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Zur Geschichte der Psychiatrie in Wien
eine Bilddokumentation
Verfasserangabe: hrsg. von Helmut Gröger, Eberhard Gabriel und Siegfried Kasper. Mit Beitr. u.a. von Heinz Pfolz, Marianne Springer-Kremser, Hans Strotzka
Jahr: 1983
Verlag: Wien, Brandstätter
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Obwohl schon zur Zeit Maria Theresias in Wien Geisteskranke im St. Marxer Spital gepflegt wurden und Leopold Augenbrugger, der Begründer der ersten physikalischen Untersuchungsmethode (Perkussion) 1761 von Krankheiten sprach, die von „affectionibus animi" abhängen sollten, wurde doch erst unter Joseph II. das ebenso berühmte wie berüchtigte „Tollhaus" (1784) im Bereich des neu adaptierten Allgemeinen Krankenhaus erbaut (Narrenturm). Der Hauptzweck dieser Anstalt war, die Patienten vor sich selbst und die Mitmenschen vor ihnen zu schützen. Franz Anton Mesmer führte zu dieser Zeit in Wien seine „magnetischen Kuren" durch, in der Annahme, durch Strahlen aus der Atmosphäre eine dem Magnet ähnliche Wirkung auf den Organismus auszuüben. Heute wird er vielfach als Pionier der Hypnosetherapie angesehen. Bruno Görgen richtete für wohlhabende Patienten in Oberdöbling eine private Irren-Pflegeanstalt ein. Ernst von Feuchtersleben verfaßte 1845 sein „Lehrbuch der ärztlichen Seelenkunde", und seine „Diätetik der Seele" kam bisher in mehr als 50 Auflagen heraus. Jaromir von Mundy, der 1881 die Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft begründete, hielt ab 1866 Vorlesungen über Psychiatrie an der medizinisch-chirurgischen Josephs-Akademie. 1853 wurde am Brünnlfeld (9) die k. k. Heil- und Pflegeanstalt eröffnet, in der 1870 der dort seit 1866 wirkende Prosektor Theodor Meynert auf Betreiben des Pathologen Carl Rokitansky eine psychiatrische Klinik einrichtete. Später kam diese an Maximilian Leidesdorf, weil Meynert als Repräsentant der „anatomischen Klinik" 1870 die II. psychiatrische Klinik im Allgemeinen Krankenhaus übernahm. Julius Wagner-Jauregg wurde Leidesdorfs Assistent und Richard Krafft-Ebing, der Propagator der forensischen und Sexualpsychiatrie (von ihm stammen die Begriffe Sadismus, Masochismus, Fetischismus, Zwangsvorstellung und Dämmerzustand) der Nachfolger Leidesdorfs. Wagner-Jauregg, der 1927 den Nobelpreis für die von ihm angegebene Malariatherapie bei progressiver Paralyse erhielt, lehrte 1893-1928 in Wien. Sein Schüler und Freund Constantin Economo gründete das Hirnforschungsinstitut in Wien. Ab der Jahrhundertwende schuf Sigmund Freud in Wien die Psychoanalyse als später weltweit gültiges Forschungsfeld und therapeutisches Verfahren. Nachfolger von Wagner-Jauregg wurde Otto Pötzl. 1907 erhielt Wien „Am Steinhof“ nach der Hauptdisposition Otto Wagners die großangelegte neue psychiatrische Heil- und Pflegeanstalt. Otto Kauders und Hans Hoff leiteten nach dem Zweiten Weltkrieg die Psychiatrische Universität-Klinik.
Details
VerfasserInnenangabe: hrsg. von Helmut Gröger, Eberhard Gabriel und Siegfried Kasper. Mit Beitr. u.a. von Heinz Pfolz, Marianne Springer-Kremser, Hans Strotzka
Jahr: 1983
Verlag: Wien, Brandstätter
Systematik: NK.HMG
ISBN: 3-85447-045-2
Beschreibung: 143 S. : überwiegend Ill.
Fußnote: Text teilw. dt., teilw. engl. Literaturangaben.
Mediengruppe: Buch