X
  GO
Ihre Mediensuche
Suche
Zweigstelle
Medienart


1 von 76
Wehrmacht und sexuelle Gewalt
Sexualverbrechen vor deutschen Militärgerichten 1939-1945
VerfasserIn: Beck, Birgit
Verfasserangabe: Birgit Beck
Jahr: 2004
Verlag: Paderborn ; München ; Wien ; Zürich, Ferdinand Schöningh
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
 ZweigstelleStandorteStatusFristVorbestellungen
 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GE.SP Beck / College 2d - Geschichte Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Ausgehend von den Voraussetzungen der deutschen Straf- und Militärgerichtsbarkeit zeigt die Autorin die rechtlichen Grundlagen für die Verfolgung von Sexualstraftaten deutscher Soldaten auf, beleuchtet im direkten Vergleich zwischen West- und Ostfront die Anklagen sowie die jeweiligen Tatumstände und analysiert die Urteile und die wechselnden Kriterien für die Strafbemessung. Darüber hinaus ermöglicht sie anschauliche Einblicke in den Ablauf der Verfahren: Anhand von ausgewählten Fällen stellt sie dar, wie sich Angeklagte, Opfer und Richter sowie Zeuginnen und Zeugen vor Gericht verhielten, welche Fragen gestellt und welche Antworten gegeben wurden. [Klappentext] Der von Wehrmachtsangehörigen begangenen Sexualverbrechen im Zweiten Weltkrieg nimmt sich die Historikerin Birgit Beck in ihrer Dissertation "Wehrmacht und sexuelle Gewalt" an. Das Quellenmaterial, auf das sie sich dabei stützt - Akten aus Freiburger, Berliner und Kornelimünsterer Bundesarchiven - gibt die betont sachliche Haltung des Werkes vor. Als entscheidende Erkenntnis kann Rezensentin Bea Lundt mitteilen, dass sexuelle Übergriffe von deutschen Soldaten auch in den besetzten Ostgebieten keineswegs vertuscht wurden. Es gab durchaus Strafverfolgung, denn man fürchtete in der Führung um das Ansehen der Truppe - und man fürchtete Geschlechtskrankheiten. 5349 Soldaten wurden in den sechs Kriegsjahren wegen "Sittlichkeitsvergehen" verurteilt - im Vergleich zu anderen Delikten eine geringe Zahl. Der typische Täter, den die Autorin ermittelt hat, war 27 Jahre alt und verheiratet, nicht viel älter als sein typisches Opfer, eine Zivilistin aus den besetzten Gebieten. Allerdings unterstellten die Gerichte den vergewaltigten Frauen grundsätzlich eine Mitschuld; zudem wurde unterschieden in "ehrbare" und "nicht-ehrbare" Frauen. Insgesamt gelangt die Rezensentin zu dem Fazit: "Eine sorgfältige und wissenschaftlich wegweisende differenzierte Überblicksdarstellung". [Frankfurter Rundschau vom 20.09.2004]
Details
VerfasserIn: Beck, Birgit
VerfasserInnenangabe: Birgit Beck
Jahr: 2004
Verlag: Paderborn ; München ; Wien ; Zürich, Ferdinand Schöningh
Systematik: GE.SP, GE.SF
ISBN: 3-506-71726-X
Beschreibung: 370 Seiten
Sprache: Deutsch
Fußnote: Zugl.: Bern, Univ., Diss., 2002
Mediengruppe: Buch