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Reiz und Rührung
über ästhetische Empfindungen
VerfasserIn: Liessmann, Konrad Paul
Verfasserangabe: Konrad Paul Liessmann
Jahr: 2003
Verlag: Wien, Facultas Univ.-Verl.
Mediengruppe: Buch
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 Vorbestellen Zweigstelle: 07., Urban-Loritz-Pl. 2a Standorte: KB.AA Lies / College 5c - Kunst Status: Verfügbar Frist: Vorbestellungen: 0
Inhalt
Warum erregt uns manches und warum lässt uns vieles kalt? Konrad Paul Liessmann über unsere Empfindungen beim Betrachten von Kunst: Alles und überall ist Kunst. Unser Alltag ist – auch in Form von Werbung oder Unterhaltung – von Kunst regelrecht durchdrungen. Das Überangebot an ästhetischen Reizen führt dazu, dass das Publikum entweder mit Zustimmung oder Ablehnung reagiert. Ein gewisses Staunen, hin und wieder leichte Erregung, das ist das Höchste der Gefühle. Die Inflation und Allgegenwart von Kunst führt den bekannten österreichischen Philosophen und Publizisten Konrad Paul Liessmann zu den Fragen, wie Kunst wirkt und welche Reaktionen sie auslöst. Bei seiner Suche nach anderen Zugängen zur Kunst greift er auf die Ursprünge der Ästhetik und den Begriff der „Empfindung“ zurück. Indem er zeigt, wie Pioniere der philosophischen Ästhetik, zum Beispiel Johann Georg Sulzer oder Moses Mendelssohn, unverkrampft über Kunstgefühle sinnierten, ermöglicht er einen Neuanfang für die Auseinandersetzung mit Kunst. Der Titel des neuen Buches, „Reiz und Rührung“, ist von Immanuel Kant entlehnt. Er spielt indirekt darauf an, dass der emotionale Zugang zur Kunst in der Kunsttheorie seit der Aufklärung verpönt war. Der Kunst blieb das Finden von Wahrheit und Erkenntnis vorbehalten. Bis weit ins 20. Jahrhundert folgte die philosophische Ästhetik dieser Auffassung. Heute bietet die Rückbesinnung auf Gefühle und Sinnlichkeit wieder Möglichkeiten, Kunst trotz Reizüberflutung zu genießen. Konrad Paul Liessmann zeigt die Vielfalt ästhetischer Empfindungen: Den traditionellen Kategorien wie dem Schönen, dem Hässlichen oder Erhabenen stellt er das Interessante, Belanglose, Spannende, Langweilige oder das Lächerliche zur Seite. Der Leser bzw. der Betrachter soll sich der Bandbreite an Empfindungen bewusst und auf ästhetische Erfahrungen in Kunst und Alltag aufmerksam werden. Konrad Paul Liessmann (geb. 1953) ist Professor für Philosophie an der Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech. Neben grundlegenden Werken wie Philosophie der modernen Kunst richtet er sich in Artikeln und mit zahlreichen Büchern an eine breitere Öffentlichkeit, indem er nach dem praktischen Wert philosophischer Überlegungen fragt (Vom Nutzen und Nachteil des Denkens für das Leben oder Die großen Philosophen und ihre Probleme). Für sein unkonventionelles und kritisches Engagement wird Konrad Paul Liessmann am 17. November mit dem „Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln“ ausgezeichnet. Das Cover von „Reiz und Rührung“ zeigt ein Bild von Julian Opie (geb. 1958), der zu den prominentesten britischen Künstlern seiner Generation zählt. Mit seinen plakativen Darstellungen trägt er die Kunst aus den Galerien in den Mainstream des kulturellen Lebens. Er gestaltete zum Beispiel das Cover des Best-of-Albums der Popgruppe blur (2000). Mit seiner Hingabe an das Schöne und Exotische erzeugt er beim Betrachter genau jenen „Genuss der Zustimmung“ (Th. Trummer), der den Philosophen des 20. Jahrhunderts als verführerische Empfindung zutiefst verdächtig war.
Details
VerfasserIn: Liessmann, Konrad Paul
VerfasserInnenangabe: Konrad Paul Liessmann
Jahr: 2003
Verlag: Wien, Facultas Univ.-Verl.
Systematik: KB.AA
ISBN: 3-85114-800-2
Beschreibung: 190 S.
Fußnote: Literaturverz. S. 185 - 190.
Mediengruppe: Buch