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45 von 167
Interkulturelles Lernen aus ethnologischer Perspektive
Konzepte, Ansichten und Praxisbeispiele aus Österreich und den Niederlanden
VerfasserIn: Binder, Susanne
Verfasserangabe: Susanne Binder. Mit einem Vorw. von Andre Gingrich
Jahr: 2004
Verlag: [Münster] ; Wien, Lit
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.EI Bind / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
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Inhalt
Europäische Gesellschaften werden vor allem im Raum der Europäischen Union aufgrund von Migration zunehmend kulturell und sprachlich vielfältiger. Diese wachsende Diversität ist in nationalstaatlichen Institutionen sichtbar, z. B. in der Schule. Susanne Binder verglich in ihrem Forschungsprojekt das österreichische Schulsystem mit dem niederländischen. Im Zentrum ihrer Fragestellungen standen Interkulturalität, interkulturelles Lernen, kulturelle Pluralität und der Umgang der jeweiligen nationalstaatlich organisierten Schulsysteme damit. In den Niederlanden ist das Unterrichtsprinzip des interkulturellen Lernens bereits seit den 1980er Jahren in den Lehrplänen verankert. In Österreich ist interkulturelles Lernen eine relativ neue Reaktion auf die Veränderungen der Gesellschaft durch Migration.
 
Susanne Binder zeigt in ihrer Studie Ähnlichkeiten und Unterschiede in diesen gesellschaftlichen Handlungsräumen und in deren Reaktion auf globale Herausforderungen. Sie veranschaulicht auch die Rollen der dazwischen liegenden Ebenen, wie die des Nationalstaates und die der Schulpolitik. Migration als Teilbereich von Globalisierung, der Nationalstaat bzw. die Schule als nationalstaatliche Institution und das Klassenzimmer als interkultureller Begegnungsraum werden als sich gegenseitig bedingend, beeinflussend und wechselwirkend aufgezeigt.
 
Das Unterrichtsprinzip Interkulturelles Lernen kann dazu beitragen migrationsbedingten Anforderungen mit einer gewissen Kreativität zu begegnen, der Kreativität Raum zu verschaffen oder aber auch Konfliktpotentiale auszuloten und etwaige Hürden zu überwinden. In diesem Buch wird der Frage nachgegangen, wie Interkulturelles Lernen im Schulalltag seine Umsetzung findet. Die Autorin forschte an Schulen in Wien, Niederösterreich sowie in den Niederlanden. Sie analysiert die Konzepte sowie Einstellungen zu Interkulturellem Lernen und stellt es ländervergleichend in seiner Praxisbezogenheit dar.
 
/ AUS DEM INHALT: / / / VORWORT 10
1EINLEITUNG ODER : WAS HAT SCHULE MIT ETHNOLOGIE ZU
TUN? 13
1.1 Persönlicher Zugang und Aufbau des Buches 20
2THEORETISCHE AUSGANGSPUNKTE UND METHODISCHE
ANSÄTZE 24
3DIE EMPIRISCHE DATENERHEBUNG 42
3.1 Feldforschung in Österreich 42
3.1.1 Migrantinnen in Wien - Demographische Daten 45
3.1.2 Schülerinnen aus Migrationsverhältnissen im österreichischen
Schulsystem 47
3.2 Feldforschung in den Niederlanden 48
3.2.1 Der Begriff "allochtoon" 51
3.2.2 Migrantinnen in Tilburg - demographische Daten und
migrationspolitische Überlegungen 53
3.2.3 Die Niederlande als Sonderfall in Europa? 55
4SCHULE ALS BILDUNGS-INSTITUTION 58
4.1 Die Schule - ein Überbleibsel aus dem 19Jahrhundert? 58
4.1.1 Schule für alle? 58
4.2 Schulsysteme in der Auseinandersetzung mit Interkulturalität -
Kriterien für Interkulturelles Lernen aus EU-Sicht 66
4.2.1 Leaming to respect 70
4.3 Über den Zusammenhang von "nation-state, school and civil
enculturation" 72
4.4 Schulische Sozialisation 74
4.5 Schulische Erfolge und Laufbahnen 76
5 DAS SCHULSYSTEM IN DEN NIEDERLANDEN - EIN ÜBERBLICK 83
5.1 Non discriminatiebeginsel (Anti-Diskriminierungs-Grundsatz) 88
5.2 Überblick über das niederländische Schulsystem im Bezug auf
Migration 93
5.2.1 Schulpolitik und Einrichtungen bis 1980 93
5.2.2 Kritik am Schulsystem der 1970er Jahre 96
5.2.3 Schulpolitik und -praxis nach 1980 97
5.2.4 "Zwarte en Witte schalen" - ein spezielles Phänomen in der
niederländischen Schullandschaft 101
6 ISLAMISCHE SCHULEN 107
6.1 Islamische Schulen in den Niederlanden 107
6.1.1 Schwierigkeiten, Restriktionen, Diskriminierungen 111
6.2 Islamisches Gymnasium in Wien 115
7 JUGENDKULTUR 119
7.1 "Study of children's culture" und Sozialisationstheorien in der
Kultur- und Sozialanthropologie 119
7.2 Jugendliche aus Migrationsverhältnissen in der Forschung 128
7.3 Interkulturalität in der Jugendforschung 133
7.4 "Ethnische" Eigen-und Fremdzuschreibungen 136
8 (INTER)KULTURELLE VERHANDLUNGSRÄUME? 144
8.3 Beispiel 1: "Aber ist dann bei euch etwas anders als bei den
Niederländern?" (C-College Tilburg) 146
8.2 Beispiel 2: "Es ist wichtig, darüber zu reden und zu lernen, mit
dem Konflikt umzugehen." (AHS Wien) 159
9 IDENTITÄT IM KONTEXT SCHULE 167
9.1 Selbstentwicklung und kulturelle Identität in der
Sozialisationsforschung 167
9.2 Ethnische Identität, kulturelle Identität in der
Sozialanthropologie 168
9.3 Ethnizität und ethnische Identität im Schulsystem 171
9.3.1 Ethnische Zuschreibungen am Beispiel muslimischer Mädchen 173
9.4 Identität ist etwas für die anderen 182
9.5 Identitäts-Entwürfe für Schülerinnen aus
Migrationsverhältnissen 183
9.6 Defizit-Ansatz 190
9.7 Umgang mit Differenz(en) 195
10 INTERKULTURELLES LERNEN IM SCHULISCHEN KONTEXT 200
10.1 Auseinandersetzung des österreichischen Schulsystems mit
Migration 203
10.1.1 Das Unterrichtsprinzip "Interkulturelles Lernen" in Österreich 205
10.2 Intercultureel onderwijs (ICO) - Interkultureller Unterricht an
niederländischen Schulen 207
10.2.1 Erste Ansätze im Interkulturellen Unterricht 207
10.2.2 Die Entwicklung von ICO im Überblick 209
10.2.3 Selbstreflexion als interkulturelle Kompetenz 214
10.3 Beispiele aus der niederländischen ICO-Praxis 216
10.3.1 Die Studie "samenjong" 216
10.3.2 Die Studie "Interkulturelles Lernen in der Klasse - von
kulturalistischen zu pluriformen Ansätzen " 218
10.4 Ansichten zum Interkulturellen Lernen österreichischer
Lehrerinnen 223
10.5 Ansichten zum Interkulturellen Lernen niederländischer
Lehrkräfte 225
10.6 Der Weg zur Umsetzung 229
10.6.1 Cultural Awareness 230
10.6.2 Schulbücher 231
10.6.3 Kulturelle Heterogenität 235
10.6.4 Aus-, Weiter-und Fortbildung für Lehrerinnen 236
10.6.5 Vernetzungen 238
10.6.6 Teamarbeit 239
10.6.7 Mehrsprachigkeit 241
10.6.8 Rahmenbedingungen 248
11 NEUE ANSÄTZE UND AUSBLICKE 255
11.1 Schulpolitische Maßnahmen für "achterstandsleerlingen"
("Defizit-Schülerinnen") 255
11.1.1 Gegenwärtige Maßnahmen zur Förderung von Schülerinnen
aus sozial benachteiligten Verhältnissen 260
11.2 Neue Ansätze für den Umgang von Schulen mit Heterogenität 262
11.2.1 ILS - Interaktives Lerngruppen-System 262
11.3 Mentoringprogramme oder "Success maakt successvol" (Erfolg
macht erfolgreich) 266
12 ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN 270
12.1 Zusammenfassung 270
12.2 Resümierender Vergleich zwischen der Schulpolitik und
Schulpraxis in Österreich und den Niederlanden 275
13 LITERATUR 283
 
 
Details
VerfasserIn: Binder, Susanne
VerfasserInnenangabe: Susanne Binder. Mit einem Vorw. von Andre Gingrich
Jahr: 2004
Verlag: [Münster] ; Wien, Lit
Systematik: PN.EI
ISBN: 3-8258-8260-8
2. ISBN: 978-3-8258-8260-0
Beschreibung: 299 S.
Schlagwörter: Interkulturelle Erziehung, Niederlande, Unterricht, Österreich, Ausländischer Schüler, Schulforschung, Didaktik, Erziehung, Niederländer, Österreicher, Austria (eng), Batavische Republik, Bikulturelle Erziehung, Cisleithanien, Die im Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder <Österreich>, Habsburgermonarchie, Habsburgerreich, Holland <Staat>, Interkulturalität / Erziehung, Interkulturelle Bildung, Interkulturelle Pädagogik, Multikulturelle Erziehung, Ostmark, Schulunterricht, Transkulturelle Erziehung, Unterricht / Didaktik, Unterrichtsgestaltung, Vereinigte Niederlande, Zisleithanien, Astronomieunterricht, Biologieunterricht, Chemieunterricht, Englischunterricht, Französischunterricht, Geschichtsunterricht, Grundschulunterricht, Landwirtschaftlicher Unterricht, Mathematikunterricht, Musikerziehung, Naturwissenschaftlicher Unterricht, Physikunterricht, Psychologieunterricht, Sportunterricht, Österreich <Ost>
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 283 - 299
Mediengruppe: Buch