Emotionsarbeit in der Psychotherapie Transdiagnostische Herangehensweise Hintergründe zur Emotion Schuld und ihrer Bearbeitung in der Psychotherapie Viele Interventionen für verschiedene Arten von Schuld Maladaptive Schuldgefühle bewältigen Maladaptive Schuldgefühle - d.h. Schuldgefühle, die keine Entsprechung in einer real zu tragenden Schuld haben - treten häufig im Rahmen von psychischen Erkrankungen auf. Sie können mit einem fragilen Selbstwert verknüpft sein oder eine Überforderung darstellen, sich selbst zu verzeihen. Schulderleben und sich daraus ergebende Schuldgefühle sind komplexe Abläufe. Ines Riessen zeigt praxisnah und pragmatisch, wie Therapeut:innen mit Schuldgefühlen ihrer Patient:innen therapeutisch konstruktiv umgehen können. Viele Fallbeispiele und Therapiedialoge Inkl. Interventionen für die Supervision Aus dem Inhalt: Schulderleben und Schuldabwehr: mögliche Themen in der Therapie Maladaptive Schuldgefühle und die therapeutische Beziehung Entscheidungsdilemmata, die Schulderleben erzeugen Therapeutisches Arbeiten bei Schuldgefühlen in Assoziation mit psychischer Erkrankung
Inhalt
Vorwort 9
I Grundlagen
1 Schuld: eine komplexe Emotion 14
2 Schuld: eine soziale Emotion, die adaptive Prozesse unterstützt 16
3 Maladaptives Schulderleben: Ausdruck frustrierter Grundbedürfnisse 19
4 Unterschiedliche Formen von Schuld 23
II Erleben von Schuld in der Psychotherapie
5 Maladaptives Schulderleben in der Therapie 26
6 Schulderleben und Schuldabwehr: mögliche Themen in der Therapie 31
6.1 Dissoziales Verhalten und Schuldabwehr 32
6.2 Schuldabwehr, ein natürliches Phänomen 33
III Transdiagnostische therapeutische Herangehensweise
bei Schuld
7 Entscheidungsdilemmata, die Schulderleben erzeugen 36
7.1 Therapeutische Herangehensweise – Stärkung eines vergebenden
Prozesses 38
7.1.1 Betrachten der Primär- versus Sekundäremotion 38
7.1.2 Sinnhaftigkeit von Schuldgefühlen 40
7.1.3 Selbst-Vergebung bei maladaptivem Schulderleben 42
7.1.4 Stärken des kollektiven Bewusstseins 45
7.2 Herausarbeiten der Scham bei maladaptivem Schulderleben 46
8 Dilemmata, die zu keiner Entscheidung führen 49
9 Unschuldig schuldig – wenn das Schicksal uns schuldig werden lässt 58
IV Transdiagnostische Therapiemodule im Kontext
von Schulderleben und Schuldabwehr
10 Therapeutische Herangehensweise bei Schuldabwehr
und Schuldzuweisung 64
10.1 Validierung der erlebten Verletzungen 66
10.2 Die Gefühle hinter den Schuldzuweisungen erkennen 67
10.3 Die Schuldzuweisung als Abwehrmechanismus reduzieren,
Motivation für Veränderung aufbauen 69
10.4 Den Abschied von Wünschen und Illusionen betrauern 71
11 Therapeutische Herangehensweise bei Schuldgefühlen
in Assoziation mit psychischer Erkrankung 73
11.1 Schuldgefühle bei Zwangserkrankungen 73
11.2 Schuldgefühle bei Traumafolgestörungen, vor allem
bei interpersoneller Gewalt 76
11.2.1 Der freundliche Umgang mit sich selbst 78
11.2.2 Schuldkognition und meditative Technik 79
11.3 Schuldgefühle im Rahmen von depressiver Erkrankung –
Möglicher Einfluss auf Angehörige 80
11.4 Suizid eines Angehörigen: Schuldgefühle als Trauerreaktion 85
12 Therapeutische Herangehensweise bei der Vermittlung
von Schuldkompetenz und Verantwortungsübernahme 91
12.1 Zulassen zugrunde liegender Emotionen 94
12.2 Integration des derzeitigen Schulderlebens in die Lebensprägungen 96
12.3 Schulderleben und seine Funktion als Wächter 97
12.4 Schuldakzeptanz 99
V Schuldgefühle von Therapeutinnen – Herangehensweise
in Supervision und Selbsterfahrung
13 Maladaptive Schuldgefühle und die therapeutische Beziehung 102
14 Maladaptive Schuld und der therapeutische Prozess 106
14.1 Die Haltung hinsichtlich der Rolle therapeutischen Handelns 106
14.2 Durchstehvermögen als therapeutische Eigenschaft 109
14.3 Selbstmitgefühl als Ressource für Therapeutinnen 111
15 Schuld der Patientin zuschreiben – Erkennen eigener Handlungsmotive 114
Anhang
Literatur 118
Sachwortverzeichnis 121