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Plädoyer für eine gewisse Anormalität
VerfasserIn: McDougall, Joyce
Verfasserangabe: Joyce McDougall
Jahr: 2001
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
VERLAGSTEXT: / / Generell kann heute festgestellt werden, dass sich das klinische Bild psychoanalytischer Patienten in den letzten Jahren auffällig verändert hat. Im Gegensatz zu früher haben sich sowohl die Krankheitssymptome als auch der Entwicklungszeitpunkt, aus dem die Störung stammt, bedeutsam gewandelt. Die Autorin hält ein Plädoyer für die Freiheit des Subjekts, das nur dann Individualität entwickeln kann, wenn es sich von den anderen unterscheidet und gesellschaftliche Normen ein wenig verletzt. Es geht der Autorin nicht nur um die Toleranz gegenüber der Anormalität der anderen, sondern vor allem darum, mit den eigenen unreifen, infantilen, irrationalen und unbewußten Anteilen im eigenen Ich toleranter umzugehen. / Die "klassischen Neurosen" der "normalen Neurotiker" werden immer seltener. In den Behandlungszimmern der Psychoanalytiker stellen sich heute meist Patienten ein, die keine ausgeprägten hysterischen oder Zwangssymptome haben, sondern sich über diffuse Gefühle von Angst und Depression beklagen, über wiederholtes Versagen oder andere Symptomformen wie Süchte oder psychosomatische Krankheiten. Während die Analysanden früher meist an neurotischen Sexualproblemen litten, treten heute Symptome in den Vordergrund, die sich aus älteren Konflikten der psychischen Entwicklung eines Individuums ergeben. / Verhältnismäßig spät tritt ja in der Entwicklung des Kindes der kleine Ödipus zutage, der die Tatsache des Geschlechtsunterschieds, die narzißtische Kränkung durch die Urszene und die Versagung seiner erotischen und aggressiven Wünsche gegenüber den Eltern bewältigen muß. Sehr viel früher hat man es mit einem kleinen Narziß zu tun, dermit dem definitiven Verlust der Brust-Mutter fertig zu werden hat und dem sich die unabweisbare Notwendigkeit stellt, durch die Schaffung innerer psychischer Objekte diesen Verlust zu kompensieren. / Wenn dies angesichts überwältigender psychischer Traumata mißlingt, bleibt die subjektive Identität durch archaische Trennungs-, Desintegrations- und Todesängste bedroht. Sexuelle Perversionen, Homosexualität, narzißtische und psychosomatische Störungen oder "Überanpassung an die Realität können als die individuell verschiedenen und insofern durchaus "schöpferischen" Leistungen des Subjekts verstanden werden, solche Dilemmata zu lösen. / Dieses Buch enthält lebendig geschilderte Reflexionen McDougalls über ihre Patienten aus vielen Jahren der Arbeit in der Psychotherapie. Ihr "Plädoyer" ist eines für die Würdigung der "Kreativität" im Umgang mit psychischen Störungen. / Über die Autorin: Joyce McDougall, geb. 1920 in Neuseeland, erhielt ihre Ausbildung zur Psychoanalytikerin in London und Paris und lebt und arbeitet seither in Paris. Sie gilt alseine der großen, charismatischen Psychoanalytikerinnen der Gegenwart. / / / AUS DEM INHALT: / / Vorwort . / I. Der anonyme Zuschauer / 11.Die Urszene und das perverse Szenarium . / 111.Das homosexuelle Dilemma. Eine Untersuchung / zur weiblichen Homosexualität , / IV. / Der Hermaphrodit und die Masturbation . / V. / Schöpfertum und sexuelle Devianz . / VI. Der Anti-Analysand in der Analyse / VII. Gegenübertragung und primitive Kom- / munikation / VIII. Narziß auf der Suche nach einem Spiegelbild . / IX. / Psychosoma und Psychoanalyse / X. / Körper und Sprache, Sprache des Körpers . / XI. Psychischer Schmerz und Psychosoma . / XII. Drei Köpfe und drei Körper / XIII. Plädoyer für eine gewisse Anormalität . / Literatur . 465
Details
VerfasserIn: McDougall, Joyce
VerfasserInnenangabe: Joyce McDougall
Jahr: 2001
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Systematik: PI.HPP
ISBN: 3-89806-113-2
Beschreibung: unveränd. Neuaufl. der Ausg. von 1985, 469 S.
Originaltitel: Plaidoyer pour une certaine anormalité <dt.>
Fußnote: Literaturverz. S. 465 - [470]
Mediengruppe: Buch