Cover von Unsichtbare Institutionen wird in neuem Tab geöffnet

Unsichtbare Institutionen

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Rosanvallon, Pierre
Verfasser*innenangabe: Pierre Rosanvallon ; aus dem Französischen von Michael Bischoff und Ulrike Bischoff
Jahr: 2025
Verlag: Hamburg, Hamburger Edition
Mediengruppe: Buch
verfügbar

Exemplare

AktionZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GP.PV Rosa / College 3a - Gesellschaft, Politik, Recht, Journalismus / Regal 302 Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0

Inhalt

Nie zuvor schienen westliche Regierungen so unfähig, die Gesellschaft zu steuern und zu reformieren. Es ist von "unregierbaren Demokratien", "Misstrauensgesellschaft" und "öffentlicher Ohnmacht" die Rede, Schlagworte, die den resignierten Fatalismus nähren, in dessen Schatten der Populismus gedeiht. Um die Grundlagen für eine Erneuerung zu schaffen, konzentriert sich der Demokratietheoretiker Pierre Rosanvallon auf die Konzepte Vertrauen, Autorität und Legitimität. Diese Konzepte, die auf das Innere der Gesellschaft verweisen, bezeichnet er als unsichtbare Institutionen. Es sind Institutionen, weil sie zur Integration, Kooperation und strukturellen Regulierung von Gesellschaften beitragen. Sie sind unsichtbar, weil sie weder durch Regeln definiert noch mit Möglichkeiten zu ihrer Durchsetzung ausgestattet sind. Sie werden vielmehr durch die Beziehungen zwischen Individuen oder zwischen Individuen und Organisationen konstituiert. Eine konstruktive Demokratie hängt vom inneren Zusammenhalt einer Gesellschaft ab, die sich als beständig und stabil erweisen muss.
 
Inhalt
 
Die unsichtbaren Institutionen erkennen und begreifen -
Einleitung 9
Andere Ausprägungen der Gemeinsamkeit 1 o
Die Schaffung der gesellschaftlichen Zeit 14
Der Institutionenbegriffund seine Konzeptualisierungen 16
Ein Ausdruck der Lebendigkeit der sozialen Welt 20
Drei Arten, unsichtbare Institutionen zu begreifen 22
I Geschichte und Konzeptualisierung 25
1 Vertrauen-Erfahrungen und Theorien 27
Kredit und Vertrauen 28
Ein Entwicklungsfaktor des Handels 31
Erste theoretische Ansätze 39
2 Figuren und Funktionen der Autorität 43
Die Lehren der Römischen Republik 44
Die Erfindung des politischen Autoritätsbegriffs 46
Die Frage der intellektuellen Autorität 51
Die Autorität der Hochschullehrer im Mittelalter $3
Der Gesetzgeber bei Rousseau 57
Die drei Figuren der Autorität 60
3 Die kritische und moralische Triebfeder der Legitimität 65
Von der Philosophie der guten Regierung zum Recht
aufWiderstand 69
Die Naturrechtstheorien 75
Die Geste de Gaulles 80
II Stützpfeiler und Grundlagen 85
1 Die instrumentelle Gemeinsamkeit 91
Normen und Maße 91
Geld 96
Gemeinsame Sprache 103
2 Die geteilten Selbstverständlichkeiten 113
Der Common Sense 113
Die Vernunft 122
Der deliberative Konsens 128
3 Die konstitutive Vorstellungswelt 133
Von der Staatsreligion in Rom zu den republikanischen Riten 134
Von der Zivilreligion in Amerika zum Demokratiekult 144
III Widerstände und Verblendungen 153
1 Das Projekt der Objektivierung der Welt und
der Verweis des Vertrauens in diezweite Reihe 157
Die unsichtbare Hand und das Projekt einer Marktgesellschaft 158
Theorien und Praktiken der wissenschaftlichen Organisation 162
Das neue Zeitalter der Versicherung 165
Blockchain als ultimative Utopie 168
Die Kritik der Ökonomen und Juristinnen 171
Von der vagen Konzeptualisierung des sozialen Kapitals
zur fragwürdigen Rückkehr zum Vertrauensbegriff 173
2 Die Demokratie und die Illusion des Aufgehens
der Legitimität in der Legalität 181
Der antike Horizont der Einmütigkeit 181
Sinn und Probleme einer Rückkehr des Legitimitätsbegriffs 186
Die Lehren aus der Weimarer Republik 192
3 Das Verschwinden der auctontas hinter der Souveränität 199
Die Erfindung der Unfehlbarkeit und der Souveränität 199
Die konservative Rückkehr des Autoritätsbegriffs 206
Erfolglose Analysen 211
Ein neues Autoritätsverständnis 213
4 Die Dekonstruktion der Gemeinsamkeit 225
Vernunft gegen Common Sense: das französische Beispiel
von der Aufklärung bis Bourdieu 225
Das Zeitalter des Postfaktischen 237
Geist und Formen einer Rehabilitation -Schluss 247
Die funktionelle Reduktion des Misstrauens 248
Die Einsetzung von Autoritäten 252
Der Legitimität spürbares Leben verleihen 257
Bedingungen für die Neuformulierung geteilter Evidenzen 260
Bibliografie 267

Details

Verfasser*in: Suche nach Verfasser*in Rosanvallon, Pierre
Verfasser*innenangabe: Pierre Rosanvallon ; aus dem Französischen von Michael Bischoff und Ulrike Bischoff
Jahr: 2025
Verlag: Hamburg, Hamburger Edition
opens in new tab
Systematik: Suche nach dieser Systematik GP.PV
Suche nach diesem Interessenskreis
ISBN: 978-3-86854-397-1
2. ISBN: 3-86854-397-X
Beschreibung: 1. Auflage, 293 Seiten
Schlagwörter: Gesellschaft, Politikverdrossenheit, Soziale Gerechtigkeit, Staatsverdrossenheit, Autorität, Demokratie, Krise, Vertrauen, Democracy (eng), Demokratischer Staat, Krisen, Krisensituation, Volksherrschaft
Beteiligte Personen: Suche nach dieser Beteiligten Person Bischoff, Michael; Bischoff, Ulrike
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Les institutions invisibles
Fußnote: Literaturverzeichnis Seite 267-[294]
Mediengruppe: Buch