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Vom Faschismus zum Neuen Denken
C. G. Jungs Theorie im Wandel der Zeit
VerfasserIn: Gess, Heinz
Verfasserangabe: Heinz Gess
Jahr: 1994
Verlag: Lüneburg, zu Klampen
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Als Bindeglied zwischen Nationalsozialismus und "New Age" sieht Gess die Lehre C.G. Jungs, die sich zeitweise dem Nazifaschismus andiente und heute in den Schriften des "Neuen Denkens" - etwa von Franz Alt, Fritjof Capra, Rainer Langhans und Bhagwan - eine Renaissance erfährt. Gess untersucht das Verhältnis Jungs zum Nationalsozialismus, der sich der "Archetypenlehre" Jungs bediente, um sein Weltbild zu stützen. Ist die Jungsche Lehre tatsächlich, wie von den Kündern der "Wendezeit" propagiert, Geist von ihrem Geist, dann liegt der Schluß nahe, daß das Neue Denken - mit seinen normativ gewendeten Konzepten von Ganzheitlichkeit, natürlichem Gleichgewicht, innerer Revolution - Bereitschaften legitimiert und verklärt, die einst zum Faschismus führten oder doch mit ihm gut vereinbar waren. Mit ihm kehrt ein Denken wieder, das sich in der Phase der faschistischen "Machtergreifung" mit dieser Macht liieren konnte in dem Bewußtsein, von der nationalsozialistischen Bewegung bestätigt zu werden und sie bestätigen zu können. "Gess' Untersuchung beeindruckt durch die Konsequenz und Akribie, mit der er den Verzweigungen einer ohnehin ideolgiegefährdeten Weltanschauung bis in die heutige New-Age- Bewegung nachgeht." (Micha Brumlik)InhaltI. Wiederaufleben verdeckter Kontinuitäten?1. Die Renaissance von C G . Jung im New Age und die Prämissender Lehre C G . Jungs 72. Neues Denken - ein Versuch "der Weiterentwicklung dessen, wasda von Hitler versucht wurde"? 14II. Jungs Entsorgung der Vergangenheit1. Die Entsorgung der Vergangenheit der Deutschen 262. Die Entsorgung der Vergangenheit der Theorie 493. Selbsterhaltungsinstinkt, "Degeneration", "entwurzelte Massen"und Nationalsozialismus 97III. Mißbrauchserfahrung, Minderwertigkeitsgefühl undKrise der Familie. Zur "Massenpsychologie desFaschismus" am Beispiel CG. Jungs1. Der Zusammenhang im allgemeinen 1272. Der Zusammenhang von Mißbrauchserfahrung, Minderwertig-keitsgefühl , Krise der Familie und "Massenpsychologie desFaschismus" am Beispiel der Kindheitserfahrungen von Jung 133IV. Jungs Antisemitismus1. Die Verknüpfung des Schemas der Jungschen Lehre mit Antisemi-tismus. Übersicht und Einordnung in die gegenwärtige Diskussion 1562. Jungs Antisemitismuskampagne in den Jahren 1933/1934 1633. Die Kernelemente des antisemitischen Stereotyps bei Jung: Boden-und Wurzellosigkeit, Degeneration (Entfremdung) undSexualitätsbesessenheit 1694. Die Bedrohung des rassischen Menschen durch "den Juden" unddie Psychoanalyse als jüdisches Machwerk 1765. Verstellungen, Zudeckungen und Rationalisierungen 1816. Jungs klammheimliche Distanzierung von Antisemitismus undRassismus 1897. Jungs Doppelstrategie im Zusammenspiel mit dergleichgeschalteten deutschen Gesellschaft für Psychotherapie:Selbstbehauptung durch "gesegnete Inkonsequenz" 1978. Die autoritäre Archetypenlehre als Folie des Antisemitismus 203V. Der neue Mensch - zwischen hilflosem Antifaschismusund faschistischer Propaganda1. Antisemitismus bei Alt und Jung 2212. Die mißbrauchte Kraft des Guten. Zur Entsorgung derVergangenheit im New Age 2363. Bhagwans "besserer Faschismus" und die Struktur derfaschistischen Propaganda 291Literaturverzeichnis 342
Details
VerfasserIn: Gess, Heinz
VerfasserInnenangabe: Heinz Gess
Jahr: 1994
Verlag: Lüneburg, zu Klampen
Systematik: PI.BP
ISBN: 3-924245-33-9
Beschreibung: 1. Aufl., 349 S.
Mediengruppe: Buch