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6 von 17
Kinder der Krise
VerfasserIn: Großegger, Beate
Verfasserangabe: Beate Großegger
Jahr: 2014
Verlag: Berlin, Archiv d. Jugendkulturen-Verl.
Mediengruppe: Buch
verfügbar (wo?)verfügbar (wo?)
Exemplare
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: PN.B Groß / College 3e - Pädagogik Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Jugendliche sind immer eine Schlagzeile wert: als markenverliebte „Style Victims“, hippe Technologie-Trendsetter oder pragmatische Karrieristen. Als Komasäufer, die der Notarztwagen Samstagabend aus der Disco abholt, oder Sprayer, die Privateigentum mit Graffiti verschandeln. Wenn es um die Jugend geht, ist es offenbar sexy, auf dem Klavier der Skandalisierungen zu spielen. Sei’s drum, den „Kindern der Krise“ ist das egal. Sie zucken mit den Achseln und sagen: „Wir sind das ohnehin gewohnt: Erwachsene haben einen Tunnelblick.“ Alles in allem ist die heutige Jugend widersprüchlich, dynamisch und oft auch ein wenig oberflächlich – eben ganz so wie die Gesellschaft, die sie umgibt. Ohne großen Plan jongliert sie durchs Leben, macht mit, so gut es eben geht – auch dann, wenn sie wenig Sinn darin sieht. Und zwischendurch feiert sie Party, um den Zumutungen des Alltags zu entfliehen. Doch sie stellt auch unangenehme Fragen, beispielsweise: „Warum soll ich mich für Politik interessieren, wenn die Anliegen der Senioren ohnehin mehr zählen als die der Jugend?“, „Wie soll ich eine Familie gründen, wenn es mir nicht einmal gelingt, einen guten Job zu finden?“ Kurzum: Die Jugend des 21. Jahrhunderts ist schwer zu greifen. Immer, wenn man ein klar konturiertes Bild zu entdecken glaubt, droht es gleich wieder zu zerfließen. Das heißt: Ja, Jugendliche sind coole Lifestyle-Kids. Sie sind aber zugleich auch politisch Desillusionierte, prekäre Berufseinstiegspraktikanten und vor allem die großen Verlierer der Krise. Und da sie selbst nicht viel daran ändern können, rudern sie nicht gegen den Strom, sondern lassen sich einfach treiben. Beate Großegger zeichnet ein differenziertes Bild dieser Jugend. Sie zeigt, wie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf das Lebensgefühl junger Menschen prägenden Einfluss nehmen. Sie bringt die Leserin und den Leser auf Sichtkontakt mit einer Jugendkultur, die das Krisengespenst zumindest auf Zeit vergessen lässt. Und sie widmet sich dem zunehmend schwierigeren Verhältnis zwischen Jugend und Politik. Die breite Mehrheit der Jugendlichen sieht das politische Establishment äußerst kritisch. Mitmachen wollen nur wenige.
 
 
 
 
 
 
/ AUS DEM INHALT: / / /
 
 
 
VORWORT 7
GESELLSCHAFT IM UMBRUCH 19
Die Zeiten ändern sich, die Jugend auch 19
Die "Kinder der Krise" leben in Revisionsbereitschaft 20
Am Ball bleiben ist alles, Widersprüche zählen nicht 25
Langanhaltende Jugend: "Nesthocken" liegt im Trend 29
"Du darfst kein MoF sein": Wie Jugendliche Beziehungen leben 33
Klare Linien, das war einmal: Heute gilt, alles geht mit allem zusammen 38
Freiheit, Leistung, Selbstverwirklichung: Werte in der Zeitmaschine 42
Jugend am Rande der Gesellschaft: Worüber niemand gerne spricht 46
JUGEND UND POLITIK 53
Protest oder Verweigerung: Die "Kinder der Krise" haben sich noch
nicht wirklich entschieden 53
"Wir haben Anführer satt, wir wollen einfach nur, dass die Dinge
funktionieren" 54
Alltag in der Zuschauerdemokratie 58
"Power to the people reloaded": Der neue Aufstand der Jungen 62
Verhasste Nachbarn und die neue Philosophie des "Coexist" 69
Chancengleichheit und Gerechtigkeit: Die soziale Frage wird wieder
wichtiger 74
Wohin tendieren diejenigen, die auf der Verliererseite stehen? 80
"Diversity stole my bitte": Rechtes Gedankengut in neuem Style 84
JUGENDKULTUR 3.0 93
Bunte Lifestyles als Opium für das-Volk: Wie sich das Krisengespenst
zumindest kurzzeitig vergessen lässt 93
Jugendkulturen als riesiger Interpretationsprozess 94
"Öko-Hippie" versus "Kommerz-Barbie": Du zeigst mir, wie du
aussiehst, und ich sage dir, wie du tickst 97
Generationenkonflikt und Gegenkultur waren gestern 102
Leben in der Szene bedeutet Leben in der Lifestyle-Blase 107
Die Vielfalt der Stilgruppen in Schubladen zu ordnen, ist schwierig 112
"Ich liebe mein iPhone": Jugendkulturen am Markentrip? 120
"Ab in die Mucki-Bude": Körperbilder im Wandel 125
Von FoodCoop bis Streetpunk: "Abzweiger", "Aussteiger"
und die Politik der alternativen Nische 132
LITERATUR 141
STATEMENTS JUGENDLICHER 155
 
 
 
 
 
Details
VerfasserIn: Großegger, Beate
VerfasserInnenangabe: Beate Großegger
Jahr: 2014
Verlag: Berlin, Archiv d. Jugendkulturen-Verl.
Systematik: PN.B
ISBN: 978-3-943774-85-6
2. ISBN: 3-943774-85-6
Beschreibung: Orig.-Ausg., 1. Aufl., 156 S.
Sprache: Deutsch
Fußnote: Literaturverz. S. 141 - 153
Mediengruppe: Buch