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7 von 91
Jenseits von Natur und Kultur
VerfasserIn: Descola, Philippe
Verfasserangabe: Philippe Descola ; aus dem Französischen von Eva Moldenhauer : mit einem Nachwort von Michael Kauppert
Jahr: 2018
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: GS.ET Desc / College 2e - Ethnologie Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
INHALT:
Inhalt Vorwort 11
I. Die Natur in Trompe-I'ceil
1. Figuren des Kontinuierlichen 21
2. Das Wilde und das Domestizierte 63
Nomaden-Räume 64
Der Garten und der Wald 71
Der Acker und das Reisfeld 80
Ager und silva 86
Der Hirte und der Jäger 90
Römische Landschaft, herzynischer Wald, romantische Natur 93
3. Die große Trennung 99
Die Autonomie der physis 107
Die Autonomie der Schöpfung 112
Die Autonomie der Natur 115
Die Autonomie der Kultur 120
Die Autonomie des Dualismus 129
Die Autonomie der Welten 138
II. Strukturen der Erfahrung
4. Die Schemata der Praxis 145
Struktur und Beziehung 146
Das Wissen des Vertrauten 155
Schematismen 161
Differenzierung, Stabilisierung, Analogien 169
Beziehung zu sich, Beziehung zum Anderen 176
Identifikationsmodi und Beziehungsmodi 176
Der Andere ist ein »Ich« 181
III. Die Dispositionen des Seins
6. Der wiederhergestellte Animismus
197 Formen und Verhaltensweisen 198
Die Gestalten der Metamorphose 206
Animismus und Perspektivismus 211
7. Über den Totemismus als Ontologie 219
Die Traumzeit 222
Australisches Inventar 224
Semantik der Taxonomien 234
Varietäten von Hybriden 244
Rückkehr zu den Totems der Algonkin 250
8. Die Gewißheiten des Naturalismus 259
Eine irreduzible Menschheit? 262
Tierische Kulturen und Sprachen ? 269
Ein Mensch ohne Geist? 278
Rechte der Natur? 287
9. Schwindelerregende Analogie 301
Die Kette des Seins 302
Eine mexikanische Ontologie 310
Afrikanische Echos 331
Kopplungen, Hierarchie, Opfer 337
10. Terme, Beziehungen, Kategorien 345
Einbeziehungen und Symmetrien 349
Unterschiede, Ähnlichkeiten, Klassifikationen .... 356
IV. Der Gebrauch der Welt
11. Die Institution der Kollektive 365
Jeder Art ihr Kollektiv 366
Eine asoziale Natur und exklusive Gesellschaften .. 378
Unterschiedliche komplementäre hybride Kollektive 380
Ein gemischtes, inklusives und hierarchisiertes Kollektiv 394
11. Metaphysik der Sitten 412
Ein um sich greifendes Ich 414
Das denkende Schilfrohr 423
Das Kollektiv repräsentieren 426
Die Signatur der Dinge 436
V. Ökologie der Beziehungen
13. Die Formen der Verbundenheit 451
Geben, nehmen, tauschen 453
Produzieren, schützen, übermitteln 468
14. Der Verkehr der Seelen 489
Räuber und Beute 491
Die Symmetrie der Verpflichteten 502
Die Gemeinsamkeit des Teilens 512
Das ethos der Kollektive 522
15. Strukturgeschichten 529
Vom Karibu-Mann zum Herrgott-Stier 531
Jagd, Zähmung, Domestizierung 546
Genese der Veränderung 558
Epilog Das Register der Möglichkeiten 565
Danksagungen 585
Bibliographie 587
Verzeichnis der Abbildungen 610
Nachwort von Michael Kauppert 611
Register 626
 
 
Seit der Zeit der Renaissance ist unser Weltbild von einer zentralen Unterscheidung bestimmt: der zwischen Natur und Kultur. Dort die von Naturgesetzen regierte, unpersönliche Welt der Tiere und Dinge, hier die Menschenwelt mit ihrer individuellen und kulturellen Vielfalt. Diese fundamentale Trennung beherrscht unser ganzes Denken und Handeln. In seinem faszinierenden Buch zeigt der große französische Anthropologe und Schüler von Claude Lévi-Strauss, Philippe Descola, daß diese Kosmologie alles andere als selbstverständlich ist.
Dabei stützt er sich auf reiches Material aus zum Teil eigenen anthropologischen Feldforschungen bei Naturvölkern und indigenen Kulturen in Afrika, Amazonien, Neuguinea oder Sibirien. Descola führt uns vor Augen, daß deren Weltbilder ganz andersartig aufgebaut sind als das unsere mit seinen »zwei Etagen« von Natur und Kultur. So betrachten manche Kulturen Dinge als beseelt oder glauben, daß verwandtschaftliche Beziehungen zwischen Tieren und Menschen bestehen. Descola plädiert für eine monistische Anthropologie und entwirft eine Typologie unterschiedlichster Weltbilder. Auf diesem Wege lassen sich neben dem westlichen dualistischen Naturalismus totemistische, animistische oder analogistische Kosmologien entdecken. Eine fesselnde Reise in fremde Welten, die uns unsere eigene mit anderen Augen sehen läßt. (Verlagstext)
Details
VerfasserIn: Descola, Philippe
VerfasserInnenangabe: Philippe Descola ; aus dem Französischen von Eva Moldenhauer : mit einem Nachwort von Michael Kauppert
Jahr: 2018
Verlag: Berlin, Suhrkamp
Systematik: GS.ET
ISBN: 978-3-518-29676-9
2. ISBN: 3-518-29676-0
Beschreibung: 2. Auflage, 638 Seiten
Schlagwörter: Kultur, Natur, Kulturvergleich, Naturverständnis, Weltbild, Indigenes Volk, Kosmogonie, Kulturwandel, Naturphilosophie, Kulturphilosophie, Physis, Zivilisation, Naturerkenntnis, Weltanschauung, Bedrohtes Volk, Biophilosophie, Dynamismus, Indigene Frau, Kolonialvolk, Kulturkontakt, Naturphilosoph, Naturvolk, Schöpfung, Schöpfungsmythos, Soziokultureller Wandel, Interkultureller Vergleich, Naturwahrnehmung, Weltbetrachtung, Weltdeutung, Welterfahrung, Weltsicht, Weltverstehen, Weltverständnis, Aborigines <im weiteren Sinn>, Eingeborene, Eingeborener, Indigene Bevölkerung (Vorlage), Kosmologie / Mythos, Kultureller Wandel, Physiologia, Urbevölkerung, Ureinwohner, Weltall / Entstehung / Mythos, Weltentstehung / Mythos, Alltagskultur, Außereuropäische Kultur, Geschützte Natur, Jugendkultur, Kulturelle Identität, Volkskultur, Vergleich, Bevölkerung, Einwohner, Kosmologie, Philosophie, Volk, Wandel
Beteiligte Personen: Moldenhauer, Eva; Kauppert, Michael
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Par-delà nature et culture
Fußnote: Literatur Seiten 587-609
Mediengruppe: Buch