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Wegschauen geht nicht
Georg Büchner auf den Bühnen des 20. Jahrhundert
VerfasserIn: Eckert, Nora
Verfasserangabe: Nora Eckert
Jahr: 2013
Verlag: Basel, Schwabe
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KT.HD Ecke / College 5a - Szene Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Vor zweihundert Jahren wurde Georg Büchner geboren – er war noch keine 24 Jahre alt, als er am 19. Februar 1837 in Zürich an Typhus starb. Neben seiner Erzählung Lenz hinterließ er eine Dissertation über das Nervensystem der Barben und einige andere wissenschaftliche Abhandlungen, zwei Übersetzungen von Texten Victor Hugos, die revolutionäre Flugschrift Der Hessische Landbote, ein schmales Konvolut mit Briefen und drei Theaterstücke: Dantons Tod, Leonce und Lena und Woyzeck.
Literarisch aufmerksame Zeitgenossen mögen die darin liegende Genialität durchaus schon damals erspürt haben. Doch hob sich der Vorhang für Büchners Bühnenwerke erst ein gutes Jahrhundert später. Als das moderne Theater um 1900 seine Stücke entdeckte, galten sie als Offenbarung. All das, was die Moderne an Themen, Ausdruck und Stil für sich reklamierte, fand sie hier in überraschender Frische und Klarheit vor. Seither hat Büchner den Rang eines Klassikers; seine Werke sind zu guten Bekannten geworden. Aber wie gut kennen wir sie wirklich? Betrachten wir ihre rege Rezeptionsgeschichte auf den deutschsprachigen Bühnen des 20. Jahrhunderts, so fällt auf, dass sehr Unterschiedliches aus den Stücken herausgelesen wurde. Das Theater – gleich einem Selbstbedienungsladen – präsentierte die Werke, so wie sie gefielen, zeitgemäss dekoriert, textlich variiert, nach je unterschiedlicher Intention.
Nora Eckert bietet ein aufschlussreiches Panorama der sprunghaften und vielgesichtigen Aneignung von Büchners Dramen durch das Theater des vergangenen Jahrhunderts. Ausgehend von konkreter Inszenierungspraxis, etwa der Danton-Inszenierung von Gustaf Gründgens aus dem Jahre 1939 oder den markanten Umsetzungen Robert Wilsons, ergeben sich Einblicke in die Kultur-, Politik- und Mentalitätsgeschichte der jeweiligen Zeit. Die intellektuelle und ästhetische Stimmungsfrequenz der drei Stücke korrespondierte stets passgenau mit damals aktuellen Diskursen. [Verlagsangabe]
Wie steht es um Büchners Resonanz auf heutigen Bühnen? Überlegungen zu dieser Frage schliessen den Rundgang des Buches ab.
Inhalt
*Büchners Ankunft im Theater. Eine Rekonstruktion
*Woyzeck und Wozzeck. Versuch über die moralischen Gründe eines Theatererfolgs, oder: Wer hat Schuld?
*Robespierre oder die Sehnsucht nach dem starken Mann. Ein rezeptionsgeschichtlicher Beitrag zu Dantons Tod in der Weimarer Zeit
*«… aber wir haben den Krieg und die Guillotine». Gründgens spielt 1939 St. Just
*Leonce und Lena oder: Wie inszeniert man Langeweile?
*Robert Wilson inszeniert Büchner, oder: Was ist unter der Oberfläche?
*Über Büchners Aktualität
Details
VerfasserIn: Eckert, Nora
VerfasserInnenangabe: Nora Eckert
Jahr: 2013
Verlag: Basel, Schwabe
Systematik: KT.HD
ISBN: 978-3-7965-2897-2
2. ISBN: 3-7965-2897-X
Beschreibung: 148 S.
Sprache: ger
Mediengruppe: Buch