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26 von 247
Die Zukunft des Waldes
warum wir ihn brauchen, wie wir ihn retten
VerfasserIn: Meister, Georg
Verfasserangabe: Georg Meister
Jahr: 2015
Verlag: Frankfurt am Main, Westend-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Exemplare
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: NN.OF Meis / College 6a - Naturwissenschaften Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Der Wald, der Deutschen liebstes Kind, ein Mythos. Doch wie sieht die Realität aus? Sind unsere Wälder für die Zukunft, für den Klimawandel gewappnet? Wie funktioniert eigentlich das Ökosystem Wald? Das Gleichgewicht unserer Wälder wird jedenfalls mehr und mehr durcheinandergebracht, nicht mehr Nachhaltigkeit, sondern Profit wird immer häufiger in den Vordergrund gestellt. Dabei brauchen wir artenreiche, naturnahe Mischwälder zum Überleben. Georg Meister, vormals Forstamtsleiter in Bad Reichenhall, hat anhand zahlreicher Fotos über Jahrzehnte die Veränderungen und Fehlentwicklungen in unseren Wäldern dokumentiert. Und er tritt in seinem Kampf für den naturnahen Mischwald gegen eine beachtliche Lobby von Forstwirtschaftlern, Forstbürokraten und vor allem Jägern an.
 
 
 
 
Georg Meister, Dr. oec. publ., Träger des Bruno H. Schubert-Preises und der Cotta-Medaille, entwickelte in den Siebzigerjahren für die Bayerische Staatsregierung den Nationalpark Berchtesgaden und leitete fast zwanzig Jahre das Gebirgsforstamt Bad Reichenhall. 2004 veröffentlichte Georg Meister das Buch „Die Zeit des Waldes“, 2011 erschien seine Biographie „Tatort Wald: Georg Meister und sein Kampf für unsere Wälder““ von Claus-Peter Lieckfeld.
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
VORWORT 9
 
 
 
1. EINLEITUNG 13
 
 
 
2. DEUTSCHLANDS NATURWÄLDER - VIELFALT UND ANPASSUNG 17
 
Der Wald als Vorbild einer optimalen Kreislaufwirtschaft 17
 
Optimale Anpassung an unterschiedliche Standorte 20
 
Bäume können unterschiedlich schnell "wandern" 25
 
Anpassungsfähigkeit durch Artenreichtum 28
 
Altersstadien im Wald 31
 
"Störungen" führen zu größerer Artenvielfalt 34
 
Überlebensstrategie von Reh und Hirsch 37
 
 
 
3. DIE ZUKUNFT DES WALDES BEGINNT IN DER VERGANGENHEIT 45
 
Die Rückkehr der Bäume 46
 
Aus Jägern werden Bauern 46
 
Wälder werden gerodet und erobern ihre Flächen zurück 48
 
Der Kampf um die Nutzung des Waldes beginnt 49
 
Die "hohe Zeit der Jagd" und ihre Folgen für die Bauern 51
 
Stadtluft macht frei 51
 
Forstordnungen sollen die Waldnutzung regulieren 52
 
"Wo der Wolf geht, wächst der Wald" 53
 
Der "ewige Wald" als Vorläufer der Nachhaltigkeit 54
 
"Nachhaltigkeit" als Verantwortung für kommende Generationen 55
 
Kurzfristig gewinnorientiert oder langfristig waldgerecht? 56
 
Waldverwüstung für die Feudaljagd 58
 
Kritik wird nicht geduldet 59
 
Der "unterirdische Wald" entlastet den Brennholzmangel 61
 
Der wilde Wald wird zum naturfernen Kunstforst 62
 
"Wasser Marsch - raus aus dem Wald" 64
 
Die Jagd wird zur "Tierzucht im Freien" 65
 
1848: Abschaffung der Feudaljagd und neue Zweiklassen-Jagdgesellschaft 69
 
Den Wald unter den Schutz des Wissens aller stellen 71
 
Eine kurze Erholungsphase für naturnahe Wälder 72
 
Die "waidgerechte Hegejagd" als bürgerliches Statussymbol 73
 
In der Falle des Kurzzeitdenkens 76
 
"Macht Euch die Erde Untertan" 77
 
Symptom- vor Ursachenbehebung 79
 
Unterstützung von Naturschützern strikt abgelehnt 83
 
Trophäenjagd nach dem Führerprinzip 84
 
Um Jagdschäden mit wahrer "Jongleurskunst" herumgeredet 86
 
Eine (vertane) Chance für den Umbau der Wälder 89
 
Eine Opposition zur Altersklassen-Forstwirtschaft entsteht 90
 
Die Vorherrschaft der Jagd über den Waldbau wird wiederhergestellt 91
 
Erneute steuerliche Begünstigung der Waldkalamitäten 94
 
Eine Chance zur großzügigen Förderung wird verspielt 94
 
Ein prominenter Mahner für zukunftsfähige Wälder scheitert 95
 
Das "Verschlechterungsverbot" wird ausgehebelt 97
 
Trophäenjagd von Forstbeamten mit nachhaltiger Forstwirtschaft unvereinbar 97
 
Fehlende Aufklärung über Wildschäden im Wald 98
 
Ein Zeitfenster für zukunftsorientierte Waldwirtschaft 99
 
Das "Waldsterben" alarmiert die Öffentlichkeit 100
 
Ein waldfreundlicher Jagdverein wird gegründet 102
 
Die Natur schlägt zurück - doch leitende Förster wollen nichts dazulernen 102
 
Unbequeme Journalisten werden attackiert 103
 
Die Politik reagiert auf jagdliche Privilegien 105
 
Ziellosigkeit führt zu drastischen Forstreformen 106
 
Echter Waldumbau nur mit extrem hohen Kosten möglich 110
 
 
 
4. WELCHE WÄLDER WOLLEN WIR FÜR DIE ZUKUNFT? 111
 
Waldpfleger und Heilkünstler 113
 
Große Herausforderungen für die Zukunft 120
 
Waldbesitz und Waldgesetze als Grundlage für die Wälder der Zukunft 121
 
Warum brauchen wir noch Staats- und Körperschaftswälder? 125
 
Der Wald als C02-Speicher 127
 
Schutz vor Erosion und Humusschwund 129
 
Schutz vor Steinschlag und Lawinen 133
 
Wälder als Trinkwasserreservoir und Hochwasserschutz 135
 
Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser 135
 
Hochwasserschutz beginnt im Bergwald 136
 
Wenn Erholungsbedürfnis und Jagd aufeinandertreffen 140
 
Naturnahe Waldwirtschaft und die "Urwälder von morgen" 144
 
Auch einzelne Arten müssen geschützt werden 146
 
Die Forstwirtschaft als großer Verlierer des "Wirtschaftswunders" 150
 
Großzügige Geschenke der Waldbesitzer an die Jäger 151
 
Diagnosen der Vergangenheit 155
 
Schlussfolgerungen für die Zukunft 156
 
Konsequent Sparen durch konsequentes Jagen 157
 
Einen Wald kann man nicht nachhaltig von oben "durchregieren"! 157
 
Der Umbau instabiler Nadelbaumforste ist dringlich 161
 
Was ist uns wichtiger: zehntausend Klafter Holz, hundert Kilo Jagdtrophäen-Horn oder eine grüne Menschenfreude? 162
 
 
 
5. WAS NUN ZU TUN IST 165
 
1. Für die unterschiedlichen Aufgaben des Waldes sind eindeutige Ziele festzulegen 166
 
2. Für eine umfassende Nachhaltigkeit müssen Staats- und Kommunalwälder vorrangig dem Gemeinwohl dienen 168
 
3. Privatwaldbesitzern sind besondere Leistungen für das Gemeinwohl zielgerechter als bisher zu honorieren 171
 
4. Alle Waldbetreuer müssen lernen, die Walddynamik zu verstehen und diese für eine nachhaltige Forstwirtschaft zu nutzen 173
 
5. Waldboden und Humus sind zu schonen 176
 
6. Die Vielfalt standortheimischer Arten ist für eine wirtschaftlich erfolgreiche Forstwirtschaft wiederherzustellen 179
 
7. Die Jagd ist so zu gestalten, dass die Waldeigentümer selbst entscheiden dürfen, was in ihren Wäldern wächst 182
 
8. Alle forstlichen Maßnahmen sind auf ihre Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen 186
 
9. Die Forstbetriebe und Forstbehörden sind so zu organisieren, dass sie alle Aufgaben des Waldes nachhaltig sichern können 188
 
10. Förster müssen wahre Hüter der Nachhaltigkeit sein 192
 
 
 
6 DIE WÄLDER DER ZUKUNFT - so KANN ES GEHEN 197
 
Rentweinsdorf- Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit 197
 
Nationalpark Bayerischer Wald - die wichtigste Lehrstätte für Waldfreunde 199
 
Lehrobjekt Weißwand - "Vorbeugen ist besser als heilen" 203
 
Castell - "Wir müssen umdenken und handeln" 206
 
Stadtwald Hildburghausen - Stadtrat und Förster gestalten den Zukunftswald 208
 
Graf Hatzfeldt - mit neuer Jagdstrategie sehr viel Geld sparen 211
 
Reuthen - ein Musterbeispiel für kurzfristig möglichen Waldumbau 214
 
Inzell - herausragende Leistungen von Staatswaldförstern 216
 
Angersdorf - vorbildliche Jagd im Dienste der Waldbesitzer 218
 
Buchwäldchen - Waldumbau und Jagd im Einklang 220
 
Passau - "Der Wald ist ein Schöpfungsgeschenk" 223
 
 
 
ANMERKUNGEN 226
 
 
 
GLOSSAR 231
 
 
 
DANK 238
 
 
 
ABBILDUNGSNACHWEISE 239
 
Details
VerfasserIn: Meister, Georg
VerfasserInnenangabe: Georg Meister
Jahr: 2015
Verlag: Frankfurt am Main, Westend-Verl.
Systematik: NN.OF
ISBN: 978-3-86489-047-5
2. ISBN: 3-86489-047-0
Beschreibung: 239 S. : zahlr. Ill., graph. Darst.
Mediengruppe: Buch