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Exit!
Krise und Kritik der Warengesellschaft
Verfasserangabe: Hrsg.: Verein für kritische Gesellschaftswissenschaften e. V.
Jahr: 2004-
Verlag: Bad Honnef, Horlemann
Bände
Inhalt
[...] EXIT!" hat einen ganz anderen Weg beschritten: zurück zur Kritik der politischen Ökonomie, aber nicht im traditionellen Sinne des "Arbeiterbewegungsmarxismus". Stattdessen geht es um jene Dimension der Marxschen Theorie, die in der bisherigen Linken entweder völlig ausgeblendet blieb oder bei einer Minderheit von fortgeschrittenen theoretischen Reflexionen bestenfalls in ein abstrakt "philosophisches" Räsonnement verbannt und hinsichtlich der praktischen Wirksamkeit in eine imaginäre Zukunft ausgelagert wurde: nämlich um die Kritik des modernen Fetischismus, um die Kritik der Warenproduktion als System, um die Kritik der "Verwertung des Werts" (Marx) als "automatisches Subjekt" (Marx) der Gesellschaft. Diese Tiefendimension der gesamten Moderne in die Reflexion aufzunehmen, hat zur Konsequenz, die basalen Kategorien des modernen warenproduzierenden Systems nicht mehr als positive ontologische Gegenstände zu verstehen wie der traditionelle Marxismus, sondern sie als negative und historische Gegenstände einer radikalen Kritik zu unterziehen. Zunächst gilt dies für die ökonomischen Kategorien im engeren Sinne, also die betriebswirtschaftliche Rationalität, die "abstrakte Arbeit" (Marx) und deren Ausdrucksformen Wert, Ware, Geld und Markt. Befreiung ist erst jenseits dieser Kategorien denkbar, nicht "in" und "mit" ihnen. Der traditionelle Marxismus wollte die Kategorien des warenproduzierenden Systems nicht überwinden, sondern sie bloß "politisch" moderieren. Aber die Politik und ihre institutionellen Daseinsformen Staat, Demokratie und Nation bilden nur den anderen Pol des modernen Fetisch-Systems, der durch die juristische Form der bürgerlichen Subjekte konstituiert wird. Die ökonomischen und die politisch-juristischen Kategorien sind die zwei Seiten derselben Medaille. Das moderne Subjekt aller Klassen ist ein Schizo-Subjekt, gespalten in homo öconomicus und homo politicus, in Bourgeois und Citoyen. Die Linke wollte immer nur den Bourgeois durch den Citoyen bändigen, den Markt durch den Staat steuern, die Ökonomie der "abstrakten Arbeit" durch die Politik regulieren, die Subjekte des Geldes durch die Nation formieren. Es kommt aber darauf an, beide Seiten des modernen Fetischismus gleichermaßen abzuschaffen, statt immer nur die eine Seite gegen die andere auszuspielen. [...] (Auszug aus der Selbstdarstellung der wertkritischen Gruppe Exit ; vollst. Text s. unten angeführten Link)
Details
VerfasserInnenangabe: Hrsg.: Verein für kritische Gesellschaftswissenschaften e. V.
Jahr: 2004-
Verlag: Bad Honnef, Horlemann
Systematik: GW.AP
Schlagwörter: Gesellschaftskritik, Zeitschrift, Kritik, Werttheorie, Wirtschaftstheorie, Kapitalismus, Konsumgesellschaft, Marxismus, Politische Theorie, Kulturkritik, Zeitkritik, Antikritik, Erkenntniskritik, Politische Ökonomie, Antikapitalismus, Monopolkapitalismus, Neomarxismus, Politische Ethik, Politische Philosophie, Politisches Denken, Sozialismus, Überflussgesellschaft, Periodikum, Sozialkritik, Zeitschriften, Wertlehre <Wirtschaft>, Kapitalistische Gesellschaft , Kapitalistische Wirtschaft , Kapitalistisches Gesellschaftssystem , Kapitalistisches Wirtschaftssystem, Marxistische Theorie, Politik / Theorie, Politiktheorie, Politische Theorien, Fortlaufendes Sammelwerk, Kunstzeitschrift, Modezeitschrift, Presse, Arbeitswerttheorie, Gleichgewichtstheorie, Wertkritik, Gesellschaftsordnung , Historischer Materialismus
Sprache: Deutsch
Fußnote: Erscheint jährlich