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Stufen des Glaubens
die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn
VerfasserIn: Fowler, James W.
Verfasserangabe: James W. Fowler. [Aus dem Amerikan. übertr. von Annette Roellenbleck ...]
Jahr: 2000
Verlag: Kaiser, Gütersloh
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Fowler untersucht das Phänomen religiösen Glaubens im Entwicklungsprozeß des menschlichen Lebens. Mit seinem Stufenmodell religiöser Entwicklung schreibt er die entwicklungspsychologischen Theorien Piagets, Kohlbergs und Eriksons fort. Der Autor erweitert damit nicht nur die theoretische Basis der Religionspädagogik und Seelsorgetheorie, sondern gibt auch der Religionspsychologie und der soziologischen Lebenslaufforschung neue Impulse. Er konkretisiert seinen Ansatz mit zahlreichen Interviews und biographischen Beispielen und stellt sich damit empirischer Überprüfbarkeit. Ein Standardwerk für Religionspädagogen. Fowler entwickelte in Tradition Jean Piagets und Lawrence Kohlbergs eine Glaubensentwicklungstheorie mit folgenden sechs Stufen. Glaube (faith) ist bei Fowler dabei eine Struktur, die universelle Entwicklungsnormativität, unabhängig von Glaubensinhalten (belief) beansprucht. Die Altersangaben der sechs Stufen sind nur ein grober Richtwert: Intuitivprojektiver Glaube. Nachdem sich in den ersten Lebensmonaten das Grundvertrauen des Kindes gebildet hat, entwickelt das Kind im Alter von etwa 2–7 Jahren seine Vorstellungskraft, die Grundlagen für faith werden gelegt. Mythisch wörtlicher Glaube. Das Kind kann nun auch seinen Glauben beschreiben. Das geschieht vor allem bildhaft. Gott ist z.?B. oben, das Böse ist unten. Auch wird Gott oft in anthropmorphen Metaphern z.?B. als alter Mann mit Händen oder Füßen beschrieben. Synthetisch-konventioneller Glaube. Diese Stufe beginnt sich im Alter zwischen 12 und 13 Jahren auszubilden aber auch viele Erwachsene kommen nie über diese Stufe hinaus. Es entwickelt sich langsam eine eigene Glaubensidentität, der Heranwachsende und auch manch ein Erwachsener ist hier sehr von dem Feedback der „significant others“ bzw. seinem sozialen Umfeld abhängig. Der Glaube wird darum „konventionell“ genannt. Die Fragmente werden zusammengesetzt, passen aber oft noch nicht zusammen, daher heißt die Stufe auch „synthetisch“. Individuierend-reflektierender Glaube. Das Individuum beginnt – so Fowler – aus den Konventionen herauszutreten, eigene Positionen auch entgegen seinem Umfeld zu entwickeln und zu behaupten. Verbindender Glaube. Die Mehrschichtigkeit von verschiedenen Glaubensaussagen wird erkannt, es beginnt auch ein Erkennen des eigenen Glaubens aus der Sicht anderer Glaubenstraditionen. In gewisser Weise wird die Relativität des eigenen Glaubens erkannt, auch wenn die eigenen Positionen und der eigene Glauben dadurch nicht aufgegeben werden. Der Glaube gewinnt hierdurch an Weite. Nur wenige Erwachsene erreichen diese Stufe und meist auch erst im höheren Erwachsenenalter. Universeller Glaube. Nur sehr wenige Menschen wie Mahatma Gandhi, Mutter Theresa, Martin Luther King oder Jesus Christus haben diese Stufe erreicht, darum ist sie bei Fowler weniger empirisch belegt, als ein Postulat. Die Person lebt radikal so, als ob das, was Christen das „Himmelreich“ nennen, bereits real wäre. Der Mensch kann sich selbst verleugnen und ganz im Glauben aufgehen. Fowler führt hier hauptsächlich bekannte Personen an, die für ihren Glauben gestorben sind.
Details
VerfasserIn: Fowler, James W.
VerfasserInnenangabe: James W. Fowler. [Aus dem Amerikan. übertr. von Annette Roellenbleck ...]
Jahr: 2000
Verlag: Kaiser, Gütersloh
Systematik: PR.ADT
ISBN: 3-579-05176-8
Beschreibung: 352 S.
Originaltitel: Stages of faith <dt.>
Fußnote: Lizenz des Gütersloher Verl.-Haus, Gütersloh. - Literaturverz. S. 342 - 346
Mediengruppe: Buch