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1739 von 1777
Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen
Verfasserangabe: Monika Nienstedt ; Arnim Westermann
Jahr: 2007
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Mediengruppe: Buch
nicht verfügbarnicht verfügbar
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PI.HEK Niens / College 3f - Psychologie / Psychologie Status: Entliehen Frist: 23.07.2021 Vorbestellungen: 0
Inhalt
Maßstab aller Handlungen sollte das Wohl des Kindes sein - Das Buch zeigt, dass die Trennung von den leiblichen Eltern und die Integration in eine Pflege- oder Adoptivfamilie häufig ein Erfolg versprechender Weg ist, misshandelten, vernachlässigten und traumatisierten Kindern wirksam zu helfen. Das Buch wendet sich an Kinder- und Jugendlichentherapeuten, Pflege- und Adoptiveltern, Sozialarbeiter, Heimerzieher, Psychologen und Therapeuten, Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, Journalisten, Politiker. Wer auch immer vom Tod eines misshandelten, vernachlässigten, traumatisierten Kindes hört, fragt sich: Wie konnte dies geschehen? Wer spürt keine Hilflosigkeit, keine Trauer, kein Mitleid, keine Wut? Gerade dann, wenn es sich um die Eltern handelt, die den Tod ihres Kindes verschuldet haben. Seit 30 Jahren befassen sich die Autoren mit Kindern, die aufgrund eingeschränkter Erziehungsfähigkeit ihrer leiblichen Eltern von ihnen getrennt und auf Dauer in einer Pflege- oder Adoptivfamilie leben. Erst die Trennung von den leiblichen Eltern, oft auch die Freigabe zur Adoption, und die Integration in eine Ersatzfamilie bietet vielen Kindern die Chance, traumatische Erfahrungen bewältigen zu können. Nutzt ein Kind die Beziehungen zu den "neuen" Eltern als Übertragungsbeziehung wie in einer therapeutischen Beziehung, so können frühere Erfahrungen korrigiert und befriedigende Eltern-Kind-Beziehungen entwickelt werden. - Viele Fallbeispiele - Wie findet man einen Zugang zur inneren Welt des Kindes? Wie kann man sich seinem Erleben öffnen? - Ausführliche Darstellung der Wirkungen früher Misshandlungen; wie werden sie verarbeitet? - Prozesse, wie Kinder sich in Ersatzfamilien integrieren. - Spezielle Probleme wie: Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern oder die Geschwistervermittlung.
 
"Es gibt kein anderes deutschsprachiges Buch, das so von langjährigen und vielfältigen Erfahrungen getragen ist und das den wissenschaftlichen Diskurs sowie die Praxis im Pflegekinderwesen so nachhaltig beeinflußt hat wie dieses. Ohne das Wirken von Nienstedt und Westermann wäre das empirisch unbegründete und praxisfremde Ergänzungsfamilien-Konzept zur herrschenden Ideologie in den meisten Jugendämtern geworden. Aus unserer ebenfalls langjährigen Arbeit mit Pflegefamilien können wir die Befunde und Schlussfolgerungen der Autoren voll bestätigen. Darüber hinaus leistet das Werk, wie Arno Gruen in seinem Vorwort hervorhebt "mehr als der Titel verspricht. … Es ist zugleich ein provozierender, origineller, die Familienmythen widerlegender, aufschlussreicher Beitrag für eine erneuernde Sicht des Identitätsprozesses."" Kurt Eberhard - http://www.agsp.de/html/r199.html
 
"Das Buch ist vollständig überarbeitet und modernisiert. In ihrem kompromisslosen Eintreten für die Pflegekinder sind sich die Autoren jedoch treu geblieben. Aufgrund seiner Parteilichkeit wird das Buch nicht ohne Widerspruch bleiben. Es kann zum Nachdenken anregen und dazu beitragen, die eigenen Einstellungen und das jeweilige Vorgehen kritisch zu hinterfragen, so dass in jedem Einzelfall nach einer tragbaren Lösung gesucht wird, die nicht nur die Interessen der Erwachsenen, sondern vor allem die Bedürfnisse des Kindes berücksichtigt. Die Wichtigkeit einer kompetenten, methodisch und inhaltlich gut begründeten Vermittlungspraxis und langfristigen Beratung und Betreuung der Pflegefamilie kann nicht genug betont werden." Dr. Dipl.-Psych. Lothar Unzner - socialnet.de
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
Vorwort von Arno Cruen n
Vorwort der Autoren 15
Einleitung: Kinder in Ersatzfamilien 18
Traumatische Erfahrungen 21
Die Chancen von Kindern in Ersatzfamilien 25
Die Trennung von den Eltern 30
Verleugnung elterlichen Versagens 33
Respekt 37
Teill
Mifihandlungserfahrungen und ihre Verarbeitung in neuen
Eltern-Kind-Beziehungen 39
1. Aufiere und innere Realitat traumatischer Erfahrungen 41
Phantasie oder Realitat 41
Angstabwehr 45
Wiederholung traumatischer Erfahrungen 46
2. Ursachen und Wirkungen von Kindesmifihandlung 51
Verleugnung von Kindesmifehandlung 51
Mitehandelnde Eltern 57
Das Elend der Wiederholung 59
Defizitare Sozialisation 62
Einstellung zum Kind 67
Mifihandelte Kinder 69
Storung der Entwicklung des Selbst und der Beziehungsfahigkeit 70
Gestorte Autonomie- und Ich-Entwicklung 73
Gestorte Gewissensentwicklung 76
Distanzierung von den Eltern 78
g Inhaltsverzeichnis
3. Zur Entwicklung von Beziehungen in Ersatzfamilien -
Theorie der Integration 80
Familiale Beziehungen und kindliche Bedurfnisse 81
Anpassung und Annahme 85
Uberanpassung °5
Einfluji haben 9°
Dialogische Beziehungsformen 95
Wiederholung friiherer Beziehungsformen in der
Ubertragungsbeziehung 103
Das Phanomen der Ubertragungsbeziehung 103
Rekonstruktion der Vorerfahrungen 108
Korrigierende Erfahrungen no
Kritische Distanz zur eigenen Geschichte gewinnen 121
Entwicklung personlicher Beziehungen durch regressive
Beziehungsformen 123
Angstabwehrende Regression 123
Regression im Dienst des Aufbaus von Beziehungen 125
Regressive Entwicklung 127
Annahme der Regression 131
4. Aufarbeiten friiher Vernachlassigungserfahrungen
und Deprivationsstdrungen 133
Vergebliche Bemiihungen bei der Bewaltigung friiher
Vernachlassigung, ein Fallbeispiel 134
Der Dialog und die Entwicklung von Ich-Fahigkeiten 138
Wahrnehmungsdifferenzierung 139
Spannungsreduktion, Sicherheitsgefuhl und Zuwendung zur Welt 139
Differenzierung von Selbst und Objekt
und die Entwicklung von Autonomie 140
Entgleisung des Dialogs unter deprivierenden Bedingungen 141
Korrektur von Deprivationsstorungen 142
Training von Fahigkeiten 142
Der therapeutische Ansatz der "Bemutterung" 143
5. Das agierende Kind 148
Unverstandliche Handlungen 148
Inszenieren psychischer Konflikte 151
Das in der Identifikation mit dem Aggressor agierende Kind,
ein Fallbeispiel 154
Inhaltsverzeichnis 7
Genese und Funktion des Agierens 158
Orale Fixierung 161
Objektabhangigkeit und Autonomie 163
Abwehr narzijitischer Krankungen und Ohnmachtserfahrungen 166
6. Negativismus und Autonomie 169
Negativismus 169
Ein "unmogliches" Kind 170
Toleranz angesichts der Ohnmacht 171
Entwicklung der Autonomie 172
Das semantische Nein 173
Abhdngigkeit und I5nabhangigke.it 174
Wiederholung des Negativismus 176
Teil II
Das Pflege- und Adoptivkind und seine Beziehung
zu den leiblichen Eltern 181
7. Das Kind zwischen zwei Familien 183
Die Zwei-Miitter-Theorie 188
Besuchskontakte bei Sauglingen und Kleinkindern 190
Besuchskontakte bei alteren Kindern 195
Gestaltung der Beziehung des Kindes zu den leiblichen Eltern 199
Anerkennen schmerzlicher Realitat: Chance fur Eltern und Kind 205
8. Trauer und Ablosung 209
Bindung und Trennung 209
Der Ablosungsproze£ 210
Ablosung und Trauer 210
Ablosung in der Geschichte familialer Beziehungen 211
Verhinderung der Ablosung 212
Ablosung des Kindes von seiner Ursprungsfamilie 215
9. Aufrechterhaltene Kontakte angesichts traumatischer
Erfahrungen 220
Wiederbelebung traumatischer Familienerfahrungen 220
Die Angstbindung des Kindes an die Eltern 222
Folgen verhinderter Ablosung 229
Die Notwendigkeit, das Kind iiberzeugend zu schiitzen 234
g Inhaltsverzeichnis
10. Zur Identitat des Pflege- und Adoptivkindes 238
Identitat: Ein Zauberwort 238
Aspekte personlicher und sozialer Identitat 241
Identitatsstorungen bei Pflegekindern aufgrund ihrer Erfahrungen
in der Ursprungsfamilie 244
Identitatsentwicklung bei friih fremdplazierten Kindern 250
Identifikationskrise im Jugendalter 259
Das Bediirfnis, die eigenen Wurzeln zu kennen 262
Teil III
Vermittlung und Beratung 269
n. Heim- oder Familienerziehung 271
Aufgabe und Funktion der Familienerziehung 272
Aufgabe und Funktion der Heimerziehung 275
Erziehungsfahigkeit 280
Beziehungsfahigkeit 281
Einfuhlungsfahigkeit 282
Lernfdhigkeit 282
12. Die Rolle des Heims bei der Vermittlung 284
Klarung der Perspektive 285
Trennung und kritische Distanzierung 288
Kontaktanbahnung zur Ersatzfamilie 292
Zum Rollenverstandnis der Heimerzieher 300
13. Trennung in friiher Kindheit 304
Reaktionen auf den Verlust der Bezugspersonen 304
Bedingungen, die die Trennungsbewaltigung erleichtern 308
Trauerarbeit eines zweieinhalbjahrigen Kindes,
ein Fallbeispiel 310
Vorbereitung der Trennung 310
Entwicklung nach der Trennung 312
Ruckgliederung 316
Verwirrende Ubergange 319
Trennungsumstande mit traumatisierender Wirkung,
ein Fallbeispiel 321
Vorbeugende Mafinahmen 324
Inhaltsverzeichnis 9
14. Der Anspruch der GrofSeltern auf die Elternrolle 327
Das Grofielternmarchen 328
Defizitare Gro£eltern-Erziehung 331
Das Enkelkind als Substitut des idealen Selbst der Grojieltern 334
Das Enkelkind als Substitut des elterlichen Selbst 338
15. Ceschwister in der Pflegefamilie 342
Geschwisterbeziehungen und die Vorrangigkeit von
Eltem-Kind-Beziehungen 342
Geschwisterkonstellationen 345
Aufnahme von Geschwisterkindern 346
Integration eines Kindes in eine Familie mit Kindern 352
Uberlegungen zur Milderung geschwisterlicher Konkurrenz 354
Das Herstellen individualisierter Beziehungen 354
Annahme von Rivalitatskonflikten 355
Fragwilrdiges Gleichbehandlungsprinzip 357
Symptomtolerante Geschwisterkinder 358
16. Beratung und Krisenintervention in Pflegefamilien 361
Beratung bei der Vorbereitung von Pflegeverhaltnissen 361
Beratung bei der Integration 364
Krisenintervention 371
17. Scheiternde Pflegeverhaltnisse 374
Pflegeabbriiche 375
Was heifct Scheitern? 377
Scheiternde Pflegeverhaltnisse in den Integrationsphasen 379
Scheitern in der Anpassungsphase 380
Scheitern in der Phase der Ubertragungsbeziehung 381
Scheitern in der Phase regressiver Bedurfhisse 382
Literaturverzeichnis 384
Namenverzeichnis 400
Stichwortverzeichnis 405
 
 
 
 
 
 
Details
VerfasserInnenangabe: Monika Nienstedt ; Arnim Westermann
Jahr: 2007
Verlag: Stuttgart, Klett-Cotta
Systematik: PI.HEK
ISBN: 978-3-608-96007-5
2. ISBN: 3-608-96007-4
Beschreibung: vollst. überarb. Neuaufl., 414 S.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverzeichnis S. [384] - 399. Frühere Aufl. u.d.T.: Nienstedt, Monika: Pflegekinder : psychologische Beiträge zur Sozialisation von Kindern in Ersatzfamilien
Mediengruppe: Buch