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"Das stille Sterben..."
Feldpostbriefe von Konrad Jarausch aus Polen und Russland 1939-1942
Verfasserangabe: herausgegeben von Konrad H. Jarausch und Klaus Jochen Arnold ; mit einem Geleitwort von Hans-Jochen Vogel
Jahr: 2008
Verlag: Paderborn ; München ; Wien ; Zürich, Ferdinand Schöningh
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
VERLAGSTEXT: / / Die Briefe Dr. Konrad Jarauschs dokumentieren wie kaum ein anderes Zeugnis eines deutschen Soldaten den Alltag des Vernichtungskrieges im Osten. Ihre Genauigkeit und ihre Offenheit sind einzigartig. Mit scharfem Blick beschreibt der Verfasser, Feldwebel d. R., promovierter Theologe und Germanist, das Leben der Truppe, ihren Umgang mit dem Gegner und das, was seine Erlebnisse und Beobachtungen in ihm auslösen. / Ein erregendes Buch, das neues Licht auf den Themenkomplex »Verbrechen der Wehr-macht« wirft, aber auch die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen in der Maschinerie des Krieges neu stellt. / Bis heute mangelt es an genauen Augenzeugenberichten über das Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener im Winter 1941/42, das lange Zeit zu den vernachlässigten Aspekten des nationalsozialistischen Eroberungskrieges im Osten gehörte. Die Briefe Jarauschs sind die ersten, die ausführlich ein erschütterndes Zeugnis ablegen. Der Küchenleiter in einem Gefangenenlager schildert schonungslos und zugleich mitfühlend / das schier unvorstellbare Elend der in deutsche Hand gefallenen Rotar-misten. / Ihre Offenheit und ihr Reflexionsniveau lassen die Briefe Jarauschs weit über die Masse der bekannten Feldpostbriefe hinausragen. Sie dokumen-tieren in seltener Eindringlichkeit, wie ein deutschnationaler protestantischer Bildungsbürger, der anfangs den Krieg bejaht, unter dem Eindruck dessen, was er dann in ihm erlebt und sieht, innerlich zum Gegner des Regimes wird, das diesen Krieg angezettelt hat. / Die Briefe Konrad Jarauschs wurden von seinem Sohn Konrad H. Jarausch gesammelt, der den an Fleckfieber verstorbenen Vater niemals kennenlernte. Der bekannte Historiker begibt sich in einer längeren Einführung auf eine schwierige »Vatersuche« und setzt sich kritisch mit dem »Vor-bild eines virtuellen Übervaters« auseinander. Gleichzeitig ordnet Klaus J. Arnold die Briefe in den Rahmen des Krieges und in die Diskussion um die Wehrmachtverbrechen ein. / / / / AUS DEM INHALT: / / GELEITWORT VON HANS-JOCHEN VOGEL 7 / VORWORT VON KONRAD H . JARAUSCH 9 / ERSTER TEIL: EINFUHRUNG 11 / KONRAD H. JARAUSCH/KLAUS JOCHEN ARNOLD / Hinweise zur Edition 13 / 1. Charakter der Überlieferung 14 / 2. Transkription und Auswahl 15 / 3. Textpräsentation und Kommentierung 16 / 4. Bedeutung der Edition 18 / KONRAD H. JARAUSCH / Vatersucbe. Annäherungen an ein problematisches Erbe 20 / 1. Nationale Bildung 22 / 2. Reformatorischer Religionspädagoge 25 / 3. Vom Mittäter zum Mitleidenden 32 / a) Briefe als Texte 32 / b) Erfahrungen im Militär 34 / c) Haltung zum Krieg 36 / d) Raume des Riickzugs 38 / e) Kritische Wendung 40 / 4. Ein schwieriges Vermächtnis 42 / KLAUS JOCHEN ARNOLD / Soldat im Osten. Konrad Jarausch und der Gang des Krieges 54 / 1. Der militärische Werdegang 57 / 2. Im Polenfeldzug 60 / 3. Als Ausbilder in Polen und im Deutschen Reich 64 / 4. Beim Dulag 203 69 / 5. Das Massensterben im Winter 1941/42 71 / 6. Konrad Jarausch, das Massensterben und die Verbrechen / an Juden 82 / 7. Fleckfieber in der Wehrmacht 88 / 8. Fazit 89 / ZWEITERTEIL: BRIEFE / 1. »Der Atem des Krieges« (September 1939 - Januar 1940) 95 / 2. »Die Wacht im Osten« (Januar 1940 - August 1940) 167 / 3. »Eifer und Strammheit markieren« (September 1940 - Juli 1941) 233 / 4. »Ein furchtbares Elend« (August 1941 -Januar 1942) 284 / Ausgewahlte Schriften von Konrad Jarausch 371 / Literaturverzeichnis 373 / Ortsregister 385 / Bildteil I: Familie 46 / Bildteil II: In Polen 162 / Bildteil III: In Russland 268 / Bildnachweis 387
Details
VerfasserInnenangabe: herausgegeben von Konrad H. Jarausch und Klaus Jochen Arnold ; mit einem Geleitwort von Hans-Jochen Vogel
Jahr: 2008
Verlag: Paderborn ; München ; Wien ; Zürich, Ferdinand Schöningh
Systematik: GE.GK
ISBN: 978-3-506-76546-8
2. ISBN: 3-506-76546-9
Beschreibung: 387 Seiten : Illustrationen
Fußnote: Literaturverzeichnis: Seite [373]-384
Mediengruppe: Buch