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Das Inhumane
Plaudereien über die Zeit
Verfasserangabe: Jean-François Lyotard. Hrsg. von Peter Engelmann. [Aus dem Franz. von Christine Pries]
Jahr: 2001
Verlag: Wien, Passagen-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Jean-François Lyotard (* 10. August 1924 in Versailles; † 21. April 1998 in Paris) war ein französischer Philosoph und Literaturtheoretiker. Bekanntheit erlangte er vor allem als Theoretiker der Postmoderne. Lyotards Schriften lassen sich grob in drei Phasen einteilen: frühe phänomenologische, politische und Schriften, die auch den Strukturalismus kritisieren. Es folgte eine Auseinandersetzung mit libidinösen Fragen. In seinem Spätwerk wandte sich Lyotard dann dem Postmodernismus und dem Problem des Anderen zu. Trotz der Vielzahl der von ihm behandelten Themen lassen sich einige Grundpositionen Lyotards ausmachen. So geht er nicht von einer Allmacht der Vernunft aus, sondern widmete sich auch den nicht-rationalen, triebhaften Strukturen des menschlichen Wissens und Verhaltens. Er wies den Humanismus in seiner klassischen Form zurück sowie das menschliche Subjekt als Träger des Wissens und der Erkenntnis. Ein Gesellschaftsverständnis im Sinne eines ewigen Fortschritts hielt Lyotard aufgrund des technologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandels des späten 20. Jahrhunderts für überholt. Seine philosophischen Ansichten hatten für ihn auch auf dem Gebiet der Politik weitreichende Folgen. Wenn sich denn die reale Welt niemals mittels der Vernunft in ihrer Gänze repräsentieren lässt, dann erscheint eine Politik als überholt, die ihre Entscheidungen auf Grund der Annahme trifft, sie habe den Überblick über „die Realität“. - Das Inhumane, eine Sammlung von „Vorträgen“ und Texten, zumeist an ein breites Publikum gerichtet, enthält einige weiterführende Gedanken zur Postmoderne.Die Menschen werden in eine unmenschliche Entwicklung hineingerissen, die man nicht mehr Fortschritt zu nennen wagt. Das „verwaltete Leben“ (Adorno) vernichtet die entscheidenden Fragen, solche nach der Zeit, dem Gedächtnis und der Materie, indem es diese programmiert. Verschwunden ist eine menschliche, politische und philosophische Alternative zu diesem Prozess. Als einzige Möglichkeit, die noch besteht, setzt man auf eine Gegenwehr, gestützt auf das andere Unmenschliche: die Selbst-Enteignung, die in jedem schlummert, seine unbezähmbare Kindheit. Eine gewaltige Banalität, wie sie die Neo-Humanismen vermitteln, die den Kopf heutzutage wieder hoch tragen. Lyotard fragt in diesem Buch nach, wie die Künste des Sehens, der Schrift und des Tones in diesem Prozess die paradoxale Wahrheit bewahren.
Details
VerfasserInnenangabe: Jean-François Lyotard. Hrsg. von Peter Engelmann. [Aus dem Franz. von Christine Pries]
Jahr: 2001
Verlag: Wien, Passagen-Verl.
Systematik: PI.T
Interessenkreis: Sammlung Duffek
ISBN: 3-85165-473-0
Beschreibung: Dt. Erstausg., 2., durchges. Aufl., 238 S. : Ill.
Beteiligte Personen: Engelmann, Peter
Originaltitel: L' inhumain <dt.>
Mediengruppe: Buch