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Das Vorurteil im Leibe
eine Einführung in die Physiognomik ; [mit: Physiognomik in Texten, eine Quellensammlung]
VerfasserIn: Schmölders, Claudia
Verfasserangabe: Claudia Schmölders
Jahr: 1997
Verlag: Berlin, Akademie-Verl.
Mediengruppe: Buch
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Inhalt
Seit Anfang der 80er Jahre läßt sich eine Renaissance physiognomischer Fragestellungen beobachten: in Kunst-, Literatur-, Sozial- und Neurowissenschaften. Nicht wenige Autoren möchten dabei an die prekären Übergänge der Physiognomik in spekulative und rassistische Theoreme warnend erinnern. Besonders die deutschen Autoren der Weimarer Zeit - Ludwig Klages, Rudolf Kassner, Max Picard, Oswald Spengler und viele andere - haben beim gebildeten Publikum damals ein physiognomisches Vorbewußtsein kultiviert, das geradezu als Weiche zwischen Biologie und Phänomenologie, Religion und "gesundem Volksempfinden" fungiert hat. - Vor einer ähnlichen Konstellation sehen wir uns auch heute wieder: Emmanuel Lévinas philosophiert über das "Antlitz" als moralische, andere Autoren über das Gesicht als ästehtische oder biologische Größe. Und dies vor dem Hintergrund der gentechnischen hard science, den aktuellen physiognomischen Fragen nach dem "Fremden" sowie der überwältigenden Präsenz des Gesichts in den Medien. Um so dringlicher scheint es, den physiognomischen Diskurs kritisch zu analysieren. Was kann er leisten und was nicht? Das vorliegende Buch bietet keine traditionelle Vorurteilsforschung. Es skizziert das Verhältnis der kulturellen Raster, die diese Urteile legitimieren, zu den Wahrnehmungsakten, die sie inspirieren. Ein Bild- sowie ein umfangreicher Textquellenteil am Schluß des Bandes dokumentieren dieses Verfahren. Der Band gibt einen Überblick zur Problemgeschichte der Physiognomik sowie einen Einblick in das "physiognomische Feld" zwischen Kunst, Literatur und argumentativer Praxis, von der diese Geschichte, besonders in Deutschland zwischen 1720 und 1945, handelt. Eine umfangreiche Quellensammlung am Schluß des Bandes erlaubt es, den physiognomischen Diskurs auch entlegener Autoren im Wortlaut zu verfolgen. Claudia Schmölders, auch Claudia Henn-Schmölders, (* 25. Oktober 1944 in Heidelberg) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Übersetzerin.Inhalt / / Vorwort 7 / I. Szenen der Menschenkenntnis / 1. Was weiß der Fachmann - was der Laie? / Fragen des Diskurses 11 / 2. Von der Wahrsagung zur Wahrnehmung / Zur Geschichte der physiognomischen Deutung 20 / II. Das physiognomische Feld / !. Der Horizont des Betrachters / Die Wahrnehmung des Laien / Schulungen des Alltags 43 / Der synoptische Blick des Fachmanns / Übersichten der Wissenschaft 54 / 2. Der sprachliche Horizont / Porträtieren. Memorieren. Orientieren / Rhetorische Muster 68 / Anbeten. Verachten. Entlarven / Das Muster des Wortfeldes 77 / Beseelen. Entmenschen. Entziffern / Literarische Muster 90 / Exkurs über Graphologie 99 / 3. Der Horizont der Bilder / Karikatur. Steckbrief. Silhouette. Schema: / Das physiognomische Musterbuch 109 / Mondgesicht und Maske. Ikone und Karikatur / Emphasen des Porträts 140 / Selbstbild und Fremdbild / Physiognomik als Dilemma 155 / Schluß 164 / / III. Physiognomik in Texten / Eine Quellensammlung 169 / Bildnachweis 239 Literaturverzeichnis 241 Register 263
Details
VerfasserIn: Schmölders, Claudia
VerfasserInnenangabe: Claudia Schmölders
Jahr: 1997
Verlag: Berlin, Akademie-Verl.
Systematik: PI.HD
ISBN: 3-05-002722-3
Beschreibung: 2., durchges. Aufl. , 271 S. : Ill., graph. Darst.
Fußnote: Literaturverz. S. [241] - 262
Mediengruppe: Buch