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Zur Psychoanalyse psychotischer Zustände
VerfasserIn: Rosenfeld, Herbert A.
Verfasserangabe: Herbert A. Rosenfeld. Übers. von Charlotte Kahleyss-Neumann
Jahr: 2002
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Entgegen der gängigen psychoanalytischen Lehrmeinung, wonach psychotische Patienten wegen ihrer narzisstischen Beziehungsunfähigkeit nicht mit der klassischen psychoanalytischen methode behandelt werden könnten, belegt Rosenfeld mit überzeugenden Fallbeispiele, dass psychotische oder schizophrene Patienten sehr wohl imstande sind, eine emotionale Beziehung zum Therapeuten aufzunehmen. Der Autor schildert die unbewussten Gefühls- und Phantasiedimensionen seiner Patienten in faszinierenden Schilderungen und umreißt mit Hilfe von Melanie Kleins Konzept der »projektiven Identifizierung« die zugrunde liegenden psychischen Mechanismen. Die Überzeugungskraft dieser Arbeiten beruht wesentlich auf der stringenten Verknüpfung von theoretischer Konzeptualisierung und klinischer Beobachtung.In diesem Band hat der Autor 13 seiner wichtigsten Publikationen aus den Jahren 1947–1964 neu zusammengestellt und einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Es handelt sich zur Hauptsache um Arbeiten zur psychoanalytischen Erforschung und Behandlung akuter und chronischer Schizophrenie, ein Gebiet, auf welchem der Autor Pionierarbeit geleistet hat. Entgegen der bis dahin gültigen Lehrmeinung, wonach eine psychoanalytische Therapie bei psychotischen Patienten wegen deren narzisstischer Beziehungsunfähigkeit nicht in Frage komme, konnte Rosenfeld an Hand überzeugender Fallbeispiele belegen, dass schizophrene Patienten sehr wohl imstande sind, eine emotionale Beziehung zum Therapeuten aufzunehmen, und zwar eine sehr archaische Beziehungsform, deren Phänomenologie und Psychodynamik, deren unbewusste Gefühls- und Phantasiedimensionen der Autor in teilweise faszinierenden Schilderungen umreißt und u. a. mit Hilfe von Melanie Kleins Konzept der projektiven Identifizierung zu erhellen versucht. Die Überzeugungskraft dieser Arbeiten beruht wesentlich auf der stringenten Verknüpfung von theoretischer Konzeptualisierung und klinischer Beobachtung sowie auf der Konsequenz – man könnte sagen: der produktiven Einseitigkeit –, mit welcher der Autor sich vermittels der psychoanalytischen Methode ganz auf die Erforschung und Interpretation der inneren Erlebniswelt psychotischer Patienten konzentriert. Insofern handelt es sich um eine wichtige Ergänzung zu den familientherapeutischen Ansätzen der Schizophrenieforschung und -behandlung, in denen überwiegend die äußeren Interaktionen zwischen den Kranken und ihrer Umwelt untersucht worden sind. Weiterhin enthält dieser Band u. a. zwei umfassende Artikel über Suchtprobleme aus psychoanalytischer Sicht, eine sehr originelle Arbeit über die Psychopathologie der Hypochondrie, ein Kapitel über die Wechselbeziehungen zwischen Homosexualität, Paranoia und Narzissmus sowie einen Aufsatz »Zur Psychopathologie des Narzißmus aus klinischer Sicht«, der die Diskussion über den Narzissmusbegriff und die Auffassung und Behandlung narzisstischer Persönlichkeitsstörungen entscheidend mitgeprägt hat. Herbert Alexander Rosenfeld (* 2. Juli 1910 in Nürnberg; † 29. November 1986 in London) war ein bedeutender deutscher Psychiater und Psychoanalytiker der kleinianischen Richtung und ein Vorkämpfer[1] für die psychoanalytische Psychosenbehandlung.Herbert Rosenfeld war seit seiner frühen Jugend an Psychologie und den Humanwissenschaften interessiert. Obwohl sein Vater ihn als Nachfolger im Familienunternehmen sehen wollte, entschloss er sich zum Studium der Medizin, welches er an verschiedenen deutschen Universitäten absolvierte und in München 1934 mit einer Dissertation über multiple Absencen im Kindesalter abschloss. Aufgrund der Nürnberger Gesetze war es ihm nicht erlaubt, arische Patienten zu behandeln. Daher emigrierte er 1935 nach England.
 
INHALT: Danksagung 6 / Einleitung 7 / 1. Analyse einer schizophrenen Psychose mit Depersonalisationserscheinungen (1947) 11 / 2. Über den Zusammenhang von männlicher Homosexualität mit Paranoia, paranoiden Ängsten und Narzißmus (1949) 36 / 3. Zur Psychopathologie von Verwirrtheitszuständen bei chronisch Schizophrenen (1950) 58 / 4. Bemerkungen zur Psychoanalyse des Über-Ich-Konflikts bei einem akut schizophrenen Patienten (1952) 72 / 5. Übertragungsphänomene und Übertragungsanalyse bei einem Fall von akuter katatoner Schizophrenie (1952) 120 / 6. Zur psychoanalytischen Behandlung akuter und chronischer Schizophrenie (1954) 135 / 7. Über Rauschgiftsucht (1960) 149 / 8. Das Über-Ich und das Ichideal (1962) 167 / 9. Zur Psychopathologie und psychoanalytischen Behandlung der Schizophrenie (1963) 180 / 10. Zur Psychopathologie des Narzißmus - Ein klinischer Beitrag (1964) 196 / 11. Die Psychopathologie der Hypochondrie (1964) 209 / 12. Über das Bedürfnis neurotischer und psychotischer Patienten, während der Analyse zu agieren (1964) 234 / 13. Die Psychopathologie der Drogensucht und des Alkoholismus - Eine kritische Sichtung der psychoanalytischen Literatur (1964) 254 / Bibliographie 286 / Register 298
Details
VerfasserIn: Rosenfeld, Herbert A.
VerfasserInnenangabe: Herbert A. Rosenfeld. Übers. von Charlotte Kahleyss-Neumann
Jahr: 2002
Verlag: Gießen, Psychosozial-Verl.
Systematik: PI.HPP
ISBN: 3-89806-119-1
Beschreibung: 311 S.
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Psychotic states <dt.>
Fußnote: Aus dem Engl. übers. - Literaturverz. S. 286 - 297
Mediengruppe: Buch