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Die Krisen des Kapitalismus
eine andere Studie der politischen Ökonomie
Verfasserangabe: Saral Sarkar. Hrsg. von der Initiative Ökosozialismus
Jahr: 2010
Verlag: Neu-Ulm, AG-SPAK-Bücher
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Saral Sarkar zeichnet sehr detailliert und dennoch gut verständlich die Krisengeschichte des Kapitalismus seit Beginn des vorigen Jahrhunderts bis heute nach. Vor allem diskutiert er ausführlich die unterschiedlichen theoretischen Ansätze, um diese Krisenanfälligkeit zu erklären, und die theoretischen Ansprüche sowie praktischen Versuche, ihn „krisenfest“ zu machen. Einen breiten Raum nehmen dabei John Meynard Keynes und der Keynesianismus ein, der sich ja gerade heute wieder eines großen Ansehens erfreut. Sarkar bleibt bei seiner Analyse nicht an der Oberfläche. Nicht einige zweifelhafte Praktiken von Bankmanagern waren es etwa, die für die aktuelle Situation verantwortlich sind, sondern der letzte Grund liegt im Wachstumszwang des Kapitalismus selbst und in den Grenzen des Wachstums, die nun endgültig erreicht sind. Eingehend beschreibt Sarkar den aktuellen „Zangengriff“, in dem wir uns befinden: Die schwindende Ressourcenbasis (vor allem, aber nicht nur die schwindenden Reserven an fossiler Energie) einerseits und die ungeheure Aufgabe der Beschränkung der Erderwärmung. Er entlarvt die Illusion, dass erneuerbare Energien/Ressourcen und Effizienztechniken diese schwindende Ressourcenbasis ersetzen könnten. Wir werden in naher Zukunft mit wesentlich weniger Nettoenergie auskommen müssen. Die Zeiten des Wirtschaftswachstums sind endgültig vorbei. Damit ist aber der Kapitalismus selbst an sein Ende angelangt. Jedoch nicht nur diese Wirtschaftsform, unsere Industriegesellschaft selbst steht zur Disposition. Eine schrumpfende Wirtschaft ist als eine kapitalistische schlicht nicht mehr denkbar. Mit einem solchen Ansatz zum Thema geht Sarkar über die tradierte politische Ökonomie und ihre marxistische Kritik hinaus und deutet die Grundlage einer anderen an. An uns liegt es nun, den notwendigen Prozess des Rückzugs vom Wachstumswahn nicht ins Chaos gleiten zu lassen, sondern ihn sozial gerecht, demokratisch und partizipatorisch zu organisieren. Ökosozialismus ist die Antwort auf das Scheitern des Kapitalismus, wenn es nicht in eine unbeherrschbare Katastrophe münden soll. Gleichzeitig entspricht er unserer zwei Jahrhunderte alten Vision von einer solidarischen Gesellschaft. (Verlagstext)
Stimmen zum Buch:
"[...] Lässt sich der heutige und äußerst lebendige und katastrophale Turbo- und Raubtierkapitalismus bändigen hin zu einem sozialen, keynesianischen Kapitalismus? Oder bedarf es eines wirklichen Systemwechsels hin zu einem ökologischen Sozialismus? Die Argumente und Antworten Saral Sakars sind eindeutig: Es ist der ökosozialistische Bewusstseinswandel, der notwendig ist, soll die (Eine) Welt gerechter und humaner werden. Damit beantwortet sich auch die Frage, wie sie gewissermaßen über den Argumentationen und Analysen schwebt: Stellen die Krisen, wie sie sich in der Vergangenheit und Gegenwart darstellen, nur Symptome einer Krise im Kapitalismus, oder zeigen sie die Krise des Kapitalismus?"
Quelle: Jos Schnurer, www.socialnet.de
 
/ AUS DEM INHALT: / / / Vorwort 9
I. Marxistische Krisentheorien
1. Der tendenzielle Fall der Profitrate 23
2. Unzufriedenheit mit dem Gesetz des
tendenziellen Falls der Profitrate 27
3. Die marxistische Unterkonsumtionstheorie der Krise 31
4. Unzufriedenheit mit der Unterkonsumtionstheorie der Krise
- die Disproportionalitätstheorie :-. 34
5. Wo bleibt die finale Krise des Kapitalismus? 38
6. Die Kontroverse über die Zusammenbruchstheorie 43
a) Die Verelendungstheorie 45
b) Rosa Luxemburg: Grenzen der Akkumulation 46
c) Kritik an Luxemburgs Theorie 49
II. Der große Crash und die Große Depression
1. Die 1920er-Jahre 54
2. Der Boom und das Delirium 56
3. Der Crash 62
4. Die Große Depression 65
5. Erklärungen 69
III. Die Retter des Kapitalismus
1. Keynes und die Keynesianer 75
a) Krise der orthodoxen Ökonomik 75
b) Die nicht-marxistische Krisenbewältigung 78
c) Die Keynesianische Revolution 80
d) Keynes versus Marx 95
e) Der Aufstieg des Keynesianismus 98
2. Schumpeters Verklärung der Krise: Schöpferische Zerstörung 104
a) Die Schumpeter'sche Theorie des Konjunkturzyklus 106
b) Die langen Wellen 109
c) Untergang des Kapitalismus 111
d) Die Schumpeter'sche Wirtschaftspolitik 114
IV. Stagflation - Der Niedergang des Keynesianismus und der ,
Aufstieg des Neoliberalismus
1. Stagflation 116
2. Die neoliberale Konterrevolution 120
3. Das theoretische Fundament der neoliberalen Politik 124
- Monetarismus versus Keynesianismus 124
4. Monetaristische Wirtschaftspolitik 131
5. Der Neoliberalismus und die Angebotspolitik 133
V. Warum der Keynesianismus scheiterte
- Erklärungen der Fachökonomen
1. Eine politische Entscheidung 136
2. Ist Inflation ein größeres oder eher ein kleineres Übel? 141
3. Öffentliche Kampagne 144
4. Einige objektivere Erklärungen 146
5. Sachzwang Umstrukturierung: 147
Der Keynesianismus musste begraben werden 147
6. Makropolitik 149
VI. Die Krisen im globalisierten neoliberalen Kapitalismus
1. Von den 1970er-Jahren bis Ende der 1980er-Jahre 153
a) Die Verschuldungskrise der Entwicklungsländer 154
b) Die Börsenblase und der Crash von 1987 162
2. Die turbulenten 1990er-Jahre 168
a) Die neoliberalen Demokraten in den USA 168
b) Rezession und Stagnation in Japan 172
c) Rettungsversuch für Japan, radikale Wende in den USA 175
d) Krisen in den aufstrebenden Schwellenländern
(emerging markets) 177
e) Die große Krise in Ostasien 182
f) Russland 193
g) Lateinamerika 194
h) Japan und die USA nach der Ostasienkrise 196
3. Ein langer Crash und ein Zusammenbruch im neuen Millennium 200
a) Ein großer Crash auf Raten 200
b) Der Zusammenbruch in Argentinien 203
VII. Kann der Keynesianismus diesmal die Probleme lösen?
1. Inflation 214
2. Ist der Keynesianismus wirklich passe? 217
3. Rezepte deutscher Keynesianer gegen die Stagnation 221
4. Meine Zweifel 224
5. Globaler Keynesianismus? 234
6. Keynesianer kennen keine Grenzen des Wachstums 238
7. Ein halber Sozialismus funktioniert nicht 241
VIII. Warum man die Globalisierung kritisieren soll
1. Die Theorie des komparativen Vorteils und
die Argumente für Globalisierung 245
2. Die Annahmen der Theorie und die Wirklichkeit 249
a) Die politische Wirklichkeit 249
b) Die wirtschaftliche Wirklichkeit 251
3. Das Nachhaltigkeitskriterium 257
IX. Aspekte der Krise des Kapitaiismus
1. Instabilität des internationalen Finanzwesens 263
2. Massenarbeitslosigkeit und Unzufriedenheit bei Arbeitern 269
3. Uneingelöste Versprechen von Innovationen 272
4. Die Krise des Sozialstaates 277
5. Die Krise der Sozialdemokratie 279
6. Wirtschaftliche Zwänge, Beschränkungen und Versuchungen 284
7. Krise des Kapitalismus in der Dritten Welt 287
8. Die steigenden Defensivkosten 291
X. Wo kommt das Mehr her?
1. Das Geheimnis der steigenden Arbeitsproduktivität 299
2. Nachhaltiges Wachstum? 306
3. Entropie, Niedrig-Entropie und der Wirtschaftsprozess 309
4. Perspektiven 313
5. Die Zangengriffkrise 318
XI. Die Zukunft des Kapitalismus
1. Harry Shutts Vision eines regulierten, egalitären
und globalen Kapitalismus 325
2. Einige Erfolgsgeschichten 331
3. Kann der Kapitalismus in einer schrumpfenden Wirtschaft
überleben? 338
a) Herman Dalys Steady-state-Kapitalismus 338
b) Elmar Altvaters solidarische Ökonomie 342
4. Schluss 346
XII. Die Weltwirtschaftskrise des Jahres 2008
1. Der bisherige Verlauf der Krise 350
2. Die unmittelbaren Ursachen der Krise 353
3. Was ist eigentlich los? - Die tieferen Ursachen der heutigen Krise 355
4. Perspektive 361
 
Details
VerfasserInnenangabe: Saral Sarkar. Hrsg. von der Initiative Ökosozialismus
Jahr: 2010
Verlag: Neu-Ulm, AG-SPAK-Bücher
Systematik: GW.VP
ISBN: 978-3-940865-00-7
2. ISBN: 3-940865-00-1
Beschreibung: 1. Aufl., 382 S.
Sprache: ger
Fußnote: Literaturverz. S. 369 - 382
Mediengruppe: Buch