLAGSTEXT: / / Wie kann eine neue Weltordnung aussehen, die an die Stelle der mit dem Ende des Ost-West-Konflikts sichtbar gewordenen Unübersichtlichkeit tritt? Menzels hier zusammengestellte Aufsätze sind in den letzten vier Jahren entstanden und zeigen zwei scheinbar entgegengesetzte Trends auf: Auf der einen Seite nimmt die Öffentlichkeit nicht mehr den territorial und ethnisch definierten Nationalstaat mit seinem Integrationspotential als relevant war, sondern vielmehr den weltweiten Markt, die entgrenzte und entstofflichte Wirtschaft ohne eigentlichen Standort. Vor dem Hintergrund der Globalisierung haben die Nationalstaaten 'Souveränität und damit auch Macht eingebüßt an den Markt, auf dem sich die Logik des Kapitals in ihrer reinsten Form durchgesetzt hat' (222). Auf der anderen Seite ist ein zunehmendes Insistieren auf Begriffen wie Nation, Territorium oder Ethnizität zu beobachten, auf staatlicher Souveränität, Nationalökonomie, eigenständiger Kultur oder Denken in der Kategorie des Kulturraums, wie Huntington in seinem 'Clash of Civilization' beschreibt. Gemäß Menzel stellt sich am Übergang von der Moderne zur Postmoderne die Frage, ob die Errungenschaften der Aufklärung - Fortschritt, Zivilisierung der Welt, die Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten sowie Wirtschaftswachstum - nicht an ihre Grenzen gestoßen sind. / Das Ende des Ost-West-Konflikts markiert keineswegs den Beginn einer neuen Weltordnung, das Ende des Ost-West-Konflikts hat vielmehr den Blick freigegeben auf die neue Unübersichtlichkeit der Welt. Auf der einen Seite erfahren wir den Trend zur Globalisierung, insbesondere im Medien-, Telekommunikations- und Finanzsektor und in der Welt der Moden und Geschmäcker, auf der anderen Seite erleben wir den Trend zur Fragmentierung. Gemeint ist z.B. die wachsende Zahl ethnonationalistischer Konflikte und der Zerfall von Staaten, aber auch die Krise der öffentlichen Finanzen, der Abbau des Sozialstaats oder die Zementierung der Zwei-Drittel-Gesellschaft. / / Die These des Autors lautet, daß wir von dem Übergang von der Moderne zur Postmoderne stehen und uns die Frage stellen müssen, ob die »großen Erzählungen« der Aufklärung von Fortschritt, Zivilisierung der Welt, Ausbreitung von Demokratie und Menschenrechten, Wirtschaftswachstum zum Zwecke der Wohlstandssteigerung und sozialen Sicherheit für alle nicht an eine Grenze gestoßen sind. / ------------------------------ / AUS DEM INHALT: / / I. Vier Annäherungen an die Welt aus postmoderner Perspektive: 1. Die neuen Feindbilder. Über die Renaissance von Geopolitik und Geokultur; 2. Die Ethnisierung der Internationalen Beziehungen; 3. Über die Virtualisierung der Ökonomie und den Souveränitätsverlust der Nationalstaaten. / / II. Die neue Weltwirtschaft: 5. Strukturwandel der Weltwirtschaft; 6. Der Flug des Drachen. Das neue Wachstumszentrum in Ost- und Südostasien; 7. Wirtschaft ohne Standort. Über die Auswirkungen der postindustriellen Revolution. / / III. Die Konsequenzen für Macht, Entwicklung und Frieden: 8. Jenseits der Hegemoniedebatte: Staaten oder Märkte?; 9. Das Entwicklungsdilemma und die Ethik der neuen Weltordnung. / /
Details
VerfasserIn: Menzel, Ulrich
VerfasserInnenangabe: Ulrich Menzel
Jahr: 1998
Verlag: Frankfurt am Main, Suhrkamp
Systematik: GP.W
Interessenkreis: Sammlung Duffek
ISBN: 3-518-12022-0
Beschreibung: Erstausg., 1. Aufl., 261 S. : Kt.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch