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Dead Men Working
Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs
Verfasserangabe: Ernst Lohoff... (Hg.)
Jahr: 2004
Verlag: Münster, Unrast-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Verlagstext:15 verschiedene autoren beschäftigen sich aus unterschiedlichen perspektiven mit den gegenwärtig auch allmählich dem blindesten sichtbaren problematiken des sozialabbaus in unserer gesellschaft. herausgeber ernst lohoff (unter der überschrift DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER) durchleuchtet kritisch jene täglichen rechtfertigungen, die den gegenwärtigen sozialdarwinismus hoffähig machen. die "investoren-rehlein" dürften nicht abgeschreckt werden durch zu hohe personal-kosten, eine übertriebene "anspruchshaltung" der arbeiter nötige die firmeneigner zur verlagerung ins billigere ausland, die verlängerung der wochen- (und lebens-) arbeits-zeit hingegen schaffe neue arbeitsplätze - selbst da also, wo es rein rechnerisch schon unlogisch wird, schlucken arbeits-lämmer alles. trend sei, "soziale sicherheit, gesundheit und bildung als gemeinkosten soweit wie irgend möglich" zu minimieren. lohoff hält es für schwierig, "in einer verrückten gesellschaft selber nicht völlig verrückt zu werden" - und sich aus dem "großen selbstverheizungsprojekt" herauszuhalten. es ist zu hoffen, dass der leser am ende dieser publikation noch irgendetwas sinnvolles in mancher arbeit zu entdecken vermag, dass er aber andererseits die mechanismen sinnlosen und höhnischen antreibens oder beschimpfens zu durchschauen gelernt hat - und vielleicht sogar lebenswerte seitenpfade neben dem haupttrampelpfad der schafherden für sich zu erschließen bereit und imstande ist ... Stimmen zum Buch:"Sie [die AutorInnen] setzen nicht auf eine Lohnarbeiterschaft als vermeintlich revolutionäres Subjekt und Träger einer "emanzipativen Botschaft". Sie plädieren für "radikale Gesellschaftskritik" - für Aufklärung über den "herrschenden Arbeits- und Konkurrenzwahn". Ihre Kritik will "die Unerträglichkeit und die Unhaltbarkeit der Arbeits- und Warengesellschaft beim Namen" nennen und damit jene Oppositionellen unterstützen, die sich mit "einem Leben als Konkurrenzautomaten und Selbstverkäufer" nicht abfinden." Rudolf Walther, Frankfurter Rundschau"Es ist ein Lesebuch, das man immer in die Hand nehmen kann, wenn man sich fragt: Wozu das alles? Und: Bin ich der einzige, der sich diese Frage stellt? Es ist ein Buch, das vielleicht mit dazu beitragen kann, daß man sich dazu entschließt, a) sein Leben und b) die Gesellschaft verändern zu wollen. Ob man es dann aber tatsächlich auch ernsthaft versucht, ist eine andere Frage. Das kann das Buch — wie alle anderen seiner Thematik — natürlich nicht leisten, das müssen wir schon selber tun." Bernhard Redl, in akin, Nr. 20"Die AutorInnen von 'Dead Men Working' kritisieren zurecht die Ausrichtung der Warengesellschaft auf monetären Reichtum. Jeden Tag kann man nachvollziehen, wie die 'stofflichen' Bedürfnisse der Menschen hinter die so genannten Sachzwänge der Akkumulation von abstrakten 'Werten' in Banken, Sparkassen und Aktiendepots zurücktreten müssen. Die AutorInnen kritisieren auch den fragwürdigen Arbeitsbegriff, auf den sich nicht zuletzt auch die ArbeiterInnebewegung immer wieder bezogen hat. Die Kritik der 'Arbeit' als historisch konstruiert und zutiefst ideologisch ist für eine radikale Gesellschaftskritik unerlässlich. Arbeit ist für die meisten Menschen ein nervtötendes, krankmachendes, zeitraubendes Unterfangen. Und gerade die unter 'Arbeit' subsumierten Tätigkeiten sind für die menschliche Reproduktion oft komplett unnötig, sogar widersinnig.... heute (kommt) keine politische Bewegung an der Utopie einer Negation von Arbeit und Verwertung vorbei. Schon aus diesem Grund lohnt sich die Lektüre von 'Dead Men Working'." Carl Mosel, analyse und kritik 487 / AUS DEM INHALT: / / / Ernst Lohoff Das Schweigen der Lämmer Neue soziale Frage im entsicherten KapitalismusMaria Wölflingseder Infantilisierung bis zum Windelstadium Lothar Galow-Bergemann Der Nächste bitte… Bemerkungen zur aktuellen Durchkapitalisierung des Lebens am Beispiel der Krankenhäuser Franz Schandl Die Post geht ab Norbert Trenkle Antipolitik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs Thesen zur neoliberalen Krisenverwaltung und den Perspektiven sozialer Emanzipation Maria Wölflingseder Die Frau im falschen Körper Frank Rentschler Der aktivierende Staat macht mobil Auswirkungen des ›Forderns und Förderns‹Achim Bellgart Die Simulation der Simulation Ein Augenzeugenbericht von der Privatisierung der ArbeitslosenverwaltungMaria Wölflingseder "Eine Umschulung Richtung IT oder Wirtschaft! Sonst geht's nur bergab!" Phänomenale Erlebnisse einer arbeitslosen GeisteswissenschaftlerinErich Ribolits Vom sinnlosen Arbeiten zum sinnlosen Lernen Maria Wölflingseder Ein Consulting für optimiertes Schlafmanagement Holger Schatz Last Exit Meritocracy Zur Herrschaftsrationalität der Bekämpfung der ArbeitslosigkeitFranz Schandl Arbeitspack! Maria Wölflingseder "Je mehr Magenschmerzen, desto süßer lächeln sie" Positives Denken - vom Esoterik-Ideologem zum klassischen GleitmittelKarl-Heinz Lewed Ausschluss und Zwang Migration, Rassismus und prekäre ArbeitsverhältnisseMaria Wölflingseder Das große Drängen auf die Schlachtbänke der Schönheitschirurgie Marco Fernandes Wind des SüdensFunken eines nicht-entfremdeten Bewusstseins inmitten des argentinischen ZusammenbruchsMaria Wölflingseder ›Kinderfleisch-Ausschank‹ durchs Autofenster Martin Dornis Unsinnliche Produktion im verhältnislosen Verhältnis Eine Abfuhr an die Illusion der Versöhnung von ›Ökonomie‹ und ›Ökologie‹Gaston Valdivia Zeitverschwendung Marktwirtschaft Über die absurdeste Reproduktionsweise seit Menschengedenken Franz Schandl Muss sein?! Muss bleiben?! Lose Skizzen zum Arbeitswahn in der ArbeitsgesellschaftAndreas Exner Geld ist genug da! Essen kann man's trotzdem nichtAttac und die Krise der ArbeitsgesellschaftChristian Höner Ausbruchsversuchungen Normales und Seltsames über eine Anti-Arbeitsaktion in Thüringen im Frühjahr 2003Maria Wölflingseder Selbstliquidation als japanische familiäre Überlebensstrategie Ernst Lohoff Arbeitsterror und Arbeitskritik
Details
VerfasserInnenangabe: Ernst Lohoff... (Hg.)
Jahr: 2004
Verlag: Münster, Unrast-Verl.
Systematik: GW.AP
ISBN: 3-89771-427-2
Beschreibung: 1. Aufl., 302 S.
Mediengruppe: Buch