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Lernen ist schmerzhaft
zur Theorie des Negativen Wissens und zur Praxis der Fehlerkultur
Verfasserangabe: Fritz Oser ; Maria Spychiger
Jahr: 2005
Verlag: Weinheim, Beltz
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.UE Oser / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Aus Fehlern und Irrtümern lernen ist für niemanden angenehm, aber es führt dazu, dass Menschen eine Sache nachher besser verstehen, etwas Falsches nicht mehr tun, eine erfahrene Ungerechtigkeit nicht zulassen. Das Buch handelt von diesem sogenannten "negativen" Wissen und wie es in Schule und Familie (Fehlerkultur) genutzt werden kann. Dass sich Menschen beim Lernen verändern und dass sie dabei sowohl Fehler machen als auch Irrtümer begehen, ist eine Selbstverständlichkeit. Darin enthalten ist aber die Tatsache, dass dieses Falsche einen entscheidenden Beitrag sowohl für die Nachhaltigkeit als auch die Sicherheit des Wissens darstellt. Durch das Falsche zum Richtigen kommen ist aber oft ein mühsamer und emotional diffiziler Weg. Der Band ist sowohl für Praktiker gedacht (Fehlerkultur in der Schule), er ist aber auch pädagogisch-psychologisch interessant (Aufbau von negativem Wissen). Besondere Aspekte sind die emotionale Reaktion auf Fehler, die Wirkung von Beschämung auf den weiteren Lernprozess und Biographien von Personen die über Lernprozesse berichten, die in der Tat oft sehr schmerzvoll waren. Es werden auch Reaktionen auf Fehler wie etwas Beschämung oder Selbstärger diskutiert. Fehlerbiographien und Fragen erlebter Ungerechtigkeit und ihre Wirkung für die Herausbildung der moralischen Person sind weitere wichtige Teilaspekte. / AUS DEM INHALT: / / / Einleitung: Zur Genese eines Unbehagens 11 Wissen, was eine Sache nicht ist 11 Damit das Richtige in der Welt seinen Platz erhält 12 Warum wir aus Fehlern nicht lernen wollen 14 Zur Entwicklung des hier vorgestellten Projektes 16 Lernen ist "schmerzhaft", am Ziel aber führt es zu Stolz und Zuversicht 17 Vom Positiven des Negativen 18 Zum Aufbau des Buches 19 / Teill Das Konstrukt des Negativen Wissens und seine Funktionen 25 / Kapitel 1 "Negatives Wissen - ein notwendiges Konstrukt zur Kennzeichnung unseres Denkens" 26 1.1 Grundlagen: Die Spiegelseite der Dinge 26 1.2 Hierarchien des Negativen 28 1.3 Wissenstheorie und Negatives Wissen 30 1.4 Funktionen des Negativen Wissens 31 1.5 Unterscheidungen in der Begrifflichkeit 35 1.6 Von der Einschränkung durch Entwicklungsgrößen: Grenzen des Fehlerwissens 39 / Kapitel 2 Vom Aufbau eines geistigen Immunsystems: Schutzwissen als Resultat negativer Fehlererfahrungen 42 2.1 Zwei Prozesse für eine Sache 42 2.2 Praxisbeispiele 43 2.3 Ein Schema des Nicht-tun-Dürfens 44 2.4 Wie viele Fehler braucht der Mensch? Eine Art "verwundete" Rekonstruktion, und Risikofeindlichkeit 45 2.5 Verstehen und nicht erzwingen 46 2.6 Erwartung, Norm und Verstehen 48 2.7 Alte Meister 49 Kapitel 3 Geschichte und Geschichten: Wenn Falsches nicht reversibel ist, oder: advokatorisches Negatives Wissen 50 3.1 Zur "Logik des Misslingens" 50 3.2 Man muss nicht alles Böse nochmals tun 51 3.3 Von Generation zu Generation 52 3.4 Märchen als Prototypen für den Aufbau Negativen Wissens 53 3.5 Erste didaktische und erzieherische Empfehlungen 57 / Kapitel 4 Das Konzept der Gewissheit 59 4.1 Vom Geheimnis der Negation getrieben: Gewissheit 1 59 4.2 Gewissheit 2: Was aus dem Negativen entsteht 60 4.3 "Conceptual Change" und Gewissheit 62 4.4 Nochmals Gewissheit 1 und Gewissheit 2 63 4.5 Vom Reiz des Falschen (oder über die Reversibilität fälschlicher Falschheiten) 64 4.6 Wenn Negatives als schockierende Warnung dient 65 4.7 Geistige Voyeure 67 / Teil II Emotionale und moralische Aspekte des Lernens aus Fehlern 71 / Kapitel 5 Negatives Wissen und Emotionalität 72 5.1 Positive (produktive) "Beschämer" - negative (unproduktive) "Beschämer" 72 5.2 Scham und andere negative Emotionen als Determinanten für Negatives Wissen 76 5.3 Non-verbales hinderndes und förderndes Verhalten als Ausdruck emotionaler Befindlichkeiten: Die Studie von Büeler 81 5.4 Wann "es greift": Emotionen, die Verbesserung und Umkehr bewirken 880 / Kapitel 6 Negatives Wissen und Moral 93 6.1 Erinnerungen an das Böse 93 6.2 "Notwendige" Erfahrungen des Bösen 95 6.3 Entrüstung als moralischer Motor 96 6.4 Moralische Gefühle und negatives moralisches Wissen 97 6.5 Erzieherische Gegebenheiten 98 6.6 Opfer und Täter 100 6.7 "Wir müssen nicht alles Böse nochmals tun" 100 6.8 Studie 1: Die Quellen der Moral 102 6.9 Studie 2: Schuld und negatives moralisches Wissen 103 6.10 Wertrationalität und Zweckrationalität 109 / Teil III Fehlerkultur in Erziehung und Unterricht 111 / Kapitel 7 Erziehung zu einer Fehlerkultur: eine pädagogische Illusion? Grundlagen und Planung einer Interventionsstudie 112 7.1 Lernen als Überwindung eines Defizits 112 7.2 Falsche Interventionen 113 7.3 Das Drama der Fehlerakzeptanz 116 7.4 Korrektur als Zerstörung des Falschen, oder: Wider die Sucht des Ausmerzens 120 7.5 Ein Algorithmus zur Entwicklung von Fehlerkultur 124 / Kapitel 8 Fallstudien zur Entwicklung von Fehlerkultur in der Schule 133 8.1 Anlage und Inhalte der Intervention 133 8.2 Ergebnisse und Aussagen von Lehrpersonen 142 8.3 Bemerkungen über Veränderungen bei Interventionen: Relevanz, Messung und Sensibilisierung 158 / Kapitel 9 Fehlerkultur aus dem Blickwinkel von Fehlersituationen im Unterricht 161 9.1 Adressatenwechsel und Bermuda-Dreieck: Lehrpersonen "überspringen" Schüler, die Fehler machen 161 9.2 Vermeidungsdidaktik vsFehlerermutigungs- und Fehleraufsuchdidaktik 164 9.3 Grunddimensionen und Leitsätze des guten Umgangs mit Fehlern im Unterricht 168 9.4 Nonverbale Kommunikation in der Fehlersituation 171 Kapitel 10 Das Messen von FehlerkulturAnsätze und Ergebnisse 174 10.1 Beobachten: Ergebnisse von Videoanalysen 174 10.2 Befragen: Entwicklung und Ergebnisse des Schülerfragebogens zum Umgang mit Fehlern in der Schule 181 10.3 Intervenieren: Kommentare zu den Messungen in den Fallstudien 192 10.4 Abschließende Kommentare 194 / Kapitelll Wenn Fehler machen unser schulisches Selbst zerstört, oder: "If we would learn from mistakes, we would be the brightest person" (Charly Brown) 195 11.1 "Französisch war meine schwache Seite" 195 11.2 Falsche Attributionen 197 11.3 Attribution-Re-Training 199 11.4 Lernen von anderen: Fehler als Öffentlichkeitsprinzip 200 11.5 Ein untergehendes Reich: Das Ende der Geschichte des Gehorsams (Exkurs) 201 / Teil IV Biografien und Fehler oder Negatives Wissen als Narben des Lebens 203 / Kapitel 12 Lernen aus Fehlern im Lebenslauf 204 12.1 Menschen erzählen aus ihrem Berufsleben 204 12.2 Berichte aus biografischen Interviews 207 12.3 Literarische Beispiele aus Autobiografien 211 12.4 Entwicklungs-und lerngeschichtliche Relevanz des Fehlermachens 215 / Kapitel 13 Negative Identität: Narben des Lebens als persönlicher Reichtum 217 13.1 Fehlentscheidungen als Teil des Lebensweges 217 13.2 Vom Zwang zur Fehlerfreiheit 219 13.3 Berufliche negative Identität 221 13.4 Berufliche negative Identität und autobiografisches Gedächtnis: Verläufe und Transformationen 223 13.5 Das negative Selbst und seine Welten 225 13.6 Zur Entwicklung der Negativität als Narbe des Seins 226 TeilV Zur Stabilität und Potenzialität von Lernen und NichtSemen aus Fehlern Ein Ausblick 229 / Kapitel 14 Nochmals zur Logik des Kontrafaktischen 230 14.1 Zehn Formen einer Fehlernorm 230 14.2 "If I had sneezed, I wouldn't be around here" 231 14.3 Nochmals Beispiele zu den Logiken des Falschen 232 14.4 Das "Falsche-Hoffnung"-Syndrom 235 14.5 Mechanik und Pragmatik 236 / Kapitel 15 Ausblicke: Offene Fragen, offene Antworten 237 15.1 Warum lernen Menschen aus Fehlern nicht? 237 15.2 Fehler als Kreativitäts-Ampeln: Innovationspotenziale und Negatives Wissen 240 /
Details
VerfasserInnenangabe: Fritz Oser ; Maria Spychiger
Jahr: 2005
Verlag: Weinheim, Beltz
Systematik: PN.UE
ISBN: 3-407-25373-7
Beschreibung: 1. Aufl., 255 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 245 - 255
Mediengruppe: Buch