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Autobiographie von Alice B. Toklas
VerfasserIn: Stein, Gertrude
Verfasserangabe: Gertrude Stein. Aus dem Amerikan. von Elisabeth Schnack
Jahr: 1985
Verlag: München, Luchterhand Literaturverl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Nach zwanzig Jahren enigmatischer Äusserungen und hermetischer Prosa wählte Stein für ihre Autobiographie eine klare Sprache und eine deutliche Erzählstimme: diejenige von Alice B. Toklas. Alice ist die Erzählerin, Stein selbst kommt als Hauptfigur vor. Sie gab dem Buch keine Gattungsbezeichnung und förderte damit das Verwirrspiel um die Identitäten. Denn das Buch, scheinbar von Alice verfasst, endet mit der Auskunft, dass es das Buch von Gertrude sei: «Vor etwa sechs Wochen sagte Gertrude Stein, es sieht mir gerade nicht so aus, als ob du jemals deine Autobiographie schreiben würdest. Weisst du, was ich tun werde? Ich werde sie für dich schreiben.» Aber das Buch ist ebensowenig die Autobiographie von Alice B. Toklas wie die Lebensgeschichte von Gertrude Stein. Es ist ein autobiographischer Roman im strengen Sinn: die subjektive Darstellung eines Lebens mit literarischen Mitteln. In einer Mischung aus Dichtung und Wahrheit rekonstruierte Stein anhand einiger realer Ereignisse ihr Leben und gab ihm den Glanz, den es nie gehabt hatte. Der Abbruch des Studiums in Baltimore wird im Buch zur Anekdote, das Leben in Leos Schatten während der ersten Pariser Jahre zum intellektuellen Erwachen, das aussichtslose Schreiben zur künstlerischen Leidenschaft. Gertrude Stein schrieb ihre eigene Legende, und die war überzeugend. Aber das Buch erzählt mehr als eine Version von Gertrude Steins Leben. Es erzählt von einem heroischen Kampf um die Moderne, vom ästhetischen Sieg des Kubismus, vom Leben und Überleben während des Ersten Weltkriegs, von der «verlorenen Generation» amerikanischer Schriftsteller in Paris, und es erzählt das alles in einer einfachen Sprache, die sich am gesprochenen Englisch orientiert. Verschwunden sind die komplexe Syntax, die Wiederholungen, das «continuous present», die Wortspiele und Assoziationen. Übriggeblieben ist eine klare Erzählsprache, arm an Bildern und reich an Ironie. (NZZ)
Details
VerfasserIn: Stein, Gertrude
VerfasserInnenangabe: Gertrude Stein. Aus dem Amerikan. von Elisabeth Schnack
Jahr: 1985
Verlag: München, Luchterhand Literaturverl.
Systematik: DR
ISBN: 3-630-71125-1
Beschreibung: 296 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Schnack, Elisabeth; Toklas, Alice B.
Originaltitel: The autobiographie of Alice B. Toklas <dt.>
Mediengruppe: Buch